Anna Levin, Im Schatten des Flammenbaums

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Über das Buch:
Paris 1926. Louise Bernard ist Mechanikerin in einer Autowerkstatt. Trotz der Anfeindungen ihrer männlichen Kollegen gibt Louise nicht auf, denn sie hat einen Traum. Sie will nicht nur beweisen, dass sie mehr als »nur« eine Frau ist, sondern auch ihren Zwillingsbruder in seiner Tierauffangstation auf Madagaskar besuchen. Als der Autobauer ein Fahrzeug für die dort ansässige Mission spendet und sie bittet, den Transport zu beaufsichtigen, ist sie am Ziel ihrer Sehnsüchte: Endlich wird sie einen der letzten Urwälder sehen, mit seinen fremdartigen Tieren und betörenden Blumen. Louise ist überwältigt, doch bald wird die freiheitsliebende junge Frau nicht nur mit der Liebe konfrontiert, sondern auch mit dem Tod und einem dunklen Geheimnis … (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Über die Autorin:
Anna Levin schreibt Geschichten, seit sie denken kann. Bevor sie ihre Leidenschaft zum Beruf machte, war sie im medizinischen Bereich tätig. Seit vielen Jahren treiben sie ihre Neugier und Sehnsucht immer wieder in ferne Länder, wo sie sich besonders für andere Kulturen und deren prähistorische Vergangenheit interessiert. Außerdem schreibt sie unter einem anderen Pseudonym erfolgreich historische Romane. Sie lebt mit ihrer Familie im Norden Deutschlands. (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Meine Meinung:
Das neue Buch von Anna Levin war natürlich Pflichtlektüre für mich, da ich ihre beiden ersten Bücher sehr gerne gelesen habe. Somit war ich sofort neugierig, auch der Klappentext sprach mich an und ich wusste dieses Buch wollte ich lesen. Das Cover ist sehr schön und passt sehr gut zu den beiden vorherigen Büchern der Autorin, die man jedoch selbstständig und unabhängig voneinander lesen kann.
Diesmal entführt uns die Autorin in das Paris der 20er Jahre, von dort aus geht es nach Madagaskar, eine exotische und abenteuerliche Reise beginnt.
Louise ist eine sehr ungewöhnliche Frau ihrer Zeit, nicht nur das sie als Automechanikerin bei Citroen arbeitet nein, sie möchte auch noch ein Fahrzeug mit nach Madagaskar begleiten, um die Möglichkeit zu haben, ihren Zwillingsbruder Adrien wiederzusehen. Viele Frauen hätten sich dies damals nicht getraut und viele würden es sehr wahrscheinlich auch heute nicht tun. Louise ist somit eine sehr starke und kämpferische Frau, die sich ihren Platz in der Gesellschaft nicht streitig machen lässt.
Doch dann entwickelt sich das Buch auf der einen Seite zu einem Kriminalroman, da ein Doppel-Mord geschieht und auf der anderen Seite geht es um große Gefühle, um die große Liebe. Somit erfüllt die Autorin fast alle Leserwünsche auf einmal.
Der Roman wird stringent chronologisch aus der Sicht von Louise erzählt. Dies hat natürlich zur Folge, dass man als Leser der Protagonistin sehr nah ist und die Gefühle und Gedanken der anderen Personen etwas fernbleiben. Somit sind eine gewisse Einseitigkeit und eine gewisse Oberflächlichkeit im Bezug zu anderen handelnden Personen nicht abzustreiten.
Der Roman lässt sich sehr gut lesen und der Schreibstil besticht durch gute Dialoge, allerdings kommen Beschreibungen und Monologe etwas zu kurz, aber dies ist sicher Geschmacksache. Weiterlesen

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Deana Zinßmeister, Das Lied der Hugenotten (Die Hugenotten, Teil 1)

