Natalie Meg Evans, Das Geheimnis der Hutmacherin

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Über das Buch:
1940: Cora Masson, die Tochter eines cholerischen Hutverkäufers, arbeitet schlecht bezahlt in einer Hutmacherei in London. Als sie den Kunsthändler Dietrich kennenlernt, sieht sie ihre Chance gekommen und geht mit ihm nach Paris, in die Stadt ihrer Träume. Fortan macht sie sich als Coralie de Lirac unter falscher adeliger Identität einen Namen in der Modewelt. Doch als die Nazis in Frankreich einfallen, scheint ihr Geschäft ruiniert. (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Über die Autorin:
Natalie Meg Evans gab einst ihren Platz an der Kunstakademie auf, um einem Londoner Experimentiertheater beizutreten. Sie verbrachte dort fünf Jahre und schrieb in dieser Zeit auch eigene Theaterstücke und Sketche. Heute lebt sie gemeinsam mit ihrem Mann im ländlichen Norden von Suffolk, umgeben von ihren Hunden und Pferden. (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Meine Meinung:
Leider konnte mich der Roman von Natalie Meg Evans nicht überzeugen, schon das Cover wirkt sehr unruhig und der Blick des Betrachters schweift unruhig umher. Für mich ist im Nachhinein das Cover so extravagant wie das Buch selber und somit passt es schon irgendwie zusammen.
Der Klappentext bietet eine kurze und knappe Zusammenfassung, reißt aber letztlich nur die eigentliche Geschichte an. Was mich an dem Buch interessierte war die Zeit, der historische Rahmen der Geschichte. Der Einmarsch der Deutschen Truppen in Paris und Frankreich nehmen automatisch einen Raum in der Geschichte ein.
Ich konnte leider zu keiner Zeit eine Beziehung zu Cora während des Romans aufbauen, sie blieb mir fern, ich hatte das Gefühl sie nicht als Figur greifen zu können. Aber auch die anderen Figuren konnten mich leider nicht überzeugen, viele blieben für mich oberflächlich und unnahbar. Ich muss nicht zwingend eine positive Bindung zu einer Romanfigur aufbauen, ich kann sie auch von Herzen ablehnen bzw. hassen, aber ein Protagonist muss Gefühle in mir auslösen und dies passierte leider bei diesem Roman nicht.
Der Roman ist insgesamt in sechs Teile gegliedert und wird größtenteils chronologisch erzählt, lediglich Rückblenden knüpfen an die Vergangenheit an. Zeit- und Ortsangaben am Anfang der Kapitel dienen der Orientierung, was gerade bei Zeitsprüngen bzw. Zeitraffungen hilfreich ist.
Der Schwerpunkt dieses Romans liegt definitiv auf der modischen Komponente. Es geht nicht nur um die verschiedenen Damenhüte, sondern auch um die Herstellung, Gestaltung und ein modisches Gesamtkonzept, welches für jede Frau individuell angefertigt werden sollte. Eine gewisse Affinität zur Mode und Hüten sollte bei den Lesern somit vorhanden sein. Weiterlesen

Rebecca Gablé, Das Haupt der Welt

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Über das Buch:
Brandenburg 929: Beim blutigen Sturm durch das deutsche Heer unter König Heinrich I. wird der slawische Fürstensohn Tugomir gefangen genommen. Er und seine Schwester werden nach Magdeburg verschleppt, und bald schon macht sich Tugomir einen Namen als Heiler. Er rettet Heinrichs Sohn Otto das Leben und wird dessen Leibarzt und Lehrer seiner Söhne. Doch noch immer ist er Geisel und Gefangener zwischen zwei Welten. Als sich nach Ottos Krönung die Widersacher formieren, um den König zu stürzen, wendet er sich mit einer ungewöhnlichen Bitte an Tugomir, den Mann, der Freund und Feind zugleich ist… (Quelle: https://www.luebbe.de)

Über die Autorin:
Rebecca Gablé studierte Literaturwissenschaft, Sprachgeschichte und Mediävistik in Düsseldorf, wo sie anschließend als Dozentin für mittelalterliche englische Literatur tätig war.
Heute arbeitet sie als freie Autorin und lebt mit ihrem Mann am Niederrhein und auf Mallorca. Ihre historischen Romane und ihr Buch zur Geschichte des englischen Mittelalters wurden allesamt Bestseller und in viele Sprachen übersetzt. Besonders die Romane um das Schicksal der Familie Waringham genießen bei Historienfans mittlerweile Kultstatus. (Quelle: https://www.luebbe.de)

