Brigitte Glaser, Bühlerhöhe

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Über das Buch:

Rosa Silbermann wird 1952 mit einem geheimen Auftrag in das Nobelhotel Bühlerhöhe geschickt. Die in den 1930ern aus Köln nach Palästina emigrierte Jüdin arbeitet für den israelischen Geheimdienst. Ihre Gegenspielerin ist die misstrauische Hausdame Sophie Reisacher. Die musste 1945 das Elsass verlassen und sucht ihre Chance zum gesellschaftlichen Aufstieg. Beide haben erlebt, was es heißt, wenn ein ganzes Land neu beginnen will. Keine von ihnen vertraut der beschaulichen´Landschaft des Schwarzwalds. Und beide wissen von einem geplanten Attentat auf Bundeskanzler Adenauer, wobei jede ihre eigenen Pläne verfolgt. Zwei Frauen in einer Männerwelt, in der es um Macht, Geschäfte und alte Seilschaften geht – und irgendwann um Leben und Tod. (Quelle: www. ullsteinbuchverlage.de)

Über die Autorin:

Geboren 1955 in Offenburg. 1974 Abitur in Achern. 1975-1980 Studium der Diplom-Sozialpädagogik in Freiburg. 1980 Wechsel nach Köln. Dort Arbeit in der offenen Jugendarbeit, im Medienbereich und in der Erwachsenbildung. 1996 erscheint mit „Kölsch für eine Leiche“ der erste Krimi, 2001-2008 „Tatort Veedel – Orlando & List ermitteln“ eine Kurzkrimi-Serie im Kölner Stadtanzeiger, 2003 mit „Leichenschmaus“, der erste Katharina-Schweitzer-Krimi, 2010 mit „Schreckschüsse“, das erste Jugendbuch, 2016 mit „Bühlerhöhe“ erster Roman.

Seit 2008 freie Schriftstellerin in Köln. (Quelle:  http://brigitteglaser.de/biografie.html)

Meine Meinung:

Dies war mein erstes Buch von Brigitte Glaser. Zu Beginn des Buches wusste ich nicht so recht, wo die Autorin mit mir als Leser hin wollte, doch am Ende hat mich die Autorin gefesselt und überzeugt.

Das Cover entspricht nicht dem Einerlei in den Buchhandlungen und Online-Shops; und das ist auch gut so, denn diese Buch hebt sich wohltuend von den anderen Büchern ab. Es ist definitiv kein Buch, welches man mal so nebenbei lesen kann. Lesen auf der Bahnfahrt? Fehlanzeige, da gab es doch zu viel was mich ablenkte, sodass ich dieses Buch zu Hause im stillen Kämmerlein gelesen habe. Ein Buch, das von seinem Leser volle Aufmerksamkeit fordert und ihn am Ende reich beschenkt.

Die Geschichte ist sehr gut konzipiert, Brigitte Glaser schafft es ein sehr feines Netz der Akteure und ihrer jeweiligen Vergangenheit zu weben. Rückblicke geben dem Leser einen tiefen Einblick in das Seelenleben der Protagonisten. Am Anfang kann das Buch unter Umständen etwas langatmig wirken, aber dies ist wohl bewusst so gewählt, denn viele Aktionen auf den ersten 100 Seiten geben der fortschreitenden Geschichte halt und ein stabiles Gerüst.

Die Protagonisten sind sehr glaubhaft geschildert, sie haben eine ganze Facette von Eigenschaften. Mir hat es unglaublich Spaß gemacht, hinter die Stirn der ein oder anderen Figur zu schauen. Bei einigen tun sich menschliche Abgründe auf, die zum Nachdenken anregen.

Zum Ende des Romans hin, beweist Brigitte Glaser, dass sie aus dem Krimi-Genre kommt, denn ich konnte das Buch zum Schluss nicht mehr aus der Hand legen, ich wollte unbedingt wissen, wie es denn nun endet. Weiterlesen