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Über das Buch:
Paris 1572. In der blutigen Bartholomäusnacht muss der Hugenottenjunge Pierre miterleben, wie sein Zuhause ausgelöscht wird. Sein Vater flüchtet mit ihm und der kleinen Schwester Magali in die Provinz Touraine. Um in Frieden leben zu können, passen sie sich dem katholischen Dorf an. Jahre später ahnen selbst Pierre und Magali nicht, dass sie einmal Hugenotten waren. Doch eines Tages erfährt Pierre durch einen Zufall die Wahrheit und seine Erinnerung kehrt zurück – mit schrecklichen Folgen … (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Über die Autorin:
Deana Zinßmeister widmet sich seit einigen Jahren ganz dem Schreiben historischer Romane. Bei ihren Recherchen wird sie von führenden Fachleuten unterstützt, und für ihren Bestseller »Das Hexenmal« ist sie sogar den Fluchtweg ihrer Protagonisten selbst abgewandert. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern im Saarland. (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Meine Meinung:
Es gibt Romane, die nehmen einen vom ersten Augenblick gefangen, so ging es mir, als ich in die ersten Seiten des Prologs eintauchte. Genau dieser Prolog ist auch der Dreh- und Angelpunkt dieses Romans.
Das Cover ist sehr gut historisch gewählt und hat, wenn man einen Blick in die Vorschauen wirft, auch einen guten Wiedererkennungswert. Der Klappentext bietet eine gute und kurze Zusammenfassung des Geschehens. Das Schicksal der Familie ist mit den Händen greifbar und man kann sich sehr gut die Not und die Verzweiflung vorstellen.
Die Bartholomäusnacht hat in Frankreich unglaublich vielen Hugenotten das Leben gekostet, eine Nacht des Grauens, die bis heute nicht ihren Schrecken verloren hat, wenn man sich die Bilder vor Augen führt.
Besonders gut an diesem Roman hat mir die Ausarbeitung der Figuren gefallen. Mit Pierre und Oliver hat die Autorin zwei Jungen geschaffen, die die Herzen der Leser im Sturm erobern. Oliver, der von seinem Ziehvater nur gescholten und für seine Arbeitskraft missbraucht wird. Pierre, der zwar von seinem Vater geliebt wird, aber keine Freude an dem findet was er tun soll, denn die Glasbläserei ist einfach nicht sein Lebensziel. Magali, die kleine Schwester von Pierre, weiß was sie tun muss, um von ihrem Vater und großen Bruder jeden Wunsch von den Lippen abgelesen zu bekommen. Dennoch verfolgt sie ihre eigenen Ziele und vergisst dabei manchmal wer ihr wirklich wohl gesonnen ist.
Meine Lieblingsfigur allerdings ist die Kräuterfrau Fleur. Sie ist nicht nur Mutterersatz für Pierre und Magali, nein sie wird auch noch zur wundervollen Ratgeberin für den Vater der beiden, kümmert sich um den Haushalt und bereitet den dreien einen Weg ins neue Leben.
Der Roman zieht seine Spannung aus der Flucht, Vertreibung und dem damit verbundenem Schicksal der Familien. Gegliedert ist der Roman, neben dem bereits erwähnten Prolog in drei Teile, die in einem gewissen Abstand zueinander erzählt werden. Durch diese Zeitraffung nimmt die Autorin sich die Freiheit die Figuren anders entwickeln zu lassen, als es am Ende des vorherigen Teils den Anschein hatte. Auch ist so der Spannungseffekt größer und die eine oder andere Überraschung verführt den Leser zum Weiterlesen.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm, mit sehr guten Dialogen würzt sie den Roman, leider bleiben Beschreibungen oder innere Monologe rar. Durch den auktorialen Erzähler bekommt man einen guten Einblick in die verschiedenen Erzählstränge, bevor diese immer mehr ineinander verwoben werden. Ein Personenverzeichnis, Nachwort, eine Danksagung und Bibliographie runden das sehr gelungene Bild des Romans ab. Weiterlesen

Melanie Metzenthin, Im Lautlosen

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Über das Buch:
Hamburg, 1926: An der noch jungen Universität der Hansestadt gehören Richard und Paula zu den begabtesten Medizinstudenten ihres Jahrgangs. Sie beide verbindet mehr als nur die Leidenschaft für den Arztberuf – sie verlieben sich unsterblich ineinander. Als nach ihrer Heirat die Zwillinge Emilia und Georg geboren werden, ist ihr Glück komplett, auch wenn der kleine Georg gehörlos ist. Doch dann ergreifen die Nationalsozialisten die Macht und das Leben der jungen Familie ändert sich von Grund auf. Richard, der inzwischen als Psychiater in der Heil- und Pflegeanstalt Langenhorn arbeitet, kann sich mit der menschenverachtenden Gesetzgebung der Nazis nicht arrangieren, von der auch sein gehörloser Sohn betroffen ist. Um seine Patienten vor der Euthanasie zu bewahren, erstellt er fortan falsche Gutachten. Damit nimmt er ein großes Wagnis auf sich, das nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das seiner Familie bedroht … (Quelle: http://www.amazon.de)

Über die Autorin:
Dr. Melanie Metzenthin wurde 1969 in Hamburg geboren, wo sie auch heute noch lebt. Als Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie hat sie einen ganz besonderen Einblick in die Psyche ihrer Patienten, zu denen sowohl Traumatisierte als auch Straftäter gehören.
Bei der Entwicklung ihrer Romanfiguren greift sie gern auf ihre beruflichen Erfahrungen zurück.
Unter dem Pseudonym „Antonia Fennek“ schreibt sie Psychothriller.
(Quelle: http://www.amazon.de)

