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Über das Buch:
Als ihre Ehe zerbricht, steht die junge Berliner Anwältin Diana Wagenbach völlig allein da. Im Nachlass ihrer liebsten Tante findet sie das vergilbte Foto eines verwunschenen Hauses. Davor eine junge Frau. Ist es Dianas Ururgroßmutter, die einst in Ceylon lebte? Hals über Kopf macht Diana sich auf die Suche nach ihren Wurzeln in dem fremden Land am anderen Ende der Welt. Dort stößt sie auf eine geheimnisvolle Prophezeiung, die das Schicksal ihrer Familie für immer veränderte, eine verbotene Liebe, die niemals endete, und auf ihre eigene Bestimmung …
(Quelle: http://www.ullsteinbuchverlage.de)

Über die Autorin:
Corina Bomann ist in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen und lebt mittlerweile in Berlin. Sie hat bereits erfolgreich Jugendbücher und historische Romane geschrieben, bevor ihr mit Die Schmetterlingsinsel der absolute Durchbruch gelang. Seither gehört sie zur ersten Garde der deutschen Unterhaltungsschriftstellerinnen. (Quelle: http://www.ullsteinbuchverlage.de)

Meine Meinung:
Für mich gibt es Bücher, die mich direkt vom ersten (oder auch zweiten) Augenblick in ihren Bann ziehen. Weil ich ein Buch für eine Bekannte gesucht habe, ist mir dieses wieder in die Hände gