Schlagwörter

, ,


Kristina und Jan sind nicht gerade begeistert, dass sie die Ferien bei ihrer Urgroßmutter verbringen sollen. Die ältere Dame betreibt ein altes Hotel mitten in Venedig. Beim Abendessen entgeht den Kinder nicht, dass schemenhafte Schatten scheinbar die Hauswand hinaufklettert. Was ist das bloß? Für die beiden beginnt eine abenteuerliche und fantasievolle Reise durch Venedig. Der dunkle Doge wirft wieder seine Schatten über die Familie und auf einmal ist die ganze Familie in Gefahr.

Nina Blazon hat einen Jugendroman geschrieben, der vor allem durch seine durch und durch bildhafte Sprache besticht. Jede Szene ist so liebevoll und detailgetreu ausgearbeitet, dass Venedig direkt vor dem inneren Auge entsteht.

Die Fantasie-Elemente sind wohl dosiert, sodass junge Leser (empfohlenes Alter ab 10 Jahre) nicht überfordert werden, dennoch brauchen Kinder schon eine gewisse Übung, um sich durch diesen Roman zu lesen. Mit rund 380 Seiten weist diese Geschichte eine gewisse Länge auf, die für Kinder schon mal Durchhaltevermögen abverlangt. Für ältere Kinder (z. B. ab 12 Jahre) ist dieser Roman sicherlich eine ebenso spannende Geschichte, die gleichzeitig auch noch geschichtlich etwas über die berühmte Lagunenstadt preisgibt.

Toll beschrieben fand ich die Familiengeschichte von Kristina und Jan ebenso wie die der Pezzi-Kinder. Kindgerecht werden dort die Werte einer Familie mit Magie und Fluch verknüpft, sodass die jungen Leser ein feines Gespür dafür bekommen, was wirklich zählt.

Ich lese Nina Blazon immer wieder gerne und dieses Buch ist sicherlich auch nicht mein letztes Buch von ihr.

Advertisements