Meine Meinung:

Bei diesem Roman passt einfach alles, er überzeugt auf ganzer Linie und erobert die Herzen der Leser im Sturm.
Zuerst wirkte das Cover auf mich ein wenig kitschig und unpassend für einen Roman der in der NS-Zeit spielt, aber Melanie Metzenthin hat mich überzeugt, dass dieses Cover zu ihrem jüngsten Roman passt. Der Klappentext bietet eine sehr gute Zusammenfassung und löst bereits beim Lesen erste Gefühle aus. Der Roman steht dem Klappentext in nichts nach. Die Autorin hat ein Buch geschrieben, was berührt, nachdenklich macht, ein wenig beklemmend ist und dennoch nur so vor Liebe strahlt.
Ein absolut atmosphärisch dichter Schmöker, der einem beim Lesen immer mehr ans Herz wächst, man zittert, leidet, bangt und hofft mit den Protagonisten. Paula und Richard sind zwei ganz, ganz tolle Figuren, ihre Kinder Emilia und Georg stehen ihnen in nichts nach. Aber auch alle anderen Figuren erobern die Herzen der Leser im Sturm, weil sie echt authentisch und lebhaft sind. Sie sind nicht fehlerlos, sie sind menschlich und wirken in ihrem Handeln und Reden überzeugend. Hier zieht die Psychologin alle Register und erschafft Figuren, die „echten“ Menschen in nichts nachstehen.
Der Kampf der Familie gegen die Nazis im Kleinen: im Beruf, im Freundeskreis, bei der Arbeit ist so geschildert, dass man sich diese kleinen Nadelstiche von hunderten Bürgern dieser Zeit vorstellen kann. Allen war bewusst, dass offener Protest oder offene Sabotage nur ihr eigenes Todesurteil bedeuten würde, dass sie aber im „Kleinen“ immer noch Macht haben. Ein wahrlich eindrucksvolles und authentisches Portrait.
Durch die verschiedenen Perspektiven und Handlungsorte nimmt der Roman automatisch an Fahrt auf und lässt sich wunderbar lesen. Dazu der sehr angenehme Erzählstil der Autorin. Man taucht innerhalb von wenigen Sätzen so ins Geschehen ab, dass man die Figuren am liebsten endlos lang begleiten möchte.
Der Schwerpunkt dieses Romans ist durch die Arbeit der Autorin zu erklären und dennoch muss auch dieser Teil der NS-Vergangenheit aufgearbeitet werden und dazu trägt die Autorin mit diesem Buch bei, denn es waren nicht nur die Juden die deportiert wurden, sondern auch deutsche völlig hilflose Personen. Ein absolut großartiger, authentischer und berührender Roman, der mich noch lange begleiten wird, denn viele Bilder in diesem Roman haben mich sehr bewegt, dass ich noch lange daran zurück denken werde.
Ich danke netgalley Deutschland für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und Melanie Metzenthin für die überaus fesselnde und fantastische Unterhaltung, auch wenn es nicht immer „leichte“ Kost war.