Teresa Simon, Die Holunderschwestern

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Über das Buch:
München 1918. Die junge Fanny – Franziska – sitzt im Zug nach München und will der Provinz entfliehen. Ihre sensible Zwillingsschwester Friederike musste sie zurücklassen. Als die reiche Witwe Dora mit ihren beiden Kindern zusteigt, ahnt Fanny noch nicht, dass ein tragisches Schicksal seinen Anfang nimmt. München 2015. Katharina erhält einen Brief aus London: In einem Archiv wurden Tagebücher ihrer Urgroßmutter Franziska gefunden. Katharina wird neugierig. Wie kommt es, dass die Aufzeichnungen ihrer Urgroßmutter, einer einfachen Köchin, in London verwahrt werden? (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Über die Autorin:
Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, und lässt sich immer wieder von stimmungsvollen historischen Schauplätzen inspirieren. (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Meine Meinung:
Nach „Die Frauen der Rosenvilla“ ist dies der zweite Roman aus der Feder von Teresa Simon und die Autorin hat mich so unglaublich gefesselt, sodass ich das Buch in zwei Tagen ausgelesen habe. Denn wir Leser bekommen einen wundervollen Roman geboten, der uns in seinen Bann zieht und süchtig macht.
Das Cover finde ich sehr hübsch, es hat etwas Romantisches und dennoch wirkt es nicht kitschig. Die Geschichte, die die Autorin uns präsentiert ist einfach fantastisch. Wer Familiengeheimnisse mag, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen. Eine Geschichte die insgesamt vier Generationen umfasst und durch die Zeiten geht, von 1918 (Fanny und Fritzi) bis 2015 (Katharina). Die zwei Zeitebenen werden geschickt durch die Tagebücher miteinanderverwoben und beide Erzählstränge bekommen ihren Raum, um sich entfalten zu können.
Was mir an dem Roman so unglaublich gut gefallen hat, war die Verbindung von Einzelschicksalen zu einer gesamten Einheit, die Verbindung zwischen Historie und Liebe in all ihren Facetten.
Die Protagonisten agieren als überzeugende Figuren in dem Roman, die Autorin erweckt sie zum Leben. Geschichte wird hier an den Protagonisten lebendig, denn sie werden wie selbstverständlich zu Akteuren in ihrer Zeit, aber auch zum Spielball der Macht. Weiterlesen

Ines Thorn, Die Walfängerin

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Über das Buch:
Sylt im 18. Jahrhundert: Die junge Maren lebt als Tochter eines Fischers in Rantum. Ihre Zukunft liegt klar vor ihr: Sie wird Thies Heinen heiraten, mit dem sie aufgewachsen ist. Doch plötzlich hält der mächtigste Mann der Insel um ihre Hand an: Kapitän Rune Boys. Maren wagt das Undenkbare. Sie lehnt ab. Als ihre Familie jedoch nach einem Sturm finanziell ruiniert ist, muss sie ausgerechnet Boys um Hilfe bitten. Er macht ihr einen ungeheuerlichen Vorschlag: Sie soll mit ihm auf Walfang gehen, danach seien alle Schulden beglichen. (Quelle: http://www.aufbau-verlag.de)

Über die Autorin:
Ines Thorn wurde 1964 in Leipzig geboren. Nach einer Lehre als Buchhändlerin studierte sie Germanistik, Slawistik und Kulturphilosophie. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Zuletzt erschienen ihre Romane »Das Mädchen mit den Teufelsaugen«, »Teufelsmond« und »Wolgatöchter«. (Quelle: http://www.aufbau-verlag.de)

Meine Meinung:
Mir hat der neue historische Roman von Ines Thorn gut gefallen. Er ist ein Liebesroman und ein Roman der den Weg einer Frau zu sich selbst beschreibt.
Das Cover vermittelt einen guten Eindruck, worum es in dem Roman geht. Es ist eher düster gehalten, den Wind in den Dünen kann man förmlich spüren, wenn man das Bild betrachtet. Es spiegelt die raue Landschaft sehr gut wieder.
Maren ist eine junge Frau, die ihren eigenen Weg gehen will, sie will das machen was sie möchte und damit auch den Mann heiraten den sie liebt. Doch die Umstände lassen dies nicht zu. Um ihre Familie vor dem Ruin zu retten, fährt Maren, als Küchenjunge mit dem Kapitän Rune auf Walfang.
Diese Fahrt ändert ihr Leben, sie ist danach nicht der Mensch, der sie vorher war.
Ines Thorn beschreibt sehr gut die Zerrissenheit der jungen Frau, wir bekommen als Leser einen sehr guten Einblick in ihr Seelenleben. Andere Figuren hingegen bleiben teilweise etwas blass und man kann sich auch nach Abschluss des Romans kein endgültiges Urteil erlauben. Weiterlesen

Ella Simon, Ein Gefühl wie ein warmer Sommerregen

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Über das Buch:
Alis Rivers hat endlich so etwas wie Glück gefunden. Ihr Job bei der südwalisischen Küstenwache in Tenby erfüllt sie, und der gut aussehende, zuverlässige Matthew gibt ihrem Leben Beständigkeit. Doch als sie auf die ungeliebte Pferdefarm ihrer Familie zurückkehrt, um ihre kranke Mutter zu unterstützen, muss sie sich den Schatten ihrer Vergangenheit stellen. Das Letzte, was sie da braucht, ist ein unverschämter, attraktiver Tierarzt, der sie völlig durcheinanderbringt. Doch Evan wurde einst von Alis mit dem Rettungsboot aus dem Meer gefischt – er verdankt ihr sein Leben. Und nun ist es an der Zeit, ihres zu retten … (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Über die Autorin:
Ella Simon wuchs in einer Kleinstadt in der Steiermark auf. Nach der Matura an der Handelsakademie arbeitete sie als Studentenbetreuerin in einem internationalen College für Tourismus, ehe sie eine Familie gründete und ihre Leidenschaft, das Schreiben, zum Beruf machte. Ihre Liebe zu Wales arbeitete sie bereits in ihre historischen Romane ein, die sie mit großem Erfolg unter ihrem Klarnamen Sabrina Qunaj veröffentlicht. (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Meine Meinung:
Sabrina Qunaj kann auch anders😉 Erstmals wagt sich die Autorin in ein neues Genres und dieser Ausflug ist ihr geglückt. Auf der Suche nach geeigneter Sommerlektüre, stieß ich auf ihren Roman, ich hatte die Hoffnung, dass mir dieses Buch genauso gut gefallen würde wie ihre historischen Romane und ich wurde nicht enttäuscht.
Das Cover finde ich ist ein echter Hingucker, da hat man sofort die Gedanken bei Urlaub, Sommer und Meer. Auch wenn die Autorin uns in diesem Buch lehrt, dass der walisische Sommer etwas anders ist, als in Mitteleuropa.😉
Ein Liebesroman wie ich ihn mag, nicht zu kitschig, eine kleine Prise Humor und auch ein paar ernste Töne. Als romantisch würde ich den Roman jetzt nicht unbedingt bezeichnen, aber das ist sicherlich Geschmacksache, da empfindet jeder anders.
Herausragend waren für mich mal wieder die Figuren, ich weiß nicht wie die Autorin es schafft, aber sie erweckt ihre Protagonisten zum Leben, sie sind so authentisch und echt, wie man sie sich nur als Leser wünschen kann. Mir hat es unglaublich viel Spaß gemacht diese facettenreichen Figuren begleiten zu können.
Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt sehr flüssig und äußerst angenehm zu lesen, wenn ich mich wohl nicht zu einer Pause gezwungen hätte, wäre das Buch an einem Tag ausgelesen gewesen. Weiterlesen

Daniel Wolf, Das Gold des Meeres

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Über das Buch:
Varennes-Saint-Jacques 1260: Die Gebrüder Fleury könnten verschiedener nicht sein. Während Michel das legendäre kaufmännische Talent seines Großvaters geerbt hat und das Handelsimperium der Familie ausbaut, träumt Balian von Ruhm und Ehre auf dem Schlachtfeld. Doch das Schicksal hat andere Pläne mit ihm. Nach dem Tod seines Bruders muss Balian die Geschäfte plötzlich allein führen. Es kommt, wie es kommen muss: Bald steht die Familie vor dem Ruin. Balian sieht nur noch eine Chance: Eine waghalsige Handelsfahrt soll ihn retten. Das Abenteuer führt ihn und seine Schwester Blanche bis ans Ende der bekannten Welt – und einer seiner Gefährten ist ein Mörder … (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Über den Autor:

Daniel Wolf ist das Pseudonym von Christoph Lode. Der 1977 geborene Schriftsteller arbeitete zunächst u.a. als Musiklehrer, in einer Chemiefabrik und in einer psychiatrischen Klinik, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Mit den historischen Romanen „Das Salz der Erde“ und „Das Licht der Welt“ gelang ihm der Sprung auf die Bestsellerlisten. Er lebt mit seiner Frau und zwei Katzen in Speyer. (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Meine Meinung:

