Kristin Hannah, Die Nachtigall

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Über das Buch:
Zwei Schwestern im von den Deutschen besetzten Frankreich: Während Vianne ums Überleben ihrer Familie kämpft, schließt sich die jüngere Isabelle der Résistance an und sucht die Freiheit auf dem Pfad der Nachtigall, einem geheimen Fluchtweg über die Pyrenäen. Doch wie weit darf man gehen, um zu überleben? Und wie kann man die schützen, die man liebt?
In diesem epischen, kraftvollen und zutiefst berührenden Roman erzählt Kristin Hannah die Geschichte zweier Frauen, die ihr Schicksal auf ganz eigene Weise meistern.
(Quelle: http://www.aufbau-verlag.de)


Über die Autorin:

Kristin Hannah, geboren 1960 in Südkalifornien, arbeitete als Anwältin, bevor sie zu schreiben begann. Heute ist sie eine internationale Top-Bestseller-Autorin und lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn im Pazifischen Nordwesten der USA und auf Hawaii. (Quelle: http://www.aufbau-verlag.de)

Meine Meinung:
Es gibt Bücher die gehen einem nicht mehr so schnell aus dem Kopf, die beschäftigen uns Leser auch dann noch, wenn wir das Buch längst zur Seite gelegt haben. Ein solches Buch war für mich „Die Nachtigall“ von Kristin Hannah. Teilweise musste ich das Buch auch während des Lesens aus der Hand legen, weil ich das gerade gelesen ein wenig sacken lassen musste.
Das Cover ist für mich der Hit, es ist sehr schlicht und elegant. Solche Cover finde ich immer um Längen besser, als solche, die vollkommen überladen sind.
Die Geschichte der zwei Schwestern, die während des zweiten Weltkrieges versuchen im besetzten Frankreich zu überleben, geht unter die Haut. Sowohl Isabelle als auch Vianne gehen ihren Weg, die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein und dennoch haben sie das gleiche Ziel. Es war für mich höchst interessant und lehrreich zugleich, etwas über die Zeit der Nazi-Besatzung in Frankreich zu erfahren. Ein Thema was zu meiner Schulzeit leider ausgeklammert wurde, über welches man aber meiner Meinung nach durchaus Bescheid wissen sollte.
Zu keiner Zeit habe ich mich gelangweilt, Kristin Hannah hat nicht nur einen lehrreichen, sondern auch spannenden und unterhaltsamen Roman geschrieben, denn auch die Liebe kommt in diesem Buch nicht zur kurz. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen, er ist bildhaft und lebendig. Die beschriebenen Szenen lösten bei mir Kopfkino pur aus. Die Fluchtroute durch Frankreich wird leidenschaftlich und einfühlsam geschildert, eine Karte im Buch dient der besseren Orientierung und hilft dem Leser sich in Frankreich zu Recht zu finden.
Der Roman ist stringent und logisch erzählt, ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl den Faden zu verlieren. Es wird nicht immer nur eine Seite der Medaille beleuchtet, sondern die Situationen werden von mehreren Seiten betrachtet. So wird der Roman auch aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt. Wir bekommen als Leser somit einen guten Eindruck von der Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonisten. Oft hatte ich bei den Schilderungen einen dicken Kloß im Hals, so echt war die Szene vor Augen, obwohl ich gemütlich im Garten saß und meilenweit weg war. Doch dieses Buch hat mich mitgenommen und in die Lage der Protagonisten katapultiert.
Bei dieser Story habe ich gehofft, gebangt, gelacht und geweint, eine Achterbahnfahrt der Gefühle beschert uns Kristin Hannah, ein Buch das ich mit Sicherheit nicht so schnell vergessen werde. Für mich ist es eines der besten Bücher, die ich in diesem Jahr gelesen habe und bekommt von mir daher eine ganz klare Leseempfehlung an alle. Denn dieser Roman hat eine große Leserschaft verdient, denn er gibt ein Zeugnis unsere Gesellschaft das niemals in Vergessenheit geraten darf.
Ich bedanke mich bei Rütten & Loening, sowie dem Aufbau-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und wünsche diesem unvergesslichen Buch viel Erfolg!