Hannah Coler, Cambridge 5 – Zeit der Verräter

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Über das Buch:
Cambridge ist ein Ort der Spione. Hier werden Freundschaften geschlossen und verraten. Der charismatische Geschichtsprofessor Hunt weiß das nur zu gut, seine Freunde von einst sind schon lange keine mehr. Vielleicht interessiert er sich deshalb so für die Promotion der deutschen Studentin Wera, die fasziniert ist von der Spionagegruppe der »Cambridge 5«: Fünf Studenten, die sich in den 1930er Jahren vom russischen Geheimdienst anheuern ließen und jahrzehntelang erfolgreich Informationen weitergaben. Diese Zeiten scheinen lange vergangen. Doch dann wird Hunt in einen Mordfall verwickelt. Hat er etwas zu verbergen, oder will man ihm die Schuld zuschieben? Und welche Rolle spielt Wera wirklich? Die Zeit der Spione ist anscheinend noch lange nicht vorbei … (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Über die Autorin:
Hannah Coler ist das Pseudonym einer deutschen Historikerin. Sie studierte Geschichte in Cambridge und lehrte an deutschen und britischen Universitäten. Hannah Coler war an zahlreichen Dokumentationen des ZDFs und der BBC beteiligt. Seit 2015 lebt sie mit ihrer Familie in der Nähe von New York. Cambridge 5 – Zeit der Verräter ist ihr erster Roman. (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Meine Meinung:
Seit der Ankündigung zu diesem Roman war ich sehr neugierig und gespannt, wie eine Historikerin dieses Thema verpacken würde. Mal etwas ganz anderes und dennoch jüngst vergangene komplexe Geschichte, wie ich sie mir immer wünsche.
Das Cover ist düster und passt perfekt zu einem Spionageroman, gleichzeitig versprüht das Cover aber auch die Eleganz, die zur elitären Schicht Cambridges passt. Alles in allem sehr gelungen.
Doch so vielversprechend wie die Verpackung und so gut die Voraussetzungen waren, der Inhalt hat mich leider enttäuscht. Das Buch hat mich zu keiner Zeit gepackt, meiner Meinung nach ist es eher ein Sachbuch und kein Roman, dies hat vielerlei Gründe.
Die Konzeption des Buches ist sehr detailliert aufgebaut, nichts wird dem Zufall überlassen, am deutlichsten hat dies Einfluss auf die Figuren. Mag man am Anfang noch über den derben britischen Humor schmunzeln, da er so richtig fies ist, steigt man sehr schnell dahinter, dass dies nur Fassade ist. Sämtliche Protagonisten und Nebenfiguren wirken kalt, langweilig, steril und absolut unüberzeugend. Sie spielen alle eine Rolle, aber sind keine lebensechten und authentischen Figuren.
Der Roman ist meiner Meinung nach überzeichnet, die Autorin versucht eine ungeheure Fülle von Informationen um ihre Expertise an den Leser zu bringen. Durch die Einschübe der Doktorarbeit einer Cambridge-Studentin gelingt ihr dies auf engstem Raum auch sehr gut. Am Anfang konnte ich ihr noch einigermaßen folgen, doch am Ende waren es für mich einfach zu viele Informationen, die ich zum einen nicht mehr verarbeiten konnte und zum anderen fehlte mir bei einigen Verstrickungen das Vorwissen, um der Autorin zu folgen. Weiterlesen

Anne Sanders, Mein Herz ist eine Insel

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Über das Buch:
Isla Grant ging es schon mal besser. Ohne Wohnung und ohne Job bleibt ihr keine andere Wahl, als nach Hause zurückzukehren, nach Bailevar, eine winzige Insel an der rauen Westküste Schottlands. Und das, obwohl sie kaum Kontakt zu ihrer Familie hat. Als sie auch noch ausgerechnet ihre Jugendliebe Finn wiedertrifft, sind alle unliebsamen Erinnerungen zurück. Ihr einziger Lichtblick ist die alte Dame Shona, die wie keine andere Geschichten erzählt, besonders gern die Legende von der verschwundenen Insel. Doch schon bald erkennt Isla, welch tragisches Geheimnis Shona zu verbergen versucht. Und auch ihre eigene Vergangenheit holt Isla unaufhaltsam ein … (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Über die Autorin:
Anne Sanders lebt in München und arbeitet als Autorin und Journalistin. Zu schreiben begann sie bei der Süddeutschen Zeitung. Als Schriftstellerin veröffentlichte sie unter anderem Namen bereits erfolgreich Romane für jugendliche Leser. Die Küste Cornwalls begeisterte Anne Sanders auf einer Reise so sehr, dass sie spontan beschloss, ihren Roman Sommer in St. Ives dort spielen zu lassen. Dieser eroberte die Herzen der Leserinnen und war wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste. (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Meine Meinung:
Das Cover ist Sommer pur. Da bekommt man richtig Lust auf den nächsten Urlaub am Meer. Einfach nur Sonne tanken und die Seele baumeln lassen. Auch der Klappentext verspricht beste Unterhaltung. Ein Roman wie „Frau“ ihn sich im Sommer wünscht, eine schöne Geschichte mit Flair. Isla steht unangefochten im Zentrum des Romans, sie kehrt nach vielen, vielen Jahren zurück auf die Insel, auf der sie aufgewachsen ist. Das karge Schottland bietet für diesen Roman die perfekte Kulisse. Aber Isla hat es mir nicht leicht gemacht, ich konnte mich über weite Strecken mit ihr als Hauptfigur absolut nicht anfreunden. Sie läuft vor allem davon und stellt sich keiner einzigen Situation und macht es so ihrer Familie und Freunden sehr schwer. Sicherlich ist ihre Vergangenheit der Schlüssel zu diesem Verhalten, aber trotzdem hätte ich mir von ihr als Hauptfigur ein „erwachseneres“ Verhalten und weniger Kopflosigkeit gewünscht. Finn ihr männlicher Gegenpart gefällt mir da schon sehr viel besser, er strahlt eine innere Ruhe und Ausgeglichenheit aus, die mir sehr gefällt. Shona, die Großmutter, ist ein echtes Original. Sie tut alles, um die beiden wieder zusammen zu bekommen und greift zu so manchem schlauen Trick. Als dann auch noch ein Kriminalfall hinzukommt, wird der Roman erst so richtig spannend und ich leckte noch einmal Blut und habe eine Seite nach der anderen umgeblättert. Weiterlesen