Nach „Das Salz der Erde“, „Das Licht der Welt“ und der E-Only-Geschichte „Der Vasall des Königs“ der neue Bestseller von Daniel Wolf. Nicht nur optisch reiht sich dieses Buch in die Reihe seiner Vorgänger ein, auch inhaltlich kann Daniel Wolf wieder auf ganzer Linie überzeugen. Das Cover ist wieder in der alt bekannten Manier gehalten und das finde ich sehr gut.
Ein Stammbaum der Familie Fleury (Klappbroschur vorne), eine Landkarte (Klappbroschur hinten), ein Personenregister, ein Nachwort sowie Glossar runden für mich die perfekte Aufmachung des Buches ab. So würde ich mir das Zusatzmaterial für jeden historischen Roman wünschen, denn hier eignet man sich noch Wissen an.
Die Geschichte von Balian und Blanche steht der Story’s um Michel und Remy um nichts nach. Das Buch überzeugt wieder mit einer authentischen Darstellung. Als Leser hat man einfach das Gefühl, „Ja, genau so könnte es gewesen sein.“. Man taucht ein in eine faszinierende Welt, voller Abenteuer und Gefahren. Die Handelsreise die Balian und seine Zwillingsschwester Blanche antreten ist ein einzig großes Abenteuer: die Tücken der damaligen Handelsabkommen und Schuldübertragungen, der Welt der Ritter und Piraten oder einfach die Hinterhältigkeit und Gier der anderen Kaufleute, machen es Balian und Blanche schwer ihr Ziel zu erreichen. Weiterlesen

Mac P. Lorne, Der Pirat – Ein Francis-Drake-Roman

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Über das Buch:
Er war ein Abenteurer, Weltumsegler, Raubritter der Meere und Spaniens größter Alptraum: Francis Drake, Pirat Ihrer Majestät Königin Elisabeth I., 1581 zum Ritter geschlagen. Mac P. Lorne lässt neben dem Mythos auch den Menschen Drake lebendig werden, den engagierten Bürgermeister und betrogenen Ehemann, der Frauen gegenüber eher schüchtern gewesen sein soll. Und er lässt uns mit hinaus segeln aufs ungezähmte, freie Meer, Spione befreien, Santo Domingo erobern und schließlich die Spanische Armada mit neuartigen Kanonen in ihr nasses Grab versenken. Hei-ho, Piraten, Leinen los und Kurs auf den Horizont! (Quelle: http://www.droemer-knaur.de)

Über den Autor:
Mac P. Lorne wurde 1957 geboren. Aufgewachsen in der DDR, studierte er aus politischen Gründen statt Geschichte und Literatur dann doch lieber Veterinärmedizin und später Pferdezucht und –sport. Im Frühjahr 1988 gelang ihm die Flucht in die Bundesrepublik.
Gemeinsam mit seiner Ehefrau und Tochter baute er einen Reit-und Zuchtbetrieb in Bayern auf, aus dem sich auch Olympiareiter ihren Nachwuchs sicherten.
Heute lebt er zu Füßen einer mittelalterlichen Burg in einem der größten Waldgebiete Europas.
Er ist Co-Autor mehrerer Fach- und Sachbücher aus den Gebieten Veterinärmedizin und Pferdezucht und hat zahlreiche Artikel zur Berufsausbildung, Reitlehre etc. verfasst, die große Beachtung fanden. „Das Herz des Löwen“, erschienen 2011, war sein erster historischer Roman und gleichzeitig der Beginn einer Trilogie, dem „Das Blut des Löwen“ sowie „Die Pranken des Löwen“ folgten.
Englische Geschichte ist die große Leidenschaft des Autors. (Quelle: http://www.droemer-knaur.de)

Meine Meinung:
Nachdem bereits im „Palast der Meere“ von Rebecca Gablé Francis Drake einen Auftritt hatte, war ich neugierig auf diese historische Person und ich habe es keine Sekunde bereut zu diesem Buch gegriffen zu haben.
Das Cover allein ist schon der Hammer, stilvoll und schlicht und dennoch sagt es so viel aus, ein großes Kompliment an die Grafiker. Die Aufmachung des Buches und auch der Aufbau (Personenverzeichnis, Glossar, Zeittafel und Anmerkungen des Autors) ist einfach toll, da hat man ein wahres Schmuckstück in der Hand. Aber nicht nur die „Verpackung“ stimmt, sondern auch der Inhalt!
Mac P. Lorne hat einen spannenden und unterhaltsamen Roman geschrieben, der nicht nur das Herz von Piraten-Fans höher schlagen lässt, sondern auch den Leser historischer Romane in seinen Bann zieht. Man taucht ein in eine ganz andere Welt und kann alles um sich herum vergessen, so ging es zumindest mir, wenn ich mit diesem Buch unterwegs war, da musste ich echt aufpassen nicht meine Haltestelle zu verpassen. Weiterlesen