Doris Cramer, Die Perlen der Wüste

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Über das Buch:
Sarah, Mirijams und Miguels geliebte Tochter und hochbegabte Perlenstickerin, verliebt sich Hals über Kopf in einen blendend aussehenden italienischen Kapitän. Ihr Vater hält ihn für einen geeigneten Ehemann, Marino aber spielt ein zynisches Doppelspiel. Während Sarah an die wahre Liebe glaubt und sich ihrem Traummann hingibt, geht es dem in Wahrheit bankrotten Venezianer nur um das Purpurrezept ihrer Mutter. Als er überstürzt abreist, flieht Sarah aus dem Elternhaus und folgt ihm nach Venedig – und zwar auf dem gefährlichen Landweg, wo sie dem Berberfürsten Saïd in die Hände fällt … (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Über die Autorin:
Doris Cramer ist gelernte Buchhändlerin und leitete zuletzt 27 Jahre lang eine Gemeindebibliothek. Sie ist ein Bücherwurm durch und durch. Allein oder zu zweit unternimmt sie seit 1984 regelmäßige und ausgedehnte Reisen in Nordafrika und darüber hinaus, von Marokko bis nach Syrien, davon allein siebzehn Touren im äußersten Süden Marokkos. Die Landschaft, die Berberkultur und das alltägliche Leben in den Wüstenregionen Südmarokkos haben ihr ein spannendes Gegenkonzept zum Leben im übererschlossenen und –regulierten Deutschland gezeigt.
(Quelle: http://www.randomhouse.de)

Meine Meinung:
Auch der zweite Teil der Marokko-Saga hat mich wieder vollends in seinen Bann gezogen, wie schon Teil 1 „Das Leuchten der Purpurinseln“ lädt auch dieses Buch wieder zum Träumen ein und entführt uns in die atemberaubende Welt Afrikas.
Das Cover finde ich noch schöner, als das des ersten Teils. Wüste soweit das Auge blickt, dazu die Karawane. Als Leser weiß man sofort, worauf man sich einlässt und was einen erwartet.
In diesem Roman steht Sarah, die Tochter von Mirijam und Miguel im Mittelpunkt, es geht um ihr Leben und um ihren Weg. Sehr gut wird der Konflikt zwischen den Generationen dargestellt. Sarah ist unbedarft und ein klein wenig naiv, sie glaubt an die große Liebe und kennt noch nicht die Gefahren, die die Welt für sie bereithält. Aber im Laufe des Romans wird sie zu einer Frau, die das Leben kennen gelernt hat und die es hinter die Fassaden der Menschen blicken kann. Sie besinnt sich auf das was wirklich wichtig ist und was zählt im Leben.
Die Geschichte wird chronologisch aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, sodass auch die Örtlichkeiten in diesem Roman wechseln. Doris Cramer hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich wunderbar lesen lässt. Weiterlesen

Iona Grey, Als unsere Herzen fliegen lernten

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Über das Buch:
1943, London: In der Ruine einer zerbombten Kirche trifft der amerikanische Pilot Dan Rosinski die junge Engländerin Stella Thorne. Es ist der Beginn einer unaufhaltbaren, aber unmöglichen Liebe, denn Stella ist verheiratet, und Dans Chancen, den Krieg zu überleben, sind mehr als gering. In einer Zeit, in der alles ungewiss ist, schreiben sie sich Briefe, um an dem festzuhalten, woran sie glauben: ihre Liebe. Viele Jahrzehnte später rettet sich eine junge Frau in ein leerstehendes Haus in einem Londoner Vorort. Da erreicht sie ein Brief, der sie in die Geschichte einer Liebe hineinzieht, die ein halbes Jahrhundert überlebt hat … (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Über die Autorin:
Iona Grey studierte Englische Sprache und Literatur an der Manchester University. Ihre Begeisterung für Geschichte und ihr großes Interesse an Frauenschicksalen des 20. Jahrhunderts brachten sie dazu, ihren Roman Als unsere Herzen fliegen lernten zu schreiben. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren Töchtern im Nordwesten Englands auf dem Land. (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Meine Meinung:

