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Über das Buch:
Bristol 1957: Der Vorsitzende der Barrington Schifffahrtgesellschaft wird zum Rücktritt gezwungen – für Emma Clifton ist dies die Gelegenheit, den Posten zu übernehmen und Macht über die Gesellschaft zu gewinnen. Doch die tragischen Ereignisse um ihren Sohn Sebastian, der in einen Autounfall verwickelt wurde, legen einen Schatten über Emma und ihren Mann Harry … (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Über den Autor:
Jeffrey Archer, geboren 1940 in London, verbrachte seine Kindheit in Weston-super-Mare und studierte in Oxford. Archer schlug eine bewegte Politiker-Karriere ein, die bis 2003 andauerte. Weltberühmt wurde er als Schriftsteller. Archer verfasste zahlreiche Bestseller und zählt heute zu den erfolgreichsten Autoren Englands. Sein historisches Familienepos Die Clifton-Saga stürmt auch die deutschen Bestsellerlisten und begeistert eine stetig wachsende Leserschar. Archer ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt in London und Cambridge. (Quelle: https://www.randomhouse.de)

Meine Meinung:
Ich bin ein Riesenfan der Clifton-Saga, bisher konnte mich Jeffrey Archer immer voll und ganz überzeugen. Diesmal, mit seinem vierten Band ist es ihm leider nicht ganz gelungen. Was nicht heißen soll, dass dieser Band grundsätzlich schlecht ist, aber er ist für mich der Schwächste der bisher auf Deutsch erschienen Bände.
Das Cover ist wieder sehr gut und ausdrucksvoll, es passt meiner Meinung nach auch sehr gut zu den vorigen drei Bänden, somit braucht man in der Buchhandlung bzw. Bibliothek nicht lange suchen. Die Protagonisten sind die gleichen Personen wie schon in den ersten Bänden, wobei wir uns leider sehr schweren Herzens von einer Figur im Laufe dieses Romans verabschieden müssen, wobei ich natürlich jetzt nicht verrate, um wen es sich da handelt. Der eindeutige Schwerpunkt liegt diesmal auf den Intrigen von Martinez gegenüber der Rederei und genau dies ist es was mich ein wenig gestört hat. Die Familien Barrington und Clifton treten in diesem Band sehr in den Hintergrund, sicherlich spielen sie noch eine Rolle, aber in den ersten Bänden war die Gewichtung ausgeglichener. Ob es Harrys Arbeit als Schriftsteller ist oder Giles Karriere als Abgeordneter, um nur zwei Aspekte der Familie zu nennen, spielen für die Haupthandlung diesmal nur eine untergeordnete Rolle, was ich als sehr schade empfunden habe.
Der Aufbau des Buches, die Erzählweise aus verschiedenen Perspektiven, wird auch in diesem Buch beibehalten. Auch der schon berühmt berüchtigte Cliffhanger am Ende des Buches erspart uns der Autor nicht. Der Schreibstil ist wie in den ersten drei Bänden locker und leicht zu lesen, zu keiner Zeit hat man als Leser die Sorge dem Autor nicht folgen zu können. Nein, es macht sogar wieder sehr großen Spaß die Figuren zu begleiten, doch wie gesagt, es geht diesmal sehr um den geschäftlichen Teil und weniger um die Familie. Der einzige, der für mich ein kleiner Lichtblick während des Lesens war, ist Sebastian Clifton. Er geht nun sowohl beruflich, wie auch privat seinen eigenen Weg, was mich für diese Figur außerordentlich freut, dies ist vor allen Dingen so glaube ich zumindest im Hinblick auf die folgenden Bände geschehen. Er wird sozusagen in Position gebracht.
Allen Fans der Serie kann ich somit auch weiterhin nur viel Spaß wünschen, sicherlich dieser Band ist aus dem genannten Grund für mich etwas schwächer, was mich aber noch nicht dazu veranlasst, die Serie zu diesem Zeitpunkt abzubrechen. Ich hoffe sehr, dass wir im fünften Band „Die Wege der Macht“ (erscheint im April 2017) wieder ein ausgeglicheneres Verhältnis der beiden Parteien (Familie und Rederei) haben werden. Lassen wir uns überraschen und begleiten Emma und Harry weiter auf ihrem Weg. Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf die nächsten Abenteuer.

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