[#Werbung] Micaela Jary, Das Kino am Jungfernstieg Der Filmpalast (Bd.2)


Das Kino am JungfernstiegDer Filmpalast von Micaela Jary

Über das Buch:

1944: In den Babelsberger Filmstudios passiert ein Unglück mit fatalen Folgen. Sieben Jahre später: Der internationale Filmstar Thea von Middendorff kehrt zur Eröffnung der Berliner Filmfestspiele nach Deutschland zurück – jene Frau, die für das Unglück damals verantwortlich war, was sie aber zu verheimlichen wusste. Auf ihrer Spur befindet sich der britische Journalist John Fontaine, der Thea von Middendorff nun mit einem Interview kompromittiert. Das bringt wiederum die Hamburger Kinobesitzerin Lili Paal auf den Plan, die ebenfalls von der alten Geschichte weiß – und in die Fontaine hoffnungslos verliebt war. (Quelle: http://www.penguinrandomhouse.de)

Über die Autorin:

Micaela Jary stammt aus Hamburg und wuchs im Tessin auf. Sie arbeitete lange als Journalistin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete. Nach einem langjährigen Aufenthalt in Paris lebt sie heute mit Mann und Hund in Berlin und München. Zum Schreiben begibt sie sich aber auch in ein kleines Landhaus nahe Rostock. (Quelle: http://www.penguinrandomhouse.de)

Über das Buch:

Nachdem ersten Teil von „Das Kino am Jungfernstieg“ war ich sehr gespannt. was aus Lili Paal und ihrem ehemaligen Kino geworden ist. Micaela Jary ist eine interessante und nicht vorhersehbare Geschichte über das „Drama eines Kinoliebhabers“ in den Nachkriegsjahren gelungen.

Das Cover ist bunt gestaltet. Man erkennt eine Frau mit einem Hut in einem grünen Kleid, welches teilweise von einem Pelz bedeckt wird. Der Klappentext ist sehr allgemein gehalten und weiß Spannung zu erzeugen. Die wesentlichen Themen der Geschichte sind die 50er Jahre, das persönliche Schicksal von Lili Paal und ein „Familiengeheimnis“, welches erst am Ende der Geschichte seine Auflösung findet. Die Hauptdarstellerin Lili Paal muss sich in der Fortsetzung des Romans mit einigen schwierigen Lebenssituationen auseinandersetzen. Unglücklich verliebt und von ihrer Halbschwester Hilde, sowie ihrem Ehemann Albert, der immer wieder in Probleme verstrickt ist, gleicht ihr Leben einem Ständigen „Auf und ab“. Einzig der Gedanke an ihre innersten Gefühle und die späteren Begegnungen mit dem ehemaligen britischen Offizier John Fontaine geben ihr den Halt und den Mut wegweisende Entscheidungen zu treffen und gleichzeitig ein entscheidendes Geheimnis ihrer eigenen Familie aufzudecken. Lili Paal entwickelt sich charakterlich deutlich weiter. Sie trotzt mancher Unsicherheiten und der Problematik, dass Frauen in den 50er Jahren immer noch für fast alles ihren Ehemann um Erlaubnis fragen müssen, zu einer selbstbestimmten und sehr eigenwilligen Frau. John Fontaine, dem wie im ersten Band, interessantesten Nebendarsteller zeigt in der Fortsetzung mehr von seiner intimen Persönlichkeit. Wirkte er im ersten Teil noch abgeklärt und kühl, zeigt er doch seine eigene Unsicherheit. Dies zeigt sich sehr stark, dass z.B. sein Handeln oder seine ziemlich privaten Angelegenheiten stark von seiner Mutter beeinflusst werden. Doch auch John macht eine Entwicklung durch und widersetzt sich seinen Hemmnissen. Der Aufbau der Geschichte ist stringent und es sind keine deutlichen Zeitsprünge ersichtlich. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig, lebendig und gut verständlich lesbar.  Als Zielgruppe des Romans kommen tendenziell eher ein romantisches Publikum, sowie Freunde von Film und Kinowesen in Betracht. Mir hat die Geschichte von Lili Paal gut gefallen und ich bin froh, dass die Protagonistin ihren eigenen Weg stringent weiterverfolgt. Die Gesellschaftskritik, welche die Autorin teilweise sehr versteckt, teilweise aber auch sehr deutlich zeigt, hat mich sehr beeindruckt. Auch haben mir die erneuten Einblicke in die „Filmwirtschaft“, diesmal der 50er Jahre, gut gefallen. Einzig und allein das Kinowesen ist aufgrund der Konstruktion der Geschichte für meinen Geschmack etwas zu kurz gekommen. Dies ist jedoch kein Grund der Geschichte keine sehr positive Bewertung abzugewinnen. Ich bedanke mich bei der Autorin für die interessanten und sehr abwechslungsreichen Lesestunden.

Des Weiteren bedanke ich mich bei Goldmann für die Zusendung des Rezensions-Exemplars.

8,5 / 10 P.

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