Zuerst hatte ich mich in dieses schöne Cover verliebt, ich finde es unglaublich gelungen. Als ich dann den Klappentext gelesen hatte, wusste ich, dieses Buch wollte ich lesen. Viele Leserinnen berichteten voll Begeisterung von diesem Buch und dem kann ich mich uneingeschränkt anschließen, die Geschichte um Dan und Stella, aber auch die um Jess und Will hat mich berührt.
Die Geschichte von Dan und Stella spielt 1943, die von Jess und Will 2011, zu jedem Zeitpunkt ist dem Leser bewusst, wo er sich befindet und um wen es in dem folgenden Abschnitt geht. Zuerst habe ich die Abschnitte über Stella und Dan lieber gelesen, aber in Laufe des Romans verschmelzen diese beiden Erzählstränge immer mehr miteinander und Jess und Will wuchsen mir auch ans Herz. In diesem Roman geht es um die Liebe, um die einzig wahre große Liebe des Lebens, die die nicht vergeht und allen Stürmen des Lebens trotz, die die bleibt, wenn alles im Leben zusammenbricht.
Man erfährt aber auch einiges über die Zeit in England während des 2. Weltkrieges, die Lebensmittelrationierungen, die amerikanischen Soldaten, die in Großbritannien stationiert waren, um gemeinsam mit ihren Kollegen Luftangriffe auf deutsche Städte zu fliegen und nicht zuletzt die Meinung und Stimmung in der britischen Bevölkerung bzgl. der aktuellen politischen Lage.
Iona Grey hat einen sehr angenehmen Schreibstil, ich konnte wenn ich einmal angefangen hatte kaum mit dem Lesen aufhören, so fesselte mich diese Geschichte. Zu keinem Zeitpunkt kam mir die Geschichte kitschig oder überladen vor, sie war genau wohl dosiert, so wie man es sich im Leben auch wünscht. Weiterlesen

Petra Schier, Vergeltung im Münzhaus

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Über das Buch:
Köln 1408: Im Haus des Münzwechslers Henns Birboim wird ein Toter aufgefunden – brutal erstochen. Ein Knecht beschuldigt die junge Hebamme Clara des Mordes an ihrem Vater. Offenbar ein Racheakt: Der Tote hatte das Mädchen einst an ein Hurenhaus verpfändet, um seine Schulden zu begleichen.
Im Kerkerturm wird Clara bald ein zweiter Mord zur Last gelegt. Apothekerin Adelina setzt mit ihrer Tochter Griet alles daran, dem unglücklichen Mädchen zu helfen. Unterstützung erhalten sie dabei aus einer Richtung, aus der sie es nie für möglich gehalten hätten … (Quelle: http://www.rowohlt.de)

Über die Autorin:
Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit ihrem Mann und einem Schäferhund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur und arbeitet seit 2003 als freie Lektorin und Autorin. (Quelle: http://www.rowhlt.de)

Meine Meinung:
Auch dieser Teil der Adelina-Saga konnte mich wieder voll und ganz überzeugen. Petra Schier schafft es in fast unverwechselbarer Manier eine Atmosphäre und ein Flair zu kreieren, wie kaum ein Autor.
Auch wenn es in diesem Buch weniger um den Kriminalfall, sondern um Griet, Adelina und Neklas Tochter geht, bleibt dieses Buch dennoch bis zum letzten Kapitel spannend.

Das Cover passt nahtlos in die Reihe seiner Vorgänger. Es hat somit einen enorm hohen Wiedererkennungswert, was ich als Fan dieser Reihe sehr begrüße.

Clara, eine gute Freundin von Griet und ihres Zeichens Hebamme, wird verdächtigt ihren Vater aus Rache ermordet zu haben. Doch Adelina und Griet glauben an die Unschuld der jungen Frau und stoßen bei ihren Nachforschungen auf einige Ungereimtheiten. Hilfe bekommen sie von dem Hauptmann der Kölner Stadtsoldaten und zukünftigen Gewaltrichter Cristan Reese. Doch Cristian verfolg auch noch ein anderes Ziel, er hat sich in Griet verliebt und tut alles dafür, die Gunst der jungen Frau zu erwerben.