Meine Meinung:
Rebecca Gablé ist für mich eine Autorin, die mir immer wieder neu zeigt, warum ich „Historische Romane“ so liebe. Sie schaffte es von der ersten Zeile an uns Leser in vergangene Zeit zu entführen und lässt uns Teil haben am Leben ihrer Figuren.
Das Cover ist wie ich es mag klassisch, stilvoll, schlicht und sehr ausdrucksvoll. Die Farbgebung gefällt mir besonders gut. Der Klappentext bietet eine sehr kurze und knappe Zusammenfassung des Romans, dennoch machen diese wenigen Worte neugierig und umreißen den Plot sehr gut.
Der Roman hat den Aufstieg Ottos I zum Thema, sein Weg vom Prinzen bis hin zu den ersten Jahren seiner Regentschaft. „Die fremde Königin“ Teil 2 dieser Reihe erscheint am 27. April 2017.
Im Mittelpunkt neben Otto steht vor allen Dingen Tugomir, der slawische Fürstensohn, den Otto sowohl als Geisel, wie auch als Freund betrachtet. Die Leben der beiden werden durch die politischen Machtkämpfe für immer miteinander verwoben sein. Aber auch Tugomirs Schwester Dragomira und Ottos Frau Editha sind sehr beeindruckende Persönlichkeiten, die sich trotz ihrer Rolle als Frau eine Stimme in dieser Zeit verschaffen. Was mich an diesen Personen besonders begeistert hat ist die Entwicklung, die diese Figuren im Laufe des Romans erleben. Aber auch viele Nebenfiguren zeichnet die Autorin mit einer ungeheureren Liebe zur Detailverliebtheit. Alle Figuren wirken echt, lebensnah und überzeugend in ihrem Handeln und Sprechen. Die Vermischung von fiktiven und historischen Persönlichkeiten schafft die Autorin exzellent, sodass man während des Lesens keine Unterschiede merkt. Weiterlesen

Constanze Wilken, Das Erbe von Carreg Cottage

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Über das Buch:
Die 35-jährige Lili Gray steht vor dem Nichts, als sie ihr Café in einem kleinen schottischen Küstenort schließen muss. Doch dann vermacht ihr ein Unbekannter ein altes Haus auf der Halbinsel Llyn in Nordwales. Die leicht verfallene Pilgerraststätte und der Garten an den Klippen ziehen Lili sofort in ihren Bann. Von dort blickt sie auf die Insel Bardsey, die eine unerklärliche Faszination auf sie ausübt. Aber Lilis Anwesenheit scheint jemanden zu stören, und die junge Frau ahnt nicht, wie sehr die Geschichte des Pilgerortes mit ihrer eigenen – und der des unbekannten Gönners verbunden ist … (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Über die Autorin:
Constanze Wilken, geboren 1968 in St. Peter-Ording, wo sie auch heute wieder lebt, studierte Kunstgeschichte, Politologie und Literaturwissenschaften in Kiel und promovierte an der University of Wales in Aberystwyth. Als Autorin ist sie sowohl mit großen Frauen- als auch mit historischen Romanen erfolgreich. Weitere Titel von Constanze Wilken sind bei Goldmann in Vorbereitung. (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Meine Meinung:
Constanze Wilken hat wieder ein Buch geschrieben, welches mich restlos begeistert hat. Ein absolutes Highlight!
Das Cover ist einfach schon der Hit, es ist stimmungsvoll, idyllisch und mystisch zugleich. Es lässt erahnen, dass den Leser eine ganz besondere Geschichte erwartet. Der Klappentext gibt eine kurze Zusammenfassung des Erzählstranges der Gegenwart, leider wird der zweite Erzählstrang, welche im Jahr 614 spielt, nicht erwähnt. Diese Geschichte von Merea ist aber nicht weniger bewegend als die Geschichte von Lilian. Merea ist eine außergewöhnliche Frau, sie ist die Tochter eines Druiden und eine begabte Heilerin, die trotz schwerer Schicksalsschläge das Wohl des Menschen nicht aus den Augen verliert.
Aber auch Lilians Geschichte ist ein Abenteuer. Das unerwartete Erbe bringt so manche unnötige Überraschung mit und auch die Liebe macht es Lilian nicht leicht. Die Spannung des Romans zieht sich aus den beiden Storys innerhalb dieses Romans. Der Leser fragt sich immer wieder was diese beiden Frauen verbindet? Durch die Verflechtung der beiden Erzählebenen bekommt der Roman eine ganz eigene Dynamik und man möchte das Buch am Liebsten nicht mehr aus der Hand legen.
Der Schreibstil von Constanze Wilken entwickelt regelrecht eine Sogwirkung, der ich mich nicht entziehen konnte. Eine gute Abwechslung zwischen erfrischenden Dialogen und erzählenden Passagen tragen zu einem flotten Lesetempo bei. Der Roman wird zeitlich stringent erzählt und die Begebenheiten in der Vergangenheit werden aufgrund einer ausführlichen Recherche authentisch und überzeugend geschildert. Weiterlesen

Kathrin Lange, Ohne Ausweg – Faris-Reihe (3)

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Über das Buch:
Nach einem Bombenattentat am Brandenburger Tor ist der Berliner Sonderermittler Faris Iskander zu einer Art Undercover-Joker geworden. Man setzt ihn auf den mutmaßlichen Terroristen Muhammad al-Sadiq an, der aus dem Gefängnis heraus einen Terroranschlag in Berlin plant. Um an Sadiq heranzukommen, muss sich Faris als Islamist ausgeben und seine terroristischen Absichten glaubhaft unter Beweis stellen. Doch das ist nicht sein einziges Problem: Im Laufe der Ermittlungen stellen er und sein Team fest, dass außerdem ein rechtsradikaler Anschlag vorbereitet wird. Das Unterfangen wird immer gefährlicher, zumal in seiner Einheit nicht alle mit offenen Karten spielen …
Eine Stadt in Angst und ein skrupelloser Gegner – Faris Iskanders härtester Fall. (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Über die Autorin:
Kathrin Lange wurde 1969 in Goslar am Harz geboren. Obwohl sie sich beruflich der Hundestaffel der Polizei anschließen wollte, siegte am Ende ihre Liebe zu Büchern, und sie wurde zuerst Buchhändlerin und dann Schriftstellerin. Heute ist sie Mitglied bei den International Thriller Writers und schreibt sehr erfolgreich Romane für Erwachsene und Jugendliche. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen in einem kleinen Dorf bei Hildesheim in Niedersachsen. (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Meine Meinung:
Ohne Ausweg ist der dritte Teil der Faris-Iskander-Reihe. Leider habe ich diesen Titel als ein wenig schwächer in Bezug auf seine Vorgänger empfunden.
Das Cover ist düster, bedrohlich und beklemmend, es spiegelt wunderbar die Stimmung in dem Roman wieder. Er ist nichts für schwache Nerven, da er gerade in diesen Zeiten hochaktuell und die Brisanz des Themas im Hinblick auf die Anschläge in aller Welt nicht zu verleugnen ist. Die Story wird von der Autorin als sehr realistisch dargestellt, es geht nicht nur um Islamisten, sondern auch um die „Rechte Szene“. Ebenso um den Zusammenhang von politisch motivierten Straftaten, um Fatalismus und um den Terror gegen unschuldige Menschen.
Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, die Anschläge sollen natürlich nach Möglichkeit verhindert werden, um so viele Menschen wie möglich zu retten. Wer wird das Bauernopfer sein?
Der Roman wird stringent aus mehreren unterschiedlichen Perspektiven erzählt, der Leser ist aber nicht allwissend, er weiß zwar mehr als die Ermittler, aber längst kennt auch er nicht alle Zusammenhänge.
Die Protagonisten, die die Autorin auch diesmal wieder ins Rennen schickt, sind Menschen mit Stärken und Schwächen. Sie sind greifbar für den Leser und nicht der Welt entrückt. Besonders die Nebenfiguren Ben, ein Computerspezialist, und Ira, eine evangelische Pfarrerin, haben mich auf ganzer Linie in ihrem Handeln überzeugt und sind mir während dieses Krimis ans Herz gewachsen. Weiterlesen

