[#Werbung] Paula Stern, Die Kaffee-Dynastie, Tage des Aufbruchs (Bd. 1)


Über das Buch:

Aachen 1945: Als Eberhard Ahrensberg nach Kriegsende in seine Heimat zurückkehrt, steht er vor den Scherben seiner Existenz. Der nationalsozialistische Vater an der Front gefallen, das Haus in Trümmern, die Firma aufgelöst. Doch er muss seine kleine Familie ernähren – in seiner Not beginnt er, Kaffee zu schmuggeln.

Aachen, Gegenwart: Als Erbin des bekannten Kaffee-Imperiums Ahrensberg liebt Corinne alles, was mit Kaffee zu tun hat. Doch anders als ihr Bruder setzt Corinne nicht auf Profit, sondern auf Individualität und Ursprünglichkeit. Bei ihren Recherchen in der Geschichte des Familienunternehmens entdeckt Corinne die bewegende Vergangenheit voller Glück, Verrat und Kampfgeist. (Quelle: www.harpercollins.de)

Über die Autorin:

Paula Stern liebt es zu genießen. In ihrer Trilogie »Die Kaffeedynastie« vereint sie diese Liebe mit ihrer Leidenschaft zum Schreiben und dem Interesse an historischen Ereignissen. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie es ist, ein Unternehmen zu leiten und mit den feinen Nuancen von Aromen verschiedenste Geschmacksrichtungen zu kreieren. Gemeinsam mit Mann und Hund lebt sie in einem kleinen Ort im Südwesten Deutschlands. (Quelle: www.harpercollins.de)

Meine Meinung:

Seit fast einem Jahr leben und arbeiten James und ich in Aachen, sodass ich neugierig war, einen Aachen-Roman zu lesen und da kam mir der Roman von Paula Stern gerade recht, da ich bekannter- weise ein Fan von Familiensagas auf zwei Zeitebenen bin.

Das Cover ist in Beige- und Braun- Tönen, man erkennt aus der Vogelperspektive eine Frau und einen Mann, die in entgegengesetzte Richtungen schauen. Der Klappentext verrät uns, dass es einen Erzählstrang im Jahr 1945 gibt und einen in der Gegenwart.

In diesem Roman geht es um die Familie Ahrensberg, denen das Unternehmen Ahrensberg Kaffee gehört. Günther Ahrensberg wird schwer krank und seine Kinder Alexander und Corinne müssen die Leitung des Unternehmens übernehmen. Corinne brennt für Kaffee und hat ihre eigenen Vorstellungen, wohin sich das Unternehmen entwickeln soll, dies führt zu Spannungen mit ihrem Bruder. Corinne möchte weg von der Massenproduktion und lieber kleine exquisite Chargen rösten. Sie hatte eine enge Bindung zu ihrem Großvater gehabt, der genau so den Kaffee geliebt hat wie sie. Ihr Vater und ihr Bruder sind eher die Unternehmen und weniger die Kaffeeliebhaber.

Corinnes Großvater war es, der das Unternehmen durch Kaffeeschmuggel nach dem 2. Weltkrieg aufgebaut hat. Doch er musste erst die Schatten der Vergangenheit besiegen. Der Roman wird größtenteils abwechselnd erzählt, wobei die Kapitel mit dem Gegenwartsbezug überwiegen. Die Spannung des Romans speist sich vor allen Dingen aus dem Strang um Corinnes Großvaters. Der Strang der heutigen Zeit war mir persönlich zu vorhersehbar, zu heile Welt und zu glatt. Auch hätte ich mir wesentlich mehr Bezüge zur Stadt Aachen gewünscht. Bis auf ein paar Straßennahmen findet sich da nicht viel im Roman, er könnte auch in einer anderen Stadt spielen. Was mir nicht einleuchtend ist warum der Ort in der Gegenwart (Aachen) real ist, der Ort in der Vergangenheit aber fiktiv (Euweiler in der Eifel, es gibt Eschweiler, welches ein paar Kilometer östlich von Aachen liegt).

Auch die Figuren, gerade Corinne, ist mir persönlich nicht scharf genug. Sicherlich ist sie noch sehr jung, 1992 geboren, dennoch ist kein eindeutiges Profil einer Persönlichkeit erkennbar. Ihr gelingt scheinbar alles, ihr fliegt alles zu, sie muss um nichts kämpfen. Hier ist mir der Erzählstrang um ihren Großvater um einiges authentischer.  Bereits nach wenigen Seiten war mir klar, welcher Mann an Corinnes Seite treten wird und wie die ganze Sache „ausgeht“, hier hätte ich mir mehr Einfallsreichtum und Ideen von der Autorin gewünscht. Teilweise kam ich mir vor wie in einem Film, dessen Ende man nach der ersten viertel Stunde kennt.

Zu Beginn des Romans befindet sich ein Verzeichnis der Personen und Handlungsorte, am Ende des Buches sind Rezepte abgedruckt, ebenso der Quellennachweise und die Dankesworte der Autorin.

Jedes Kapitel hat einen eigenen Titel und eine Zeitangabe ist vorangestellt, sodass dem Leser eine gute Orientierung gegeben ist.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen. Vor allen Dingen die Dialoge sind gut, bei den beschreibenden Passagen hätte ich mir manchmal mehr Detailliebe gewünscht. Unterhaltsam ist der Roman alle mal. Etwas nettes, leichtes für zwischendurch, für mich leider nicht der große Wurf, hatte mir definitiv mehr versprochen und auch erhofft.

Den zweiten Teil der Saga werde ich lesen, weil ich wissen möchte, wie es mit Corinnes und Alexanders Großvater 1945 weitergeht. Für mich hätte die Autorin den Fokus mehr auf die Vergangenheit richten sollen, da diese Geschichte mehr Potential hatte, so bleibt dieser Roman nur ein Roman für „Zwischendurch“ und keiner der mir lange im Gedächtnis bleiben wird.

Ein Buch für Kaffeeliebhaber, die aber nicht all zu tief in die Materie eindringen wollen, es geht hier eher um das Flair und die Liebe zu Kaffee.

Von mir gibt es nur eine eingeschränkte Leseempfehlung.

6/10 P.

[#WERBUNG] Folgendes kennzeichne ich gemäß § 6 TMG als Werbung:
Meine Blog-Beiträge enthalten Verlinkungen zu Verlagen, Autoren und literarischen Agenturen, sowie zu Büchern auf Amazon (Affiliate-Link), Audible und anderen kommerziellen Webseiten. Ich wurde für diesen Beitrag nicht bezahlt und habe ihn aus freien Stücken heraus veröffentlicht. Ich gebe immer meine ehrliche Meinung wieder und werde nicht inhaltlich beeinflusst.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s