Martina Sahler, Die Stadt des Zaren

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Über das Buch:
Zar Peter setzt im Mai 1703 an der Newa den ersten Spatenstich. Er will eine Stadt nach westlichem Vorbild bauen: Sankt Petersburg. Ein monumentales Vorhaben, das Aufstiegschancen und Abenteuer verheißt. Aus allen Himmelsrichtungen reisen die Menschen an: Graf Fjodor mit seiner intriganten Frau und ihrer Tochter, die sich nach dem Wunsch der Eltern mit dem Zaren verloben soll. Ein italienischer Architekt, der seine Geliebte in Florenz zurücklässt und von der Vergangenheit eingeholt wird. Der deutsche Arzt Dr. Albrecht mit seinen Töchtern. Während die Jüngere mit einem holländischen Tischlergesellen abenteuerlustig durch die Sumpflandschaft streift, verliert die Ältere ihr Herz an einen Mann, der zum Mörder wird. Langsam wächst eine Stadt heran, eine historische Meisterleistung, dem sumpfigen Grund abgerungen. (Quelle: http://www.ullstein-buchverlage.de)

Über die Autorin:

Martina Sahler erfüllt sich mit diesem Roman den persönlichen Traum, die Gründungsgeschichte ihrer Lieblingsstadt Sankt Petersburg zu erzählen. Mit ihren bisherigen historischen Serien hat sie viele begeisterte Leser gewonnen. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Köln. http://www.martinasahler.de (Quelle: http://www.ullstein-buchverlage.de)

Meine Meinung:
Allein mit dem Cover ist dem Verlag ein Hingucker gelungen, wunderschön und dazu stimmungsvoll in den Farben Weiß und Blau gehalten. Dann liest man den Klappentext und denkt sich: Klingt spannend und gut. Dann fängt man an zu lesen und der Sog der Geschichte hat einen gepackt, zumindest ist es mir so ergangen.
Martina Sahler versteht es den Aufbau dieser Stadt mit vielen verschieden Einzelschicksalen zu verweben. Der Adel, die Handwerker, die „ausländischen“ Spezialisten und die Leibeigenen bekommen von ihr eine Stimme und schildern jeder aus seiner Sicht die Geschehnisse in dieser Stadt.
Die Liebe spielt in diesem Roman eine große Rolle, denn wir haben die Paar Helena und Erik, sie die Tochter des deutschen Arztes, er der schwedische Zwangsarbeiter. Paula, die zweite Tochter des Arztes, verliebt sich in den niederländischen Handwerker. Die italienischen Brüder Francesco und Matteo versuchen in St. Petersburg ebenfalls ihr Glück. Aber auch die Beziehung des Zaren zur seiner Frau und seinem Sohn wird thematisiert, ebenso die Beziehung zu seiner Mätresse.
Der Aufbau der Stadt ist dramatisch, denn die Natur muss bezwungen werden und kostet zuvor einigen Menschen das Leben. Die Autorin erzählt den Roman chronologisch ohne Rückblenden, lediglich Kostja, der das andere Gesicht hat, gewährt dem Leser einen „verschlüsselten“ Einblick in die Zukunft, durch Andeutungen und Aussagen, die erst im Nachhinein verständlich sind.
Am Ende werden fast alle Fäden zusammengeführt, leider aber nicht alle. Einiges bleibt im Unklaren. Der Erzählstil der Autorin ist sehr gut zu lesen, der Roman entwickelt einen guten Sog. Hinzu kommen die teilweise recht kurzen Episoden, die ebenfalls das Tempo hochhalten.
Vor jedem Kapitel befindet sich eine Angabe zu Zeit und Ort, sodass dem Leser die Orientierung leicht fällt. Weiterlesen

Beate Rygiert, Herzensräuber

Über das Buch:
Tobias’ Buchantiquariat läuft nicht besonders gut, noch dazu hat er gerade eine schmerzliche Trennung hinter sich. Als er im Urlaub einen liebenswerten spanischen Straßenhund aufliest, beschließt er kurzerhand, ihn mit nach Heidelberg zu nehmen. Wie sich herausstellt, hat Zola die Gabe, für jeden Menschen die richtigen Bücher zu finden – denn in jedem »Herzensräuber« erschnuppert er die Gefühle, die die bisherigen Leser darin hinterlassen haben. So bringt er nicht nur Tobias’ Geschäft auf Vordermann, sondern nach und nach auch dessen chaotisches Liebesleben … (Quelle: http://www.radomhouse.de)


