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Quelle: Annette Hennig

Über das Buch:

Eine junge Ärztin Ein wertvolles Gemälde Ein Geheimnis, das die Zeit überdauert hat. Im Sommer 1990 gerät das Leben der jungen Ärztin Leilani Vonderhoff aus den Fugen. Von den Menschen die ihr wichtig waren verlassen, bricht sie ihre Zelte in Berlin ab und macht sich auf die Suche nach einem Neubeginn, um wieder Ruhe und Ordnung in ihr Leben zu bringen. Auf der Insel Rügen glaubt sie all das zu finden. Die Beschaulichkeit ihrer kleinen neuen Welt ist jedoch nur von kurzer Dauer. Völlig unerwartet wird sie mit dem Vermächtnis ihrer Familie konfrontiert. Neugierig begibt sie sich auf Spurensuche, an deren Ende nichts mehr so sein wird, wie es bisher schien. (Quelle: http://www.amazon.de)

Über die Autorin:
Annette Hennig ist eine deutsche Autorin. Sie lebt mit ihrem Mann in einem kleinen Ort in Thüringen.
Sie erlernte den Beruf einer Bürokauffrau, studierte danach Betriebswirtschaft und arbeitete viele Jahre im erlernten Beruf.
Seit nunmehr zwanzig Jahren geht sie einer selbständigen Tätigkeit nach, welche ihr Freiraum für das Schreiben lässt.
In ihrer Freizeit verreist sie gern, liest viel und liebt es im Garten zu entspannen. Hier findet sie Ruhe und Muße für neue Romanideen.
(Quelle: http://www.amazon.de)

Meine Meinung:
Auch mit Teil 2 der Blütenträume-Trilogie konnte Annette Hennig mich überzeugen, die Autorin schafft es mit ihren Figuren einen neuen Bogen in dem Gesamtkontext zu spannen.
Das Cover ist meiner Meinung nach besser, als das des ersten Teils, es ist ruhiger und stilvoller. Dadurch, dass das Cover von Band 1 sich als Gemälde auf dem Cover des zweiten Buches wiederfindet, gibt es einen Wiedererkennungswert, den ich sehr begrüße.
In zwei Erzählsträngen erzählt uns die Autorin eine spannende und unterhaltsame Story, die sich durchaus mit den Geschichten der großen Erzählerinnen des Genres messen lassen kann. Durch die verschiedenen Erzählperspektiven bekommt die Handlung eine gute Tiefe, die mir sehr viel Freude bereitet hat. Besonders Leilani, als Protagonistin konnte mich überzeugen, mit ihr hat Annette Hennig eine Figur geschafften die authentisch, sympathisch und überzeugend handelt. Leilani hat, wenn es nötig ist, die nötige Portion Selbstbewusstsein, sie ist aber auch zur Selbstkritik fähig und kann ihre Meinung ändern. Sie entwickelt sich im Laufe des Romans weiter, indem sie sich der Vergangenheit ihrer Familie stellt. Aber auch die Nebenfiguren wie Flora und Viola, die wir schon aus Band 1 kennen, zeigen neue Facetten und wirken so noch lebensechter. Leider kommen gerade die männlichen Figuren nicht besonders gut weg, so habe ich es doch leider empfunden. Ich will bestimmt keinen strahlenden Helden, dennoch hätte ich mir neben dem Playboy, dem hoffnungslos verfallenen Liebhaber und dem nicht durchsetzungsfähigen Ehemann, eine charakterlich starke männliche Figur gewünscht.
Die beiden Zeitebenen und die verschiedenen Perspektiven sind gut mit einander verschachtelt und bieten so dem Leser eine grundsolide Spannung. Allerdings sind einige Abschweifungen im Erzählstrang der Gegenwart nicht zwingend zielführend für die Aufdeckung des Geheimnisses, sie geben dem Leser die Möglichkeit ein wenig zu verschnaufen. Die losen Fäden aus dem ersten Buch werden aufgenommen und weiter ineinander verwoben, sodass die Story an sich reift und gut voranschreitet.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut lesbar und bildhaft. Ich habe ihn als sehr angemessen für diese Story empfunden und bin nur einmal über einen Formulierungsfehler gestolpert, den ich aber gern verzeihe.
Für Fans von Familiensagas, oder solche Leserinnen, die gerne einen Frauenroman zur Hand nehmen, denen kann ich Annette Hennig nur empfehlen. Allerdings ist zu empfehlen, dass man am besten mit „Flora – und der Traum vom roten Oleander“ beginnt, denn sonst entgehen einem Anspielungen und Zusammenhänge, die mit Sicherheit das Lesevergnügen schmälern würden. Eine klare Leseempfehlung von mir und ich freue mich schon auf den abschließenden Teil der Trilogie.

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