Christiane Lind, Im Land des ewigen Frühlings

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Über das Buch:
Würdest Du für Deine Familie die wahre Liebe aufgeben? 1902: Auf der Reise nach Guatemala kreuzen sich schicksalhaft die Wege der selbstbewussten Margarete und der zaghaften Elise. Während Margarete es kaum erwarten kann, zu ihrer heimlichen Liebe Juan zurückzukehren, fürchtet Elise sich vor dem Unbekannten. Gemeinsam entdecken die jungen Frauen auf den Pfaden der Maya, was im Leben wirklich zählt: Der Mut, ihrem Herzen zu folgen. Über 100 Jahre später: Nach dem bitteren Scheitern ihrer Ehe findet Isabell Trost in den bewegenden Tagebüchern ihrer Ururgroßmutter. Ihre Spurensuche führt sie zu Fabian, dem Chef einer Bremer Kaffeerösterei. Ist auch er bereit, sich den Geheimnissen der Vergangenheit zu stellen? Eine emotionale Familiensaga vor der mystischen Kulisse des Maya-Landes, die von der Kraft der Liebe und der Schönheit des eigenen, mutigen Lebens erzählt. Der neue Roman der Autorin des Bestsellers „Im Schatten der goldenen Akazie“. (Quelle: http://www.amazon.de)

Über die Autorin:

Christiane Lind hat sich immer schon Geschichten ausgedacht, die sie ihren Freundinnen erzählte, aber nur selten zu Papier brachte. Erst zur Jahrtausendwende erinnerte sie sich daran und begann Kurzgeschichten zu schreiben. Inzwischen hat sie unter den Pseudonymen Christiane Lind, Chris Lind, Laura Antoni und Clarissa Linden elf Romane bei den Verlagen Rowohlt, Thienemann, Droemer, Aufbau und Amazon Publishing veröffentlicht. Als Carolyn Lucas hat sie Fantasygeschichten im Selbstverlag publiziert.
Beim Schreiben begibt sich Christiane am liebsten auf die Spur von Familien und deren Geheimnisse, sei es im Mittelalter, dem 20. Jahrhundert oder auf anderen Kontinenten. Nach beruflichen Zwischenstationen in Göttingen, Gelsenkirchen und Bremen teilt sie heute in Kassel eine Wohnung mit unzähligen und ungezählten Büchern, einem Ehemann und vier Katern. Die Samtpfoten erwarten von Christiane, dass mindestens eine Katze in ihren Geschichten vorkommt, was inzwischen ihr Markenzeichen ist.
(Quelle: http://www.amazon.de)

Meine Meinung:
Allein schon das Cover lädt zum Träumen ein, wunderbar exotisch und sinnlich macht es neugierig auf den neuen Roman von Christiane Lind. Die Autorin ließ via Facebook über das Cover abstimmen, eine gute Wahl! Der Klappentext gibt eine gute und knappe Zusammenfassung des Geschehens, sodass die Leser sich direkt von der ersten Seite an orientieren können.
Der Roman wird auf zwei Zweitebenen erzählt. Im Erzählstrang Anfang der 20. Jahrhunderts geht es um Elise und Margarete, im zweiten Erzählstrang (2016) sind Isabel und Fabian die Protagonisten. Sehr geschickt hat die Autorin aufgrund verwandtschaftlicher Beziehungen die beiden Ebenen miteinander verwoben. Die Spannung zieht dieser Roman aus den Familiengeheimnissen, den Tagebuchaufzeichnungen und der Familienforschung. Aber auch der Bereich der Archäologie spielt eine gewichtige Rolle in diesem Roman. Durch die zwei Ebenen bekommt der Roman eine ganz eigene Dynamik die mir sehr gefallen hat. Die Erzählhöhepunkte sind gut gewählt, sodass gerade danach immer die Zeitebene gewechselt wird, um dem Leser bei der Stange zu halten. Ein wenig vermisst habe ich eine gute Karte von Guatemala, dies wäre zur besseren Orientierung sehr hilfreich gewesen. Weiterlesen

Nora Roberts, Ein dunkles Geschenk

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Über das Buch:
Lila Emerson liebt ihren Job als House-Sitterin. Doch als sie eines Tages vom Fenster eines fremden Apartments scheinbar einen Mord mit anschließendem Suizid beobachtet, verändert sich ihr Leben auf einen Schlag, denn Ashton Archer, der Bruder des Mörders, bittet sie um Hilfe. Lila fühlt sich von dem attraktiven Künstler mehr als angezogen, und auch Ash weiß: Die Frau mit den dunklen, tiefgründigen Augen muss er zeichnen! Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Wahrheit, und bald wird klar: unschätzbar teure Kunstgegenstände stehen im Zentrum dieses Verbrechens – und ein Sammler, der für seine Obsession über Leichen geht … (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Über die Autorin:
Durch einen Blizzard entdeckte Nora Roberts ihre Leidenschaft fürs Schreiben: Tagelang fesselte sie 1979 ein eisiger Schneesturm in ihrer Heimat Maryland ans Haus. Um sich zu beschäftigen, schrieb sie ihren ersten Roman. Zum Glück – denn inzwischen zählt sie zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt. Nora Roberts hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Ehemann in Maryland.

