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Über das Buch:

Alexa Petri hat schon seit vielen Jahren ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter Cornelia. Doch nun liegt Cornelia im Koma, und Alexa muss ihre Vormundschaft übernehmen. Sie findet einen Brief, der Cornelia in einem ganz neuen Licht erscheinen lässt: als leidenschaftliche junge Frau im Hamburg der frühen sechziger Jahre. Und als Opfer der schweren Sturmflutkatastrophe. Alexa beginnt zu ahnen, wer ihre Mutter wirklich ist. Als ein alter Freund von Cornelia auftaucht, ergreift Alexa die Chance, sich von der Frau erzählen zu lassen, die sie schließlich auch verstehen und lieben lernt. (Quelle: http://www.ullsteinbuchverlage.de)

Über die Autorin:

Corina Bomann ist in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen und lebt mittlerweile in Berlin. Sie hat bereits erfolgreich Jugendbücher und historische Romane geschrieben, bevor ihr mit Die Schmetterlingsinsel der absolute Durchbruch gelang. Seither gehört sie zur ersten Garde der deutschen Unterhaltungsschriftstellerinnen. (Quelle: http://www.ullsteinbuchverlage.de)

Meine Meinung:

Das Cover ist zwar etwas klischeehaft, dennoch gefällt es mir recht gut. So gaukelt das Buch nicht vor, etwas zu sein, was es nicht ist und als Leser kann man dieses Buch sofort gut einschätzen. Auch der Klappentext gibt eine gute Zusammenfassung und spricht den Leser sofort an, der bewährte Anreißer macht neugierig und animiert direkt zum „reinlesen“.

Die Themen dieses Romans sind die Liebe zwischen zwei Menschen, die Beziehung zwischen Mutter und Tochter, aber auch zwischen Vater und Sohn, sowie die Hamburger Sturmflut, die für viele Menschen auf einen Schlag alles verändert hat, so auch für Conny und Rick.

Das Buch wird größtenteils auf zwei Zeitebenen erzählt, die durch Briefe und Erinnerungen eingeleitet werden. Die Protagonisten der „Vergangenheit“ sind genauso liebenswert wie die Protagonisten der „Gegenwart“. Als Figur hat mich vor allen Dingen Richard bzw. Rick fasziniert, ihm würde ich gerne mal begegnen. Aber auch Alexa ist als Hauptprotagonistin sicherlich eine Figur mit der sich besonders die weibliche Leserschaft identifizieren kann.

Conny/Cornelia als Buchhändlerin mit eigenem Geschäft, in dem sich auch ihre Tochter Alexa immer wieder aufhält, macht es buchaffinen Menschen leicht sich in diesem Roman wohl zu fühlen.

Als Leser muss man die Ich-Erzähler-Perspektive von Alexa sicherlich mögen, so war sie aber zumindest mir sehr nah und ich konnte mich besonders gut in sie hineinversetzen und ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen.

Der Schreibstil ist, wie wir es von Corina Bomann kennen, sehr mitreißend und man möchte am liebsten einfach immer weiter lesen und merkt gar nicht, wie schnell die einzelnen Kapitel ins Land gehen. Die Fäden des Romans werden logisch und für den Leser zu jeder Zeit nachvollziehbar ineinandergeflochten und letztlich bleibt dem Leser nichts verborgen, er wird somit zu einem Teil der Geschichte.

Der Roman richtet sich zweifellos an die weibliche Leserschaft, denn die Themen Liebe, Romantik und die Beziehungen innerhalb der Familie stehen zweifellos im Vordergrund. Einen guten historischen Einblick über die Hamburger Sturmflut bietet der Roman natürlich auch, wobei auch hier das Schicksal der Menschen im Vordergrund steht.

Ein toller Roman der nicht nur die Liebe des Lebens thematisiert, sondern gleichzeitig auch die „Nebenthemen“ gut beleuchtet.

Ich bedanke mich bei NetGalley Deutschland und dem Ullstein Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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