Griet hat wie die Fans dieser Reihe wissen, eine schwierige Vergangenheit und Petra Schier schildert sehr eindrucksvoll, die Ängste und innere Zerrissenheit von Adelinas Tochter. Aber auch alle anderen liebgewonnenen Figuren, wie Vitus, Tillmann, Mira oder Katharina und Lucardis treffen wir Leser wieder. Es ist wieder wie ein Stückchen nach Hause kommen und genießen. Tierischen Familienzuwachs gibt es in dieser Folge auch, was mich sehr gefreut hat, Bär und Zausel haben nicht nur Griet ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, sondern auch mir.
Die Figuren sind in alter Manier liebevoll und überzeugend gezeichnet. Sie sind zu liebgewonnenen Familienmitgliedern geworden, mit denen man gerne am Küchentisch sitzt und über den Alltag plaudert. Weiterlesen

Benjamin Monferat, Der Turm der Welt

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Über das Buch:
Oktober 1889: Die Pariser Weltausstellung geht dem Ende zu. Millionen von Menschen strömen in die Lichterstadt, um Zeuge des Spektakels zu werden. Die brisante internationale Lage scheint für einen Augenblick vergessen. Und doch würde gerade hier, im bunten Gewimmel der Nationen und Interessen, ein Funke genügen, um das Pulverfass zur Explosion zu bringen. Ausgerechnet da werden zwei Ermittler des französischen Geheimdienstes tot aufgefunden – sie waren einer Verschwörung auf der Spur.
Was niemand weiß: Die Zukunft Europas ist mit dem Schicksal einiger Besucher der Ausstellung eng verknüpft: Eine französische Adelige – Königin der Pariser Salons – fürchtet um ihr Geheimnis: dessen Enttarnung würde weit mehr als nur einen gesellschaftlichen Skandal bedeuten. Ein deutscher Offizier, unterwegs in einer sehr persönlichen Agenda, wird zum Spielball der Großmächte. Ein junger Fotograf schließt einen folgenschweren Pakt, um das Herz seiner großen Liebe zu gewinnen. Ist die bildschöne Kurtisane in Wahrheit eine Spionin?
Schließlich versammelt sich alles, was Rang und Namen hat, an der Spitze des Eiffelturms, um das Abschlussfeuerwerk zu bestaunen. Wann wäre der Zeitpunkt für einen Anschlag besser gewählt, um die Welt im Chaos versinken zu lassen? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt: zu Lande, zu Wasser – und in der Luft … (Quelle: http://www.rowohlt.de)

Über den Autor:
Benjamin Monferat ist ein Pseudonym, hinter dem sich der deutsche Autor Stephan M. Rother verbirgt. Als Schriftsteller und Historiker hat er sich ganz der Geschichte verschrieben – in all ihren Bedeutungen. Neben einem Kleinbahnhof an der innerdeutschen Grenze aufgewachsen, gehört das Schnaufen historischer Dampflokomotiven zu seinen ältesten Erinnerungen. Die Lebensgeschichte seines Großvaters, der im Dritten Reich am Bau luxuriöser Salonwagen beteiligt war und gleichzeitig tätigen Widerstand gegen das Regime übte, war einer der Impulse, aus denen heraus «Welt in Flammen» entstand. (Quelle: http://www.rowohlt.de)

