Monika Pfundmeier – Interview Teil 1

Quelle Foto: Homepage der Autorin http://monika-pfundmeier.com/

Eliza: Liebe Monika, vielen lieben Dank, dass Du Dich meinen Fragen stellst.
Magst Du uns zuerst etwas über Dich erzählen? Wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Monika Pfundmeier: Liebe Eliza, auf deine Fragen und das Interview mit dir freue ich mich sehr! Gern öffne ich die Tür zu meiner Welt für dich und deine Leser.
Als Kind habe ich Bücher verschlungen (und meine Eltern zur Verzweiflung getrieben, zwar schmolzen die Bücherstapel irre schnell in meinem Zimmer – leider nicht die Unordnung Drumherum). Als Teenager setzte ich dann ein wenig Geschreibsel auf (Kurzgeschichten, Texte, etc.), und auch wenn das noch weit weg von ernsthaftem Schreiben war, keimte der Wunsch auf, Schriftsteller zu werden – den meine damalige Lehrerin prompt abwürgte. Später – mit Mitte 20 – war es ein Buch von Brigitte Riebe, das mich inspiriert hat, selbst loszulegen.

Eliza: Magst du uns verraten welches Buch es von Brigitte Rebe war?

Monika Pfundmeier: Das war: Die Pforten der Nacht  Klingt ein wenig düster, ist ein großartiger Roman von Brigitte über Köln, Liebe, Freundschaft, Religion und Pest im 14. Jhd.

Eliza: Weiß Brigitte Riebe, dass sie „Schuld“ ist? Seid ihr euch schon mal begegnet, als Kolleginnen?

Monika Pfundmeier: Tatsächlich weiß Brigitte das und hat sich sehr darüber gefreut. Persönlich sind wir uns im Herbst 2016 auf der Lit.love begegnet. Über Facebook halten wir Kontakt. Witzig ist: wir wohnen ja beide in München und gar nicht mal so weit auseinander. Aber unsere Terminkalender sind dermaßen voll, dass wir es seit 2016 nicht mehr geschafft haben. Das müssen wir bald mal ändern.

Eliza: Oh ja, dass müsst ihr, gerade weil ihr in derselben Stadt wohnt. Vielleicht schmiedet ihr ja Pläne für ein Gemeinschaftsprojekt? Das wäre sicherlich spannend, das Genre stimmt ja schon mal
Wenn man an Brigitte Riebe denkt, dann denkt man automatisch auch am Katzen, ihr Prinz von Schwabing, ist ja schon ein kleiner Social-Media Star. Hast du auch Haustiere? Magst du Katzen?

Monika Pfundmeier: Das wäre eine Idee  toll fand ich: Brigitte hat mich vergangenes Jahr ausgewählt für die Aktion „Unterstütze Autorinnen“ von den Mörderischen Schwestern. Da hab ich mich sehr geehrt gefühlt.
Stimmt, ihre Katze ist klasse. Ich mag Tiere, allerdings habe ich diverse Allergien (da hab ich mich nicht schnell genug geduckt, als die verteilt wurden) und ich reise sehr viel. Für ein Haustier bleibt da nicht viel Zeit und Raum in meiner 2-Zimmer-Wohnung.

Eliza: Das mit den Allergien kenne ich zu gut, aktuell plagt mich der Heuschnupfen… Magst du uns etwas ausführlicher zu der Aktion berichten?

Monika Pfundmeier: Da bin ich auch dabei – Heuschnupfen. Mein aktuelles Morgenritual: Frühstück und dann gleich ne Reactine dazu . Zumindest ist dann das Augenjucken und Halskratzen etwas erträglicher .
Im 2017 haben die Mörderischen Schwestern den Mai genutzt, um Frauennetzwerke zu stärken und junge/unbekannte Autorinnen einem breiteren Publikum vorzustellen. Brigitte hat dafür mich ausgewählt, wir haben uns im Vorfeld dazu ausgetauscht. Brigitte hat dann auf ihrer Facebook-Seite mich, mein Buch, unser Kennenlernen vorgestellt. Die Zusammenarbeit mit Ihr hat richtig Spaß gemacht.

Eliza: Das klingt gut. Tja, dann ist es ja nur eine Frage der Zeit wann ein großer Verlag an deine Tür klopft, oder?

Monika Pfundmeier: Geklopft haben die tatsächlich schon. Allerdings muss ich sagen: mir macht es sehr viel Spaß Selfpublisher zu sein. Es ist auf der einen Seite anstrengend, und irre viel Arbeit, weil ich ja neben dem Schreiben mich noch um alles andere kümmern muss. Und oft merke ich, wie viele Vorurteile gegenüber Selfpublishern existieren. Auf der anderen Seite liebe ich es zu sehr, Autor und Unternehmer zu sein. Alles rund ums Buch bestimme ich selbst, wähle meine Partner – wie meine phänomenale Lektorin, Dorothea Kenneweg, die sowohl für Verlage, als auch für sehr erfolgreiche Selfpublisher arbeitet, oder meine großartige Grafikerin, Laura Newman. Ich bestimme den Terminplan, die Marketingmaßnahmen, die Details von der Geschichte bis zum Cover – und wenn mein Buch nicht erfolgreich ist, muss ich mir selbst an die Nase fassen und aus Fehlern lernen. Das ist meine Leidenschaft. Und natürlich – wie auch ein Verlag – muss ich ebenso wirtschaftlich kalkulieren. Aber ich weiß halt schon, was hinter meinem Buch steckt bzw. drin und spüre den Erfolg, auch wenn – oder gerade weil – meine Romane nicht einem vorgefertigten Schema entsprechen. Mmmhh – und irgendwie fühle ich mich einfach näher am Leser damit und will auch zeigen: Selfpublisher kriegen dieselbe Qualität gebacken wie ein Verlag.

Eliza: Wow , danke für diesen Einblick. Würdest du dich als Macherin beschreiben?

Monika Pfundmeier: Ja

Eliza: Warum hast du dir ausgerechnet das Genre Historischer Roman ausgesucht?

Monika Pfundmeier: Gute Frage! Puh – dafür hab ich mich bisweilen auch schon verflucht, denn gerade als Selfpublisher ist es in dem Genre schwierig, von den Lesern wahrgenommen zu werden. Was mich dazu trieb, war die Geschichte, die ich in meinem ersten Roman BLUTFÖHRE erzähle. Die Sage dazu hat mich seit meiner Kindheit beschäftigt. Ich wollte immer wissen, wie sich ein derartiges Unrecht gegenüber einem aufrichtigen und guten Menschen entstehen kann. Irgendwie hab ich gespürt: ich muss das erzählen – und die Hintergründe dazu. Tja – dann begann die Recherche rund um die Dinge, die sich historisch herausfinden ließen, und ich landete so im 13. Jahrhundert.
Es ist nicht so, dass ich nicht versucht hätte, in anderen Genres meinen Platz zu finden. Allerdings: bevor ich die Geschichte von BLUTFÖHRE nicht zu Papier gebracht hatte – konnte ich auch an keinem anderen Thema weiterschreiben. Ich hab’s versucht, aber BLUTFÖHRE musste beendet werden. Und mittlerweile macht mir das Genre Historischer Roman sehr viel Spaß.

 

Advertisements