Maria W. Peter, Die Küste der Freiheit

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Über das Buch:
1775: Als ihr geliebter Lorenz mit seinem Regiment nach Amerika in den Krieg geschickt wird, ist Anna zutiefst verzweifelt. So verzweifelt, dass sie sich als Schuldmagd in die amerikanischen Kolonien verkauft. Bald schon findet sie sich mit zahlreichen anderen Auswanderern auf einem Schiff in die Neue Welt wieder. Doch der Weg in die Freiheit und zur Liebe ist weit … (Quelle: http://www.luebbe.de)

Über die Autorin:
Maria W. Peter ist seit Langem von Amerika begeistert. Während ihres Studiums der Amerikanistik und Anglistik war sie Mitglied eines amerikanischen Chors auf dem Militärstützpunkt in Kaiserslautern und pflegte intensive Kontakte zu amerikanischen Familien. Später lebte sie in Columbia, Missouri, wo sie als Fulbright-Stipendiatin die School of Journalism besuchte. Dort erlag sie endgültig der Faszination amerikanischer Kultur und Geschichte. Schon zu Studienzeiten arbeitete Maria W. Peter als Journalistin. Heute ist sie als freie Autorin tätig und pendelt zwischen dem Rheinland und dem Saarland. (Quelle: http://www.luebbe.de)

Meine Meinung:
Mir hat der Roman von Maria W. Peter sehr gut gefallen. Er ist ein regelrechter Schmöker, den man einmal begonnen, am liebsten nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Das Cover trifft leider nicht so ganz meinen Geschmack, für mich definitiv zu viel rosa/pink/lila, aber das ist ja Geschmacksache😉
Die Story an sich hat mich aber vollends überzeugt, ich habe mit Anna und Lorenz gebangt, geweint, gelitten und gehofft. Eine wahre Gefühlsachterbahn, die den Leser mitnimmt und ihn so schnell nicht wieder los lässt. Als sehr interessant habe ich die Einblicke in die Täufer- und Mennoniten-Gemeinde empfunden, ebenso wie die historischen Fakten der Schlachten zu den amerikanischen Unabhängigkeitskriegen. Zu diesem Thema hatte ich noch nichts gelesen und habe hier somit auch sehr viel gelernt. Maria W. Peter hat für ihren Roman eine aufwändige Recherche betrieben, die man dem Buch auch anmerkt. Dennoch werden die Fakten nicht losgelöst vom Roman aufgezählt, vielmehr sind sie eingeflossen in die Geschichte und mit ihr verschmolzen. Weiterlesen

