Die Schachnovelle (Film nach der Novelle von Stefan Zweig)


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Mit der Neuverfilmung der Schachnovelle, einer deutsch-österreichischen Co-Produktion ist dem Regisseur ein imposantes und nachdenkliches Epos gelungen. Das Filmplakat zeigt die Hauptdarsteller eingebettet in die wesentlichen Handlungsorte des Filmes. In der Handlung des Films geht es um den wohlhabenden österreichischen Notar Josef Bartok, welcher mit seiner Frau Anna in Wien lebt und Zeuge des Anschluss Österreichs an Nazideutschland wird. Kurz nach dem Anschluss wird in einem Luxushotel in Wien in Einzelhaft genommen. Ziel der Nazis sind die Zugangscodes zu lukrativen Konten seiner Kunden zu erhalten. Er versucht der physischen Folter der Nazis entgegenzutreten und erlangt durch einen Diebstahl eines Buches „welches sich mit dem Spiel Schach auseinandersetzt“ Zugang zu diesem Denksport. Um in der Einzelhaft nicht komplett verrückt zu werden, bastelt er sich aus Brotresten und Lehm Schachfiguren und wird besessen von diesem Spiel. Ob er es schaffen wird dem Druck standzuhalten? Der Hauptdarsteller Josef Bartok verkörpert von Oliver Masucci ist eine hochintelligente und sehr standhafte Persönlichkeit. Er lässt sich trotz mentaler und auch körperlicher Qualen nicht von seinem Vorhaben abbringen. Oliver Masucci hat diese Rolle stark verkörpert und man fieberte als Zuschauer buchstäblich mit. Auch die Nebendarsteller waren gut gewählt. Da war zum einen der Gestapo Mann Franz Josef Böhm, dargestellt von Albrecht Schuch. Er ist der Bösewicht der Handlung und verkörpert den „bösen Gentleman“. Ich fand ihn den Prototyp eines Nazis in dem er vermeintlich freundlich aber mit Nachdruck Bartok zwingen möchte die Zugangscodes doch endlich freizugeben. So macht er sich nie die Hände schmutzig und lässt „andere“ die Drecksarbeit machen, wie es einst die „Nazioberen“ gemacht haben Diese Verkörperung hat Albrecht Schuch ebenfalls herausragend gespielt und man war als Zuschauer noch einmal entsetzt über das Handeln der Nazis in der damaligen Zeit. Albrecht Schuch verkörpert in einer Doppelrolle auch den Schachweltmeister Mirko Czentovic welcher ebenfalls in der späteren Handlung noch auftaucht. Ebenfalls zu erwähnen sind seine Frau Anna gespielt von Birgit Minichmayr, sowie Rolf Lassgard in der Rolle des Owen McConnor, einem amerikanischen Industriellen auch der Überfahrt mit dem Dampfer.

Die Bilder und Dialoge des Films haben sich nachhaltig bei mir eingeprägt und ich war sehr begeistert. Eine klare Empfehlung sich diesen herausragend gespielten Film sich einmal näher anzusehen.

9/10 P.

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