Meine Meinung:
Welch ein grandioses Buch, so spannend und doch brauchte ich einige Zeit bis ich mich mit ihm angefreundet hatte.
Nach „Welt in Flammen“ legt Benjamin Monferat nach und auch diesmal konnte er mich überzeugen. Als ich das Buch in der Verlagsvorschau gesehen hatte, wanderte es sofort auf meinen Merkzettel, als ich dann auch noch freundlicher Weise vom Verlag ein Rezensionsexemplar bekam, jubelte ich innerlich, denn dieses Buch verprach so unglaublich viel Gutes. Allein schon das wunderschöne Cover lässt einen ins Schwärmen kommen. Es fängt meiner Meinung nach den Zauber dieser Stadt wundervoll ein und zeichnet eine gewisse Eleganz aus. Ein Stadtplan auf den Klappeninnenseiten mit den wichtigsten Schauplätzen ermöglicht es dem Leser sich besser in Paris zurecht zu finden und die Entfernungen der verschieden Örtlichkeiten einzuschätzen.
Nach der ausführlichen Inhaltsbeschreibung möchte ich zum Inhalt nichts mehr sagen, sondern nur meinen Eindruck von diesem Pageturner kundtun. Am Anfang hatte ich ein klein wenig Schwierigkeiten mit dem Schreibstil des Autors. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass es nicht so richtig „flutschte“, dass ich für eine Seite wesentlich länger zum Lesen brauchte als normal üblich. Jedes Wort war irgendwie so wichtig, jeder Satz so kunstvoll, dass ich ihn mir förmlich auf der Zunge zergehen lassen musste. Hier liest man ganz genau um nichts, aber auch gar nichts zu verpassen. Dies mag sicherlich nicht jedem liegen.
Was mich an diesem Buch so fasziniert hat waren die Figuren, die der Autor zum Leben erweckt hat. Protagonisten, die ich so schnell nicht vergessen werde, da sie ziemlich einzigartig sind. Zu Beginn ist einem als Leser nicht klar, wie das alles im Entferntesten zusammenhängen könnte. So viele unterschiedliche Männer und Frauen, an verschiedenen Orten in der Stadt, in unterschiedlichen Positionen, mit einer anderen Stellung in der Gesellschaft und doch scheinen sie alle mit dem finalen Höhepunkt etwas zu tun zu haben, denn sonst würde der Autor ihnen kaum gestatten in dem Roman aufzutauchen, oder? Weiterlesen

Sabrina Qunaj, Das Blut der Rebellin (Ein Geraldines-Roman; 2)

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Über das Buch:
Wales im 12. Jahrhundert: Während in England ein Bürgerkrieg tobt, rebellieren die Waliser unermüdlich gegen die neuen Machthaber. Um die Position der Normannen zu stärken, soll die junge Isabel, Tochter des mächtigen Geraldine-Geschlechts, den grausamen Sheriff von Pembroke heiraten. Doch am Vorabend der Hochzeit greifen die Rebellen an. Isabel kann fliehen und wird bald selbst zur Freiheitskämpferin. Der Sheriff hat seine Braut allerdings nicht vergessen und beauftragt den walisischen Prinzen Ralph le Walleys, sie zurückzuholen. Als die beiden sich ineinander verlieben, stehen sie plötzlich im Zentrum eines Krieges, in dem sie sich für eine Seite entscheiden müssen. (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Über die Autorin:
Sabrina Qunaj wurde im November 1986 geboren und wuchs in einer Kleinstadt der Steiermark auf. Nach der Matura an der Handelsakademie arbeitete sie als Studentenbetreuerin in einem internationalen College für Tourismus, ehe sie eine Familie gründete und das Schreiben zum Beruf machte. Sabrina Qunaj lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Steiermark. (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Meine Meinung:
Nach Nesta ist es nun Isabel, die wir begleiten dürfen und was soll ich sagen, die Enkelin steht der Großmutter in nichts nach. Eigentlich muss ich gestehen, dass mir Isabel noch besser gefällt als Nesta, für mich ist sie die fast beeindruckendere Persönlichkeit.
Das Cover hat einen hohen Wiedererkennungswert zum ersten Teil und ist diesmal auch wieder sehr schlicht gehalten. Wie schon im ersten Band der Geraldine-Saga breitet Sabrina Qunaj Wales vor uns aus. Wenn man die Beschreibungen liest, hat man das alte, ursprüngliche Wales vor Augen, man schleicht gemeinsam mit den Rebellen durch die Wälder und geht an klaren Flussläufen vorbei.
Die Zeichnung der Figuren hat mir wieder außerordentlich gut gefallen, Isabel ist für mich eine Protagonisten wie ich sie mir wünsche. Mit ihr würde ich gerne mal einen Kaffee trinken gehen und einfach nur quatschen, denn sie ist eine Persönlichkeit und nicht austauschbar.
Aber auch die politische Entwicklung beschreibt Sabrina Qunaj ganz genau, der Kampf von Nordwales gegen Südwales und dann ist da ja auch der gemeinsame Feind, die Normannen, die von Wales Besitz ergreifen wollen. Damit es dem Leser einfacher fällt sich zu orientieren, bietet das Buch neben einer Landkarte, auch einen Stammbaum und ein Personenregister; ein Nachwort und ein Glossar runden den positiven Eindruck des Buches aufgrund der Formalia ab. Weiterlesen

