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Über das Buch:
Nicole Schwarz ist allein bei ihrer Mutter aufgewachsen. Schon immer hat sie sich eine große Familie gewünscht. Umso mehr freut sie sich über ihre Schwangerschaft. Doch dann erfährt sie, dass ihr Baby mit einem Herzfehler zur Welt kommen wird – die Folge einer Erbkrankheit. Voller Fragen fährt Nicole zu ihrer Mutter Marianne an die Mosel. Bei ihr findet sie Trost. Und endlich eine Antwort auf die Frage nach ihrem Vater. Marianne wollte nie über ihn sprechen. Jetzt beginnt sie zu erzählen: vom Aufwachsen in der Nachkriegszeit, von einer großen Liebe zwischen Deutschland und Frankreich und von den Ressentiments, die der Krieg auf beiden Seiten hinterlassen hat. Nicole will verstehen, woher sie kommt und macht sich auf die Suche nach ihrem Vater … (Quelle: http://www.ullsteinbuchverlage.de )

Über die Autorin:
Corina Bomann ist in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen und lebt mittlerweile in Berlin. Sie hat bereits erfolgreich Jugendbücher und historische Romane geschrieben, bevor ihr mit Die Schmetterlingsinsel der absolute Durchbruch gelang. Seither gehört sie zur ersten Garde der deutschen Unterhaltungsschriftstellerinnen. (Quelle: http://www.ullsteinbuchverlage.de )

Meine Meinung:
Es gibt Bücher, die ziehen mich von der ersten Seiten an in ihren Bann, Corina Bomann ist dies mit „Das Mohnblütenjahr“ gelungen. Ich weiß nicht wieso, aber ich war irgendwie direkt drin in der Geschichte. Nicole, die Protagonisten, war mir direkt sympathisch und ich habe mit ihr und ihrem ungeborenen Kind gebangt und gehofft.
Genau dies ist eine unglaubliche Stärke von Corina Bomann, dass sie es schafft ihren Figuren so unglaublich viel Persönlichkeit zu geben, dass man sich mit den Figuren identifizieren kann. Die Autorin erfindet keine Figuren, die nicht lebensnahm wären, es sind Menschen wie du und ich und genau das macht ihre Bücher glaube ich so erfolgreich.
Eine weitere Stärke ist zweifellos der Schreibstil, flüssig wie eh und je zu lesen, eine gefühlvolle Achterbahn, ohne jemals ins kitschige Jargon auszuweichen. Dazu die, meiner Meinung nach, richtige Mischung aus Dialogen und erzählenden Passagen. Wer regelmäßig meine Rezensionen verfolgt, der weiß, dass ich Bücher auf zwei Zeitebenen liebe. „Das Mohnblütenjahr“ hat natürlich auch wieder zwei Zeitebenen, die einer Schnitzeljagd in der Gegenwart gleichen. Immer wieder werden Nicole von ihrer Mutter Bilder und Informationen zugespielt, die Nicole erzählen, was ihre Mutter damals als junge Austauschlehrerin in Frankreich erlebt hat. Eine wundervolle Zeitreise, die Vergangenheit und Gegenwart kunstvoll verbindet.
Die beiden Zeitebenen sind gut ineinander verwoben und laufen stetig auf den Höhepunkt zu. Es wird zu keiner Zeit langweilig und man möchte auf beiden Zeitebenen immer wissen wie es weitergeht, sodass man das Buch am liebsten gar nicht aus der Hand legen möchte. Ich habe das Buch in drei Tagen verschlungen, wenn ich nicht so viel „um die Ohren“ gehabt hätte, hätte ich es sehr wahrscheinlich in einer noch kürzeren Zeit geschafft.
Das Cover passt meiner Meinung nach sehr gut zu dem Roman, nicht kitschig und dennoch ein klein wenig romantisch, denn auch in diesem Roman ist klar: „Nur die Liebe zählt“.
Mein Fazit lautet: Bitte unbedingt lesen! Genau das richtige Buch für den Urlaub auf Balkonien, in den Bergen, an der See oder einfach nur für so zwischendurch. Sicherlich ist das Buch für Frauen geschrieben worden und sie sind auch meiner Meinung nach die primäre Zielgruppe. Aber dann wisst ihre Männer ja, was ihr euren Frauen schenken könnt, gell?
Ein ganz wundervolles Buch, was von mir absolute Punktzahl bekommt und dem ich ganz viele Leserinnen wünsche. Ich freue mich jetzt schon auf den neuen Roman von Corina Bonmann, der ist nach diesem Buch zur endgültigen Pflichtlektüre geworden.

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