Unter dem Namen J.D. Robb veröffentlicht Nora Roberts seit Jahren ebenso erfolgreich Kriminalromane. (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Meine Meinung:
Nora Roberts hat mich mal wieder auf der ganzen Linie überzeugt. Wenn man einen spannenden Krimi mit einer Liebesgeschichte lesen will, dann ist man bei ihr einfach richtig 🙂
Das Cover finde ich sehr schön, sowohl von den Farben auch, als auch von der Gestaltung. Ein wenig geheimnisvoll kommt das Cover daher und weckt somit die Neugier der Leser.
Der Klappentext bietet eine gute Zusammenfassung und ermöglicht es sofort in die Geschichte einsteigen zu können. Ein Mord und ein Suizid in der Kunstszene mit Geheimnissen und skrupellosen Sammlern, die sprichwörtlich über Leichen gehen, um an die gewünschten Stücke zu kommen.
Aus diesem Plot zieht der Roman auch seine Spannung, es geht zum einen um die Aufklärung des Mordes, zum anderen geht es um die Liebesgeschichte zwischen Lila und Ash. Beide Spannungsbögen sind wie man es von Nora Robert gewohnt ist, geschickt mit einander verwoben, sodass man als Leser einfach immer weiter lesen möchte und sich das eine oder andere Mal ärgert, dass es einen Perspektivwechsel bzw. eine Schwerpunktverlagerung gibt.
Der Roman wird stringent logisch und konsequent erzählt. Er zeichnet sich vor allen Dingen durch seine sehr authentischen Schilderungen bzgl. der Kunstszene aus. Als Leser bekommt man einen sehr guten Einblick in dieses Themenfeld und kann die Faszination (fast) verstehen, die Kunst für einige Menschen ausübt. Weiterlesen

Britta Sabbag, Der Sommer mit Pippa

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Über das Hörbuch:
Sarah ist ein Kontrollfreak: Sie besitzt für jeden Anlass das perfekte Kleid, sie hat den perfekten Partner und nun auch endlich den perfekten Verlobungsring am Finger. Erst bei der Planung ihrer Hochzeit merkt sie, dass ihr die Trauzeugin fehlt – sie hat einfach keine beste Freundin. Als dann die chaotische Pippa in ihr Leben stolpert, ändert sich alles. Pippa ist Automechanikerin und das genaue Gegenteil von Sarah: zu laut, zu widerspenstig, zu ehrlich. Aber kann so jemand wie Pippa auch Sarahs Herz retten? (Quelle: http://www.audible.de)

Über die Autorin:

Britta Sabbag, geboren in Osnabrück, studierte Sprachwissenschaften, Psychologie und Pädagogik an der Universität Bonn. Nach dem Studium arbeitete sie als Personalerin in verschiedenen Firmen. Seit 2009 widmet sie sich ausschließlich dem Schreiben. Ihr erster Roman «Pinguinwetter» wurde 2012 auf Anhieb zum Spiegel-Bestseller. Weitere Romane, Jugendbücher und Kinderbücher folgten. Zuletzt stand „Die kleine Hummel Bommel“ wochenlang auf Platz 1 der Bestsellerliste. Britta Sabbag gibt Schreibseminare und verfasst Drehbücher. Sie lebt mit ihrem Partner in Bonn. (www.rowholt.de)

Über die Sprecherin:
Ann Vielhaben (* 1975 in Hamburg) ist eine deutsche Schauspielerin, Hörspielsprecherin, Hörbuchsprecherin, Synchronsprecherin und Dialogregisseurin.Ann Vielhaben ist vor allem Profisprecherin. Sie hatte eine ihrer ersten großen Synchronrollen in der japanischen Krimi-Serie Detektiv Conan, dort synchronisierte sie in der ersten Episode Aiko. Später wurde sie für Son-Goku gecastet, den Protagonisten der Dragonball Kinofilme, und übernahm somit den Sprecherpart von Corinna Dorenkamp aus der gleichnamigen Serie. (Quelle: http://www.wikipedia.de)