Luis Sellano, Portugiesisches Erbe

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Über das Buch:
Henrik Falkner weiß kaum, wie ihm geschieht, als er die malerischen Altstadtgassen von Lissabon betritt. Der ehemalige Polizist soll ein geheimnisvolles Erbe antreten: Sein Onkel hat ihm ein Haus samt Antiquitätengeschäft vermacht. Während Henrik mehr und mehr in den Bann der pulsierenden Stadt am Tejo gerät, entdeckt er, dass sein Onkel offenbar über Jahre hinweg Gegenstände gesammelt hat, die mit ungelösten Verbrechen in Verbindung stehen. Und kaum hat Henrik seine ersten Pastéis de Nata genossen, versucht man, ihn umzubringen. Henrik stürzt sich in einen Fall, der sein Leben verändern wird. (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Über den Autor:
Luis Sellano ist das Pseudonym eines deutschen Autors. Auch wenn Stockfisch bislang nicht als seine Leibspeise gilt, liebt Luis Sellano Pastéis de Nata und den Vinho Verde umso mehr. Schon sein erster Besuch in Lissabon entfachte seine große Liebe für die Stadt am Tejo. Luis Sellano lebt mit seiner Familie in Süddeutschland. Regelmäßig zieht es ihn auf die geliebte Iberische Halbinsel, um Land und Leute zu genießen und sich kulinarisch verwöhnen zu lassen. (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Meine Meinung:
Mir hat der erste Fall von Henrik sehr gut gefallen, ich mag diese Art von Krimi, der auch das Flair und die Lebensart einer Stadt verbreitet.
Das Cover ist sehr einladend, obwohl der Himmel dunkel ist und man das Unheil förmlich spüren kann. Trotzdem finde ich es sehr gut gemacht, da auch die Farben Gelb und Rot vertreten sind, wirkt es weniger bedrohlich.
Das „Erbe“ das Henriks Onkel ihm hinterlässt ist ziemlich kniffelig, aber der Autor schafft es auf eindrucksvolle Weise eine Schnitzeljagd zu inszenieren, obwohl der „Fuchs“ schon tot ist. Dennoch ist Henriks Spürsinn als ehemaliger Polizist alarmiert und er macht sich auf die Suche nach dem, was sein Onkel ihm neben dem Antiquariat noch hinterlassen hat.
Henrik sticht bei seinen Nachforschungen förmlich in ein Wespennest und muss schon bald um sein Leben fürchten, ebenso wie alle, die etwas von dem Vermächtnis wissen könnten. Er lernt Menschen kennen, die auf den ersten Blick nicht das sind, was sie zu sein scheinen.
Der Krimi ist gut geschrieben, die Spannungsbögen sind gut platziert. Besonders haben mir die Beschreibungen der Stadt Lissabon gefallen. Vor dem Auge des Lesers entsteht regelrecht die Stadt am Tejo und man hat das Gefühl den Wind zu hören und das Meer riechen zu können. Schade finde ich, dass das eBook leider keine Karten zur Orientierung hat, wer es also genau wissen will sollte zur Klappbroschur greifen oder man muss das Internet oder Landkarten bemühen.
Mir wurde es zu keiner Zeit langweilig, der Roman lies sich sehr gut lesen und man hatte nie das Gefühl jetzt kommt aber ein Durchhänger, oder hier zieht es sich jetzt aber etwas. Weiterlesen

Annette Hennig, Floras Traum vom roten Oleander (Bd. 1)

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Über das Buch:
Im Frühjahr 1939 träumt die 19-jährige Flora Hoffmann von einem besseren Leben. Mit fünf Schwestern in einfachen Verhältnissen aufgewachsen, ist der Alltag der Familie in der ländlichen Idylle der Insel Rügen von Arbeit und Entbehrungen geprägt. Doch Flora sehnt sich nach Reichtum und Macht, eben jener Art von Wohlstand, die sie in ihrer Stellung als Hausmädchen täglich erlebt. Bald schon kennt die junge Frau nur noch ein Ziel. Den Weg dorthin verfolgt sie mit aller Kraft und trifft dabei Entscheidungen, die nicht nur ihr Leben für immer verändern. Fünfzig Jahre später kehrt Gräfin Flora von Langenberg zum ersten Mal in den kleinen Badeort an der Ostseeküste zurück, an dem alles begann. Seinem letzten Wunsch entsprechend trägt sie ihren verstorbenen Mann in heimatlicher Erde zu Grabe. Noch einmal streift die Gräfin durch die alte Villa, der einst ihre ganze Sehnsucht galt. Einsam und zugleich entschlossen beginnt die fast Siebzigjährige eine Reise in die Vergangenheit, die ihr weit weniger Hoffnung als Schmerz bereit zu halten scheint. Doch auch dieses Mal geht sie unbeirrt ihren Weg. Wird Flora letztlich finden was sie längst verloren glaubte? (Quelle: http://www.annettehennig.de)

Über die Autorin:
Annette Hennig ist eine deutsche Autorin. Sie lebt mit ihrem Mann in einem kleinen Ort in Thüringen.
Sie erlernte den Beruf einer Bürokauffrau, studierte danach Betriebswirtschaft und arbeitete viele Jahre im erlernten Beruf. Seit nunmehr zwanzig Jahren geht sie einer selbständigen Tätigkeit nach, welche ihr Freiraum für das Schreiben lässt. In ihrer Freizeit verreist sie gern, liest viel und liebt es im Garten zu entspannen. Hier findet sie Ruhe und Muße für neue Romanideen. Ihr Debütroman „Agnes Geheimnis“ ist der Auftakt zu der Trilogie „Und immer war es Liebe“. Mehr über die Autorin und ihre Bücher auch auf: http://www.annettehennig.de (Quelle: http://www.amazon.de)