Über die Autorin:

Beate Rygiert studierte Theater-, Musikwissenschaft und Italienische Literatur in München und Florenz und arbeitete anschließend als Theaterdramaturgin, ehe sie den Sprung in die künstlerische Selbstständigkeit wagte. Nach Studien an der Kunstakademie Stuttgart, der Filmakademie Ludwigsburg und der New York Film Academy schrieb sie Bücher und Drehbücher, für die sie renommierte Preise wie den Würth-Literaturpreis und den Thomas-Strittmatter-Drehbuchpreis erhielt. Beate Rygiert reist gern und viel und hat eine Leidenschaft für gute Geschichten. Zuhause ist sie im Schwarzwald und in Stuttgart. (Quelle: http://www.radomhouse.de)


Meine Meinung:

Beate Rygiert hat ein Buch geschrieben, dass zu Herzen geht und am Ende schlägt man es wehmütig zu, denn sehr gerne hätte man Zola und seine Familie noch weiter begleitet.
Das Cover finde ich hübsch, es trifft die Leichtigkeit des Romans sehr gut und stellt die Hauptfigur, den Hund, in den Mittelpunkt. Der Klappentext macht sofort Lust auf diesen Roman und sind erst einmal die ersten Zeilen gelesen, möchte man am liebsten nicht mehr aufhören.
Ein Buch aus der Perspektive eines Hundes zu schreiben ist sicherlich sehr schwer, ohne dabei irgendwie albern oder sehr belanglos zu werden. Beate Rygiert ist dies in erstaunlicher Weise gelungen und sie lässt Zola mit einer Leichtigkeit und einem feinen Sinn für Humor erzählen.
Zola hat eine ganz besondere Gabe, er erschnüffelt für jeden Menschen das richtige Buch. Er trifft dabei immer ins Schwarze und erstaunt die Menschen dabei, dass er Ihre geheimsten Wünsche kennt.
Der Schreibstil der Autorin ist einfach und ohne Schnörkel, was aber zu dem Erzählstil aus der Sicht eines Hundes wunderbar passt. Ein kleines Manko ist vielleicht, dass uns die Gedanken der Menschen um Zola herum fern bleiben, denn Gedankenlesen kann Zola dann doch noch nicht 😉
Die Figurenzeichnung ist konsequent aus der Sicht des Hundes erfolgt und dennoch schafft es die Autorin auch die Menschen in diesem Roman lebendig und authentisch wirken zu lassen. Weiterlesen

Mila Roth, Ein Kinderspiel (Fall 10 für Markus Neumann und Janna Berg)

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Über das Buch:

Geheimagent Markus Neumann erhält den Auftrag, einen jungen Hacker namens Mikolaj aus Krakau abzuholen und in den Zeugenschutz aufzunehmen. Das erst achtzehnjährige Computergenie hat eine Software entwickelt, mit deren Hilfe Nachrichtendienste und Polizei sich noch besser vor Hackerangriffen schützen und deren Ursprung zurückverfolgen können. Dazu hat Mikolaj Ressourcen des organisierten Verbrechens angezapft und fürchtet nun um sein Leben und das seiner erst zwölfjährigen Schwester Maja. Wieder einmal soll die zivile Hilfskraft Janna Berg den Agenten zur Tarnung begleiten und zunächst sieht alles nach einer einfachen Mission aus. Doch die beiden Jugendlichen zu beschützen, wird zur lebensgefährlichen Herausforderung für das ungleiche Agententeam, denn schon bald sind ihnen Auftragskiller dicht auf den Fersen. (Quelle: http://www.petra-schier.de)

Über die Autorin:

Petra Schier, geboren 1978, lebt mit Mann und Hund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur und arbeitet seit 2003 als freie Autorin.

Ihre sehr erfolgreichen historischen Romane erscheinen im Rowohlt Verlag.

Beliebt und ebenfalls sehr erfolgreich sind auch ihre romantischen Weihnachtsromane sowie Liebesromane, die bei Rütten & Loening, MIRA Taschenbuch sowie Weltbild verlegt werden.

Sie ist die Vorsitzende der Jury des DELIA-Literaturpreises und damit Mitglied des Vorstands der Autorenvereinigung DELIA.

Unter dem Pseudonym Mila Roth publiziert sie darüber hinaus verlagsunabhängig und erfolgreich verschiedene Buchserien. (Quelle: http://www.petra-schier.de)

Meine Meinung:

Die Autorin setzt auch im 10. Fall auf die bewährte Mischung, die die Fans in den ersten Bänden begeistert haben. Das Cover hat einen sehr guten Wiedererkennungswert, was mir gerade bei Serien sehr gefällt. Der Klappentext macht neugierig und verspricht Spannung pur, was der Roman auch hält. An nur einem Tag gelesen und das Buch kaum zur Seite gelegt, schaffte es Petra Schier mich wieder zu fesseln und gut zu unterhalten.