Meine Meinung:
Mir hat das Hörbuch sehr gut gefallen, zum einen weil die Geschichte wirklich super ist und man Pippa und auch Sarah irgendwie automatisch ins Herz schließt, zum anderen weil Ann Vielhaben dieses Hörbuch einfach super spricht und den Figuren ihren ganz eigenen Stil verleiht.
Warum ist diese Story super? Es geht hier nicht um Mr. Right oder Mrs. Right, es geht um die Dinge die wirklich wichtig sind im Leben: Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Vertrauen, Verlässlichkeit und Freundschaft, aber auch Familie. Letztlich kommt diese Geschichte ganz ohne einen männlichen Helden, bzw. Traumprinzen aus. Es geht in erster Linie nur um Pippa und Sarah, sowie um ihre außergewöhnliche Freundschaft. Freundinnen müssen nicht gleich sein, sie müssen einander nur verstehen, so oder so ähnlich formuliert es Sarah am Ende des Romans.
Die Geschichte ermuntert dazu nicht perfekt zu sein, sondern einfach authentisch und echt. Jeder Mensch hat Ecken und Kanten und genau diese machen ihn so liebenswert. Zwar ist die Figurenzeichnung in diesem Roman relativ schwarz/weiß gehalten, aber der Erzählstil macht so einiges wieder wett. Besonders die Dialoge sind toll: kreativ, witzig, ungewöhnlich und lustig. Pippa und Sarah liefern sich das eine oder andere Mal einen richtigen Schlagabtausch der einfach nur Spaß macht.
Ann Vielhaben liest dieses Hörbuch sehr gut, sie gibt jeder Figur eine eigene Stimme, sodass man bald gar nicht mehr merkt, dass dieses Hörbuch nur eine Sprecherin hat. Weiterlesen

Titus Müller, Der Tag X

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Über das Buch:
Der große Roman über den Aufstand am 17. Juni 1953, als 24 Stunden alles möglich schien
Seit ihr Vater als Wissenschaftler zu einem Leben im fernen Russland gezwungen wurde, passt Nelly sich ihrer Ostberliner Umgebung immer weniger an. Sie engagiert sich in einer kirchlichen Jugendorganisation und wird im Frühjahr 1953 kurz vor dem Abitur von der Schule geworfen. Trost könnte sie bei dem jungen Uhrmacher Wolf Uhlitz finden, der sich in sie verliebt hat. Er will ihr helfen, legt sich dafür sogar mit seinem Vater an, entwendet staatliche Dokumente und landet im Gefängnis. Was Wolf nur vage ahnt: Die junge Nelly steht in einer geheimnisvollen Verbindung mit einem russischen Spion namens Ilja, der sie mit Nachrichten über ihren verschleppten Vater versorgt und den Austausch von Briefen mit ihm vermittelt. Wie Wolf träumt auch Ilja von einem Leben mit Nelly – aber als sich in Berlin und Halle die Unzufriedenheit mit dem Regime in Massendemonstrationen entlädt, hängt ihrer aller Leben an seidenen Fäden.
(Quelle: https://www.randomhouse.de)

Über den Autor:
Titus Müller, geboren 1977, studierte Literatur, Mittelalterliche Geschichte, Publizistik und Kommunikationswissenschaften. Mit 21 Jahren gründete er die Literaturzeitschrift Federwelt. Seine historischen Romane begeistern viele Leser. Titus Müller ist Mitglied des PEN-Club und wurde u.a. mit dem C. S.-Lewis-Preis und dem Sir-Walter-Scott-Preis ausgezeichnet. (Quelle: https:// http://www.randomhouse.de)