Meine Meinung:
„Floras Traum vom roten Oleander“ ist der Auftakt zu einer wunderschönen und spannenden Familiensaga, die mich sowohl zum Schmunzeln gebracht, als auch in einigen Teilen nachdenklich gestimmt hat.
Flora hat es mir nicht leicht gemacht. Sie ist für mich definitiv keine Person, die ich sofort ins Herz geschlossen habe, sie ist eher die Sorte junges Mädchen, dass ich am liebsten schütteln möchte, damit sie zur Vernunft kommt. Flora ist als junge Frau immer nur auf ihren eigenen Profit aus, ihre Ziele sind hoch, sehr hoch. Sie setzt alles ein, diese Ziele zu erreichen, vor fast nichts schreckt sie zurück. Sie will aus den ärmlichen Verhältnissen zur Gräfin aufsteigen und dafür ist ihr jedes Mittel recht.
Der „alten“ Flora bin ich ein wenig gnädiger gestimmt, sie kehrt an den Ort zurück wo einst alles angefangen hat. Mitleid hatte ich vor allen Dingen mit ihrer Tochter und ihrem Schwiegersohn, die verzweifelt nach ihrem Kind suchen, Hilfe erfahren sie von dem ehemaligen Kindermädchen und gemeinsam machen sie sich auf, die Vergangenheit zu bewältigen.
Genau diese Figuren haben es mir angetan, sie sind so lebensnah und echt. Sie haben Ecken und Kanten und können nicht so einfach in „gut“ und „böse“ eingeteilt werden. Weiterlesen

Hannah Woods, So würde ich dich lieben

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Quelle: http://www.randomhouse.de Broschiert: 384 Seiten Verlag: Diana Verlag (25. April 2016) Sprache: Deutsch ISBN-13: 978-3453291720

Über das Buch:

New York 1917: Hensley ist eine begabte junge Frau, die sich ein modernes Leben wünscht. Doch der Krieg macht all ihre Träume zunichte, und sie muss ihrem Vater ins einsame New Mexico folgen. Unglücklich flüchtet sie sich in eine Brieffreundschaft mit einem amerikanischen Arzt an der französischen Front. Und obwohl Hensley und Charles ein Ozean trennt, sind sie einander der einzige Halt. Sie wissen, dass sie zusammengehören, doch alles steht gegen ihre Liebe … (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Über die Autorin:

Hannah Woods ist das Pseudonym einer mehrfach ausgezeichneten Autorin. Sie lebt mit ihrem Ehemann und ihren Kindern in New Mexico. Zu diesem Roman inspirierte sie die Geschichte ihrer Großeltern. (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Meine Meinung:

Zum ersten Mal in diesem Jahr habe ich ein Buch abgebrochen. Es tut mir sehr leid, da ich dieses Buch von der Verlagsgruppe Random House zur Verfügung gestellt bekam. Zwei Mal habe ich diesem Buch eine Chance gegeben, aber wir wurden leider einfach keine Freunde. Bei mir kam einfach kein Lesefluss auf, die relativ kurzen Kapitel laden eigentlich zu einem guten und flotten Lesetempo ein. Doch bei mir war es so, hatte ich mich an die eine Person und eine Setting gewöhnt, spielte das nächste Kapitel wieder woanders mit einer anderen Person. Leider fehlen nicht nur die Kapitelzählungen, sondern auch Ort und Zeitangaben über den Kapiteln, vielleicht hätte mir dies noch irgendwie geholfen. Schwierig waren für mich auch die Gedankensprünge und Zeitsprünge innerhalb einer Seite, die für mich nicht immer sofort ersichtlich waren, sodass ich wieder zurückblätterte und noch einmal ganz genau las. Vielleicht lag es an mir, ich weiß es leider nicht…

Die Geschichte an sich hört sich gut an und es gibt ja auch durchaus positive Stimmen zu diesem Buch, nur leider kann ich mich da nicht einreihen, denn auch nach über 100 Seiten ist der Funke nicht übergesprungen, da hilft leider auch ein wunderschönes Cover nichts.

Sorry ;-(

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