Die Jagd die Janna und Markus sich mit den Verfolgern liefern ist spannend und gut geschrieben. Kopfkino pur. Zudem ist auch immer wieder unterschwellig die Beziehung von Janna und Markus ein Thema. Der Leser fragt sich, wann die beiden es endlich schaffen, sich selbst und vor allen Dingen dem anderen gegenüber die Gefühle einzugestehen und auch zu zeigen. Hier sollte meiner Meinung nach das „Happy End“ nicht mehr zu lange herausgezögert werden, sonst wirkt dieses um-einander-herumschleichen, doch ein wenig „ausgelutscht“.

Das Tempo des Romans ist wieder sehr gut und man mag als Leser diesen Erzählstil von Petra Schier einfach. Leider hat mich das abrupte Ende der Verfolgungsjagd dann doch negativ überrascht. Hier hätte ich mir eine andere Auflösung gewünscht. So kam alles doch recht plötzlich und man war über die nächste Szene in Bonn doch sehr verwundert.

Grandios finde ich wie immer den Redeschwall, den Janna von Zeit zu Zeit ereilt, hier entfaltet die Autorin ihr schriftstellerisches Talent und man kann einfach nur grinsen beim Lesen. Weiterlesen

Mac P. Lorne, Der Herr der Bogenschützen

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Über das Buch:

Vom enteigneten Sohn eines Verschwörers zum Kommandanten der englischen Langbogenschützen: John Holland, der spätere Duke of Exeter, ist eine schillernde Figur im 100-jährigen Krieg zwischen England und Frankreich. Mac P. Lorne lässt uns seine Ausbildung bei den walisischen Bogenschützen ebenso hautnah miterleben wie seine Kriegsgefangenschaft und sein mehrfaches Aufeinandertreffen mit einer verblendeten und fanatischen jungen Frau, die einmal als Jeanne d’Arc in die Geschichte eingehen soll und der es gelingt, einen fast beendeten Krieg wieder aufflammen zu lassen – und deren Hinrichtung auf dem Scheiterhaufen er am Ende nicht verhindern kann, obwohl er ahnt, dass so eine Märtyrerin geschaffen wird … (Quelle: http://www.droemer-knaur.de)

Über den Autor:

Mac P. Lorne wurde 1957 geboren. Seinen ersten Roman schrieb er bereits mit 18 Jahren.
Aufgewachsen in der DDR, studierte er aus politischen Gründen statt Geschichte und Literatur dann doch lieber Veterinärmedizin und später Pferdezucht und -sport. Im Frühjahr 1988 gelang ihm die Flucht in die Bundesrepublik.

Heute lebt er zu Füßen einer mittelalterlichen Burg in einem der größten Waldgebiete Europas.
„Das Herz des Löwen“, erschienen 2011, war sein erster historischer Roman und gleichzeitig der Beginn einer Serie.

Im Knaur TB erschien 2016 DER PIRAT, sein großer Roman um Sir Francis Drake.
Englische Geschichte ist die große Leidenschaft des Autors.
(Quelle: http://www.droemer-knaur.de)

Meine Meinung:

Ich habe den Piraten geliebt und so war für mich klar, dass ich das neuste Werk von Mac P. Lorne natürlich auch lesen muss. John Holland, der Herr der Bogenschützen, Protagonist dieses großartigen Romans hat mich auch nicht enttäuscht.

Das Cover passt sehr gut zum Piraten, so ist hier ein kleiner Wiedererkennungseffekt gegeben. Der Klappentext macht meiner Meinung nach neugierig und stellt die wichtigsten Personen in den Mittelpunkt. Es ist vielleicht unglücklich, dass das Ende des Romans schon verraten wird, den geschichtsinteressierten Leser wird aber natürlich nichts Neues verraten.

John Holland als Protagonist ist jemand mit dem man sich als Leser identifizieren kann, er ist eine beeindruckende Persönlichkeit, die ein tragisches Schicksal in sehr jungen Tagen erleiden muss. Dies prägt sein Leben, ebenso der Schwur, den er seinem sterbenden Bruder gibt. Dieser Schwur wird es sein, der ihn ein Leben lang begleitet. Ob er ihn halten kann, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, da ich nicht zu viel vom Inhalt Preis geben möchte. Jehanne Darc, oder wie wir sie heute kennen, Jeanne d’Arc, spielt die zweite große Hauptrolle in diesem Roman. Es wird der Weg einer jungen Frau gezeichnet deren Leben tragisch endet und sie so zur Märtyrerin und Heiligen wird.