Meine Meinung:
Schon seit längerem bin ich ein Fan von Titus Müller, er schreibt für mich historisch fundierte Romane die unter die Haut gehen und von seinen Lesern bzw. Leserinnen verlangen, dass sie sich eine eigene Meinung zu einem Thema bilden und dies gefällt mir ganz außerordentlich.
Als ich in der Vorschau der Verlagsgruppe Random House sah, dass „Der Tag X“ das neue Buch von Titus Müller bald erscheinen würde, setzte ich es mir direkt auf meinen Merkzettel. Auch das Cover sprach mich direkt an, es ist relativ ruhig gehalten, ein wenig beklemmend und strahlt eine gewisse Nachdenklichkeit aus. Der Klappentext bzw. die Beschreibung des Buches gibt nur einen Teil der Geschichte wieder und kratzt somit nur an der Oberfläche dessen, was Titus Müller uns erzählen wird.
Die Geschichte wird stringent chronologisch erzählt, als Leserinnen und Leser erleben wird die Zeit des Umbruchs aus verschiedenen Perspektiven und finden uns auf einmal mitten im Geschehen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland wieder. Es ist nahezu unmöglich eine Distanz zum Geschehen zu wahren, so sehr wird man in den Strudel aus Intrigen, politische Spiele und familiäre Beziehungen hineingezogen. Nur die Mischung und Verstrickung der verschiedenen Handlungsstränge ergibt ein Gesamtbild zur Lage in der Gesellschaft, die so komplex und unübersichtlich ist.
Nelly, Wolf sowie Ilja sind die Hauptcharaktere dieses Romans, doch spielen sie nicht alleine, sondern müssen sich den Regeln ihrer Regierung, ihren Machthabern, ihrer Familie und Vorgesetzten beugen. Sie erfahren leidvoll, dass sie nicht wirklich frei sind, sondern in einem System gefangen sind, welches man nicht so einfach durchbrechen kann. Die Zeichnung der Charaktere und Nebenfiguren ist Titus Müller wieder einmal sehr gut gelungen. Jede handelnde Figur hat ein unverwechselbares Profil. Was mir sehr gut gefallen hat, ist die Facettierung der Figuren, keine Figur ist nur „schwarz“ oder nur „weiß“. Es gibt nicht die klassisch „Guten“ oder die klassisch „Bösen“ in diesem Roman.
Um dem Autor in vollem Umfang folgen zu können, braucht man eine gehörige Portion an geschichtlichem Wissen bzw. die Bereitschaft sich diese(s) während des Lesens anzueignen. Ein recht anspruchsvoller Roman, der genau wegen dieser Tiefe so viel Spaß und Freude bereitet. Weiterlesen

Caren Benedikt, Die Rache der Duftnäherin

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Über das Buch:
Bremen im 14. Jahrhundert. Anna hat sich in der Stadt, die mit den Nachwirkungen der Pest zu kämpfen hat, längst einen Namen als „Duftnäherin“ gemacht. Ihr Geheimnis, Seife in die Säume der von ihr geschneiderten Kleider zu nähen, hat sich als wahre Sensation entpuppt. Sie lebt mit ihrer Familie im Haus ihres Großvaters, des Ratsherrn Siegbert von Goossen. Als dieser von einer Reise nach Flandern nicht mehr zurückkehrt, macht sich Anna in höchster Sorge auf, ihn zu suchen – und gerät in das Abenteuer ihres Lebens … (Quelle: https://www.droemer-knaur.de)

Über die Autorin:
Caren Benedikt, geboren 1971, wuchs in einer norddeutschen Kleinstadt auf. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten und arbeitete danach als freie Journalistin. Heute lebt sie gemeinsam mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in einem kleinen Ort bei Bremen. Weitere Informationen unter http://www.caren-benedikt.de (Quelle: https://www.droemer-knaur.de)

Meine Meinung:

Manchmal fragt man sich warum einige Bücher so lange im Regal stehen und darauf warten gelesen zu werden. Aus diesem Grund hatte ich mich Anfang des Jahres entschlossen zwanzig Bücher auszuschreiben, die ich dieses Jahr unbedingt lesen will, darunter auch dieses Buch von Caren Benedikt. Und ja, auch diese Buch hat definitiv viel zu lange im Regal gestanden.
„Die Rache der Duftnäherin“ ist die, auch eigenständig zu lesende, Fortsetzung von „Die Duftnäherin“. Das Cover ist mal wieder nicht mein Geschmack, es ist so austauschbar und nichtsagend, sodass meiner Meinung nach viel Potential verschenkt wird.
Bereits nach wenigen Seiten war ich wieder im Geschehen drin und habe die Hauptfiguren wieder in mein Herz geschlossen. Caren Benedikt schafft es den Figuren Leben ein zu hauchen und sie als Menschen mit Ecken und Kanten, Stärken und Schwächen, Fehlern und perfekten Seiten auszustatten. Es hat mir wieder sehr viel Spaß bereitet, Anna und ihre Lieben zu begleiten. Die Abenteuer die Anna und ihre Familie diesmal bestreiten müssen, haben es wahrlich in sich und es ist so spannend, dass man das Buch am liebsten nicht mehr zu Seite legen möchte.
Auch die Nebenfiguren sind liebevoll gezeichnet und man kann einen Bezug zu ihnen aufbauen. Ein klein wenig haben mich die Klischees und die Schwarz-Weiß-Darstellungen gestört, darüber schaue ich aber gerne hinweg, weil gerade bei den Hauptfiguren dies nicht der Fall war und diese Figuren durch ihren Facettenreichtum bestechen.
Der Schreibstil von Caren Benedikt ist wie gewohnt sehr flüssig und angenehm zu lesen. Erzählende Passagen und Dialoge halten sich gut die Waage, sodass eine gewisse Abwechslung im Erzählstil gegeben ist.
Das Buch ist in sich schlüssig und logisch aufgebaut, als Leser hat man zu jeder Zeit das Gefühl der Autorin folgen zu können, was aber der Spannung keinen Abbruch tut. Die Spannung zieht der Roman aus den Kriminalfällen, die in diesem historischen Roman eine Rolle spielen. Weiterlesen

