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Über das Buch:
Binden will Julia Presley sich aus gutem Grund nicht mehr. In ihrem Leben dreht sich alles um ihre Pension am Ende der Magnolienallee – bis ihr eines Tages ein Fremder seine Hilfe bei den Sanierungsarbeiten anbietet. Dass Eli Donovan ebenso wie sie dunkle Geheimnisse hat, spürt Julia schnell. Doch es braucht erst einen staubigen Stapel alter Liebesbriefe aus der Zeit des Bürgerkriegs, damit sie versteht: Die Zeit der Zärtlichkeit und die Chance auf ein glückliches Familienleben verjähren nie. (Quelle: http://www.harpercollins.de)

Über die Autorin:
Linda Goodnight stammt aus einer ländlichen Region in Oklahoma, wo sie auch heute noch lebt. Zwei Anliegen hat die Bestsellerautorin: Ihre Romane sollen ebenso emotional berühren wie unterhalten. Die Quelle ihrer Inspiration ist dabei ihre eigene Patchwork-Familie, zu der auch zwei Adoptivkinder aus der Ukraine gehören, sowie die Erfahrungen, die sie als Krankenschwester und Lehrerin gemacht hat. (Quelle: http://www.harpercollins.de)


Meine Meinung:

Zuerst viel mir das wunderschön gestaltete Cover aus, als ich dann den Klappentext las, war mir klar, dieses Buch möchte ich lesen. Aber das Schönste ist, dieses Buch ist keine Mogelpackung, es hält was es verspricht.
Schon das Cover erinnert an die Südstaaten und strahlt diesen ganz gewissen Charme aus. Die Farbgebung ist sehr harmonisch und lädt ein wenig zum Träumen ein. Der Klappentext macht dann neugierig und man möchte die Geheimnisse erkunden, die die Personen mit sich herumtragen. Erzählt werden genau genommen drei Familiengeschichten auf zwei Zeitebenen. In der Gegenwart geht es um Julia und Eli mit ihren Familien, in der Vergangenheit steht Charlotte im Mittelpunkt, die eine sehr beeindruckende Frau war.
Auf zwei Zeitebenen erzählt die Autorin, das Schicksal der Familien. Vieles ähnelt sich, die Sorgen und Nöte der Menschen bleiben halt auch über Jahrhunderte gleich. Schicksalsschläge bestimmen oder haben das Leben der drei Familien von Grund auf verändert, dies ist auch Jahre später noch spürbar. Die Autorin schafft es sehr gut dies einfühlsam und authentisch zu schildern. Es sind die leisen Töne in diesem Roman, es wird nicht immer alles ausgesprochen, vieles wird nur angedeutet und trotzdem erliegt man dem Zauber der Südstaatenranch.
Die Fäden der beiden Erzählstränge sind gut ineinander verflochten und man möchte am liebsten immer weiter lesen, denn meist wechselt die Autorin bei einem unvorhergesehen Punkt wieder in die andere Zeit, dies erhöht das Lesetempo natürlich ungemein.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut zu lesen, erzählende Passagen wechseln sich mit Dialogen ab. Die Sprache ist auch der jeweiligen Zeit angepasst, sodass Charlotte ein anderes Vokabular benutzt als Julia. Julia kommuniziert ihre Gefühle auch wesentlich anders als Charlotte, was beide Protagonistinnen zu glaubwürdigen Akteurinnen macht.
Ein wenig einseitig sind hingegen die männlichen Akteure gezeichnet, die sich recht schnell in Gut und Böse einteilen lassen. Die tut aber dem Lese-Spaß keinen Abbruch, da vor allen Dingen bei diesem Buch die Story überzeugt.
Dieses Buch kann ich nur allen empfehlen, die gerne Familiensagas im Stile von „Vom Winde verweht“ lesen. Der Südstaaten-Aspekt ist nicht zu verleugnen und diesen muss man halt mögen. Eine spannende Geschichte, die mich überzeugt hat und die ich gerne weiterempfehle. Eine klare Lese- und Kaufempfehlung von mir. Ich hoffe sehr, dass dieser Roman nicht der Letzte der Autorin sein wird und sie uns in Zukunft mit weiteren spannenden Geschichten beglückt.
Ich bedanke mich bei Verlag HarperCollins für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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