Petra Mattfeldt, Tod und Spiele

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Über das Buch:

Der Profiler ermittelt  »Every breath you take.« Mitten in der Nacht weckt sie die leise Melodie. Erst einige Momente später begreift sie, dass die Musik aus ihrem Wohnzimmer kommt. Panik ergreift sie und sofort ist ihr klar: Er ist wieder da! Sie eilt hinüber zum Kinderzimmer. Ihr einjähriger Sohn liegt friedlich schlafend in seinem Bett. Doch ihre Erleichterung währt nur kurz, denn auf dem Bäuchlein des Kindes liegt ein Zettel: »Wann immer ich es will!« (Quelle: http://www.gmeiner-verlag.de)

Über die Autorin:

Petra Mattfeldt lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Kindern in der Nähe von Bremen. Sie arbeitet als freie Journalistin und hat unter dem Pseudonym Caren Benedikt bereits mehrere historische Romane veröffentlicht. Mit »Sekundentod«, dem ersten Fall des Profilers Falko Cornelsen, ist ihr der erfolgreiche Sprung ins Krimigenre gelungen. (Quelle: http://www.gmeiner-verlag.de)

Meine Meinung:

Der zweite Fall von Falko Cornelsen hat es in sich, 300 Seiten gebannte Spannung und menschliche Abgründe die man zu Anfang kaum erahnen kann.

Von Petra Mattfeldt aka Caren Benedikt habe ich schon einige historische Romane gelesen, sodass ich neugierig auf einen Krimi aus der Feder der Autorin war. Petra Mattfeldt zeigt hier eine ganz andere Seite, die Kimi- und Thriller-Fans freuen wird.

Das Cover mit der Sanduhr zeigt deutlich, dass es in diesem Roman um einen Wettlauf mit der Zeit geht. Die Spannung ist förmlich zu spüren und was das Cover verspricht, dass hält das Buch.

Dieses Buch habe ich quasi an einem Tag ausgelesen, denn es war super spannend und mir hat es mehr als einmal Gänsehaut beschert. Besonders gefallen hat mir die Figur des Falko Cornelsen, er hat eine Aura, der ich mich nicht entziehen konnte. Er ist eine vielschichtige Figur, die man als Leser nicht sofort einzuschätzen weiß. Leider habe ich bisher noch nicht den ersten Teil gelesen (dies werde ich aber sicher nachholen), sodass ich nichts zu seiner Entwicklung sagen kann.

Was mir an diesem Krimi gut gefallen hat, war die Spannung, denn diese blieb konstant hoch und durch die verschiedenen Perspektivwechsel hatte man einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Schauplätze. Zu Beginn hat der Leser nicht unbedingt eine Ahnung, wie die Ereignisse alle zusammen hängen, doch im Fortlauf der Geschichte setzt sich das Puzzle zusammen. Weiterlesen

Brigitte Glaser, Bühlerhöhe

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Über das Buch:

Rosa Silbermann wird 1952 mit einem geheimen Auftrag in das Nobelhotel Bühlerhöhe geschickt. Die in den 1930ern aus Köln nach Palästina emigrierte Jüdin arbeitet für den israelischen Geheimdienst. Ihre Gegenspielerin ist die misstrauische Hausdame Sophie Reisacher. Die musste 1945 das Elsass verlassen und sucht ihre Chance zum gesellschaftlichen Aufstieg. Beide haben erlebt, was es heißt, wenn ein ganzes Land neu beginnen will. Keine von ihnen vertraut der beschaulichen´Landschaft des Schwarzwalds. Und beide wissen von einem geplanten Attentat auf Bundeskanzler Adenauer, wobei jede ihre eigenen Pläne verfolgt. Zwei Frauen in einer Männerwelt, in der es um Macht, Geschäfte und alte Seilschaften geht – und irgendwann um Leben und Tod. (Quelle: www. ullsteinbuchverlage.de)