Der Roman wird chronologisch, ohne Rückblenden erzählt. Teilweise bedient der Autor sich der Zeitraffung, um die spannenden und wichtigen Momente nicht im Belanglosen untergehen zu lassen. Einzig mehr von Johns privater Seite hätte ich gerne noch gelesen. Mich hätte interessiert, wie er als Ehemann und Vater war, da erfahren wir leider sehr wenig, doch dies ist auch der einzige Kritikpunkt den ich bei diesem Roman habe.

Im Roman jagt ein Spannungsbogen den Nächsten, die Kampfszenen sind wie auch schon beim Piraten sehr detailgenau und intensiv beschrieben, man hat das Gefühl, dass man mit auf dem Schlachtfeld steht, wenn Engländer und Franzosen aufeinander treffen. Aber auch die Machtspiele und Intrigen, sowie das politische Geplänkel zeigen zum einen, dass der Autor hervorragend recherchiert hat und zum anderen, dass der Autor erzählen kann, denn der Roman hat keinen Durchhänger und man möchte einfach immer weiter lesen. Besonders beeindruckend ist, dass man als Leser zu keiner Zeit das Gefühl hat den Überblick zu verlieren und die Belange der einzelnen Häuser durcheinander wirft. Weiterlesen

Pierre Martin, Madame le Commissaire und das geheimnisvolle Bild (Isabelle Bonet 4)

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Über das Hörbuch/Buch:

Im Dörfchen Fragolin in der Provence herrscht Urlaubsstimmung, Kommissarin Isabelle Bonnet genießt das süße Nichtstun und das ein oder andere Glas Rosé zu frischem Olivenbrot. Eine Abendeinladung, zu der sie den Kunstsammler Rouven Mardrinac begleitet, könnte das Sahnehäubchen auf der Aprikosen-Tarte sein. Doch Rouven brüskiert die Gastgeber schon nach wenigen Minuten mit der Behauptung, der stolz zur Schau gestellte Matisse sei eine Fälschung. Ein eilig herbei gerufener Sachverständiger macht mit Hilfe raffinierter Technik eine schockierende Entdeckung: Unter der Oberfläche des Bildes verbirgt sich ein verzweifelter Hilferuf! (Quelle: http://www.droemer-knaur.de)

Über den Autor:

Hinter dem Pseudonym Pierre Martin verbirgt sich ein Autor, der sich mit Romanen, die in Frankreich und in Italien spielen, einen Namen gemacht hat. Für seine Hauptfigur Madame le Commissaire hat er sich eine neue Identität zugelegt. (Quelle: http://www.droemer-knaur.de)

Über die Sprecherin:

Gabriele Blum, 1954 geboren, absolvierte ihre Schauspiel- und Regieausbildung am Mozarteum Salzburg. Sie ist Mitbegründerin der Bremer Shakespeare Company sowie des Theater aus Bremen/TAB. Als Schauspielerin, Regisseurin und Autorin hat sie an zahlreichen Theaterinszenierungen mitgewirkt. Neben ihrer Arbeit am Theater ist sie auch als Hörbuchsprecherin, TV-Coach und Dozentin für Schauspiel tätig. (Quelle: http://www.random-house.de)

Reihe:

Band 1: Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer

Band 2: Madame le Commissaire und die späte Rache

Band 3: Madame le Commissaire und der Tod des Polizeichefs

Band 4: Madame le Commissaire und das geheimnisvolle Bild

Meine Meinung:

Auch dieses Hörbuch hat mir wieder gut gefallen, der Fall war zwar diesmal nicht ganz so spannend, dafür war das Flair wieder erste Klasse.  Wie gerne würde ich einmal Urlaub in Fragolin machen und an der Côte d‘Azur schwimmen gehen. Auch die Personen Isabelle Bonnet und ihr Assistent Apollinaire sind so liebenswerte und gleichzeitig einzigartige Figuren, dass man immer wieder gerne Zeit mit  ihnen verbringt. Besonders Apollinaire ist in einigen Situationen wieder in Hochform und bringt den Zuhörer zum Schmunzeln, aber wie immer hat er auch seine starken Seiten und ist Isabelle eine wichtige Hilfe und Stütze.

Isabelles Gefühlsleben wird auf eine Probe gestellt und sie muss sich einig werden, welchem Mann sie ihr Herz schenkt, dem Bürgermeister oder doch dem Kunstsammler. Nur einem Mann gehört unangefochten ihr Herz, ihrem väterlichen Freund und obersten Chef in Paris, er ist der einzige der sie „Chérie“ nennen darf. Weiterlesen