Judith Lennox, Die Frau des Juweliers

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Über das Buch:

Kairo, 1938: Wir werden uns lieben, denkt Juliet, als sie den reichen englischen Juwelier Henry Winterton heiratet und mit ihm nach England geht. Sofort empfindet sie das Herrenhaus Marsh Court als ihr neues Zuhause. Doch ihre Heirat soll sich als großer Fehler herausstellen. Als der Zweite Weltkrieg ausbricht, wird alles noch schlimmer. Plötzlich schwelgen die Wintertons nicht mehr in Luxus, und Juliet kämpft um das Überleben der Familie. In ihrer Verzweiflung und ihrem Hunger nach Liebe lässt sie sich auf eine Affäre mit dem charismatischen Gillis ein. Doch ihn umgibt ein Geheimnis, das ihr Leben zerstören könnte. (Quelle: https://www.piper.de)

Über die Autorin:

Judith Lennox, geboren 1953 in Salisbury, wuchs in Hampshire auf. Sie ist eine der erfolgreichsten Autorinnen des modernen englischen Gesellschaftsromans und gelangt mit jedem neuen Buch auf die deutschen Bestsellerlisten. Judith Lennox liebt Gärtnern, ausgedehnte Wanderungen, alte Häuser und historische Stätten. Sie lebt mit ihrem Mann in Cambridge. Die beiden sind Eltern dreier erwachsener Söhne. (Quelle: https://www.piper.de)

Meine Meinung:

Ich muss gestehen, dass mich dieses Buch ein klein wenig zwiegespalten zurücklässt, denn diesmal konnte mich Judith Lennox nicht komplett überzeugen. Aber der Reihe nach…

Das Cover ist sehr geschmackvoll gestaltet und gefällt mir sehr gut und passt auch meiner Meinung nach gut zum Inhalt. Den Klappentext allerdings finde ich schon nicht so gelungen, es geht zwar in erster Linie um Juliet, allerdings spielen auch später ihre Kinder eine entscheidende Rolle in der Geschichte. Die Zeitspanne des Buches beträgt fast 30 Jahre, sodass Zeitsprünge unumgänglich sind. Zu Beginn jedes Kapitels gibt es zwar eine Zeitangabe, allerdings kommen manche Zeitsprünge dennoch überraschend und man würde die Personen lieber ausführlicher begleiten.

Die Themen dieses Romans sind Familie, Erbe, Liebe, Streit, Eifersucht, Neid und Geheimnisse, mit anderen Worten eine ziemlich breite Palette des wahren menschlichen Lebens. Genau dies fängt Judith Lennox meisterhaft ein und dieser Aspekt des Romans hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen. Seine Spannung zieht der Roman aus der Lebensgeschichte von Judith. Wird die Affäre von ihr und Gilles eines Tages ans Licht kommen und ihre Familie somit zerstören?

Der Roman ist insgesamt in 4 Teile und 19 Kapitel unterteilt, ganz vorne im Buch gibt es eine Übersicht über die wichtigsten handelnden Figuren. Zu Beginn des Romans musste ich von dieser Aufstellung öfters Gebrauch machen, z.B. um nachzuschauen, welche Kinder zu welchen Eltern gehören, dies war am Anfang leicht verwirrend für mich. Auch war es für mich zu Beginn schwierig, welche Personen wie zueinanderstehen, aber auch hier half die Aufstellung sehr gut weiter.

Der Schreibstil von Judith Lennox ist sehr angenehm zu lesen, sie wählte für diesen Roman eine sehr wohl bedachte Sprache, die dem Klientel ihrer Protagonisten entspricht und sie somit authentisch reden lässt. Weiterlesen