Über die Autorin:

Geboren 1955 in Offenburg. 1974 Abitur in Achern. 1975-1980 Studium der Diplom-Sozialpädagogik in Freiburg. 1980 Wechsel nach Köln. Dort Arbeit in der offenen Jugendarbeit, im Medienbereich und in der Erwachsenbildung. 1996 erscheint mit „Kölsch für eine Leiche“ der erste Krimi, 2001-2008 „Tatort Veedel – Orlando & List ermitteln“ eine Kurzkrimi-Serie im Kölner Stadtanzeiger, 2003 mit „Leichenschmaus“, der erste Katharina-Schweitzer-Krimi, 2010 mit „Schreckschüsse“, das erste Jugendbuch, 2016 mit „Bühlerhöhe“ erster Roman.

Seit 2008 freie Schriftstellerin in Köln. (Quelle:  http://brigitteglaser.de/biografie.html)

Meine Meinung:

Dies war mein erstes Buch von Brigitte Glaser. Zu Beginn des Buches wusste ich nicht so recht, wo die Autorin mit mir als Leser hin wollte, doch am Ende hat mich die Autorin gefesselt und überzeugt.

Das Cover entspricht nicht dem Einerlei in den Buchhandlungen und Online-Shops; und das ist auch gut so, denn diese Buch hebt sich wohltuend von den anderen Büchern ab. Es ist definitiv kein Buch, welches man mal so nebenbei lesen kann. Lesen auf der Bahnfahrt? Fehlanzeige, da gab es doch zu viel was mich ablenkte, sodass ich dieses Buch zu Hause im stillen Kämmerlein gelesen habe. Ein Buch, das von seinem Leser volle Aufmerksamkeit fordert und ihn am Ende reich beschenkt.

Die Geschichte ist sehr gut konzipiert, Brigitte Glaser schafft es ein sehr feines Netz der Akteure und ihrer jeweiligen Vergangenheit zu weben. Rückblicke geben dem Leser einen tiefen Einblick in das Seelenleben der Protagonisten. Am Anfang kann das Buch unter Umständen etwas langatmig wirken, aber dies ist wohl bewusst so gewählt, denn viele Aktionen auf den ersten 100 Seiten geben der fortschreitenden Geschichte halt und ein stabiles Gerüst.

Die Protagonisten sind sehr glaubhaft geschildert, sie haben eine ganze Facette von Eigenschaften. Mir hat es unglaublich Spaß gemacht, hinter die Stirn der ein oder anderen Figur zu schauen. Bei einigen tun sich menschliche Abgründe auf, die zum Nachdenken anregen.

Zum Ende des Romans hin, beweist Brigitte Glaser, dass sie aus dem Krimi-Genre kommt, denn ich konnte das Buch zum Schluss nicht mehr aus der Hand legen, ich wollte unbedingt wissen, wie es denn nun endet. Weiterlesen

Teresa Simon, Die Holunderschwestern

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Über das Buch:
München 1918. Die junge Fanny – Franziska – sitzt im Zug nach München und will der Provinz entfliehen. Ihre sensible Zwillingsschwester Friederike musste sie zurücklassen. Als die reiche Witwe Dora mit ihren beiden Kindern zusteigt, ahnt Fanny noch nicht, dass ein tragisches Schicksal seinen Anfang nimmt. München 2015. Katharina erhält einen Brief aus London: In einem Archiv wurden Tagebücher ihrer Urgroßmutter Franziska gefunden. Katharina wird neugierig. Wie kommt es, dass die Aufzeichnungen ihrer Urgroßmutter, einer einfachen Köchin, in London verwahrt werden? (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Über die Autorin:
Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, und lässt sich immer wieder von stimmungsvollen historischen Schauplätzen inspirieren. (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Meine Meinung:
Nach „Die Frauen der Rosenvilla“ ist dies der zweite Roman aus der Feder von Teresa Simon und die Autorin hat mich so unglaublich gefesselt, sodass ich das Buch in zwei Tagen ausgelesen habe. Denn wir Leser bekommen einen wundervollen Roman geboten, der uns in seinen Bann zieht und süchtig macht.
Das Cover finde ich sehr hübsch, es hat etwas Romantisches und dennoch wirkt es nicht kitschig. Die Geschichte, die die Autorin uns präsentiert ist einfach fantastisch. Wer Familiengeheimnisse mag, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen. Eine Geschichte die insgesamt vier Generationen umfasst und durch die Zeiten geht, von 1918 (Fanny und Fritzi) bis 2015 (Katharina). Die zwei Zeitebenen werden geschickt durch die Tagebücher miteinanderverwoben und beide Erzählstränge bekommen ihren Raum, um sich entfalten zu können.
Was mir an dem Roman so unglaublich gut gefallen hat, war die Verbindung von Einzelschicksalen zu einer gesamten Einheit, die Verbindung zwischen Historie und Liebe in all ihren Facetten.
Die Protagonisten agieren als überzeugende Figuren in dem Roman, die Autorin erweckt sie zum Leben. Geschichte wird hier an den Protagonisten lebendig, denn sie werden wie selbstverständlich zu Akteuren in ihrer Zeit, aber auch zum Spielball der Macht. Weiterlesen

Ines Thorn, Die Walfängerin

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Über das Buch:
Sylt im 18. Jahrhundert: Die junge Maren lebt als Tochter eines Fischers in Rantum. Ihre Zukunft liegt klar vor ihr: Sie wird Thies Heinen heiraten, mit dem sie aufgewachsen ist. Doch plötzlich hält der mächtigste Mann der Insel um ihre Hand an: Kapitän Rune Boys. Maren wagt das Undenkbare. Sie lehnt ab. Als ihre Familie jedoch nach einem Sturm finanziell ruiniert ist, muss sie ausgerechnet Boys um Hilfe bitten. Er macht ihr einen ungeheuerlichen Vorschlag: Sie soll mit ihm auf Walfang gehen, danach seien alle Schulden beglichen. (Quelle: http://www.aufbau-verlag.de)

Über die Autorin:
Ines Thorn wurde 1964 in Leipzig geboren. Nach einer Lehre als Buchhändlerin studierte sie Germanistik, Slawistik und Kulturphilosophie. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Zuletzt erschienen ihre Romane »Das Mädchen mit den Teufelsaugen«, »Teufelsmond« und »Wolgatöchter«. (Quelle: http://www.aufbau-verlag.de)

Meine Meinung:
Mir hat der neue historische Roman von Ines Thorn gut gefallen. Er ist ein Liebesroman und ein Roman der den Weg einer Frau zu sich selbst beschreibt.
Das Cover vermittelt einen guten Eindruck, worum es in dem Roman geht. Es ist eher düster gehalten, den Wind in den Dünen kann man förmlich spüren, wenn man das Bild betrachtet. Es spiegelt die raue Landschaft sehr gut wieder.
Maren ist eine junge Frau, die ihren eigenen Weg gehen will, sie will das machen was sie möchte und damit auch den Mann heiraten den sie liebt. Doch die Umstände lassen dies nicht zu. Um ihre Familie vor dem Ruin zu retten, fährt Maren, als Küchenjunge mit dem Kapitän Rune auf Walfang.
Diese Fahrt ändert ihr Leben, sie ist danach nicht der Mensch, der sie vorher war.
Ines Thorn beschreibt sehr gut die Zerrissenheit der jungen Frau, wir bekommen als Leser einen sehr guten Einblick in ihr Seelenleben. Andere Figuren hingegen bleiben teilweise etwas blass und man kann sich auch nach Abschluss des Romans kein endgültiges Urteil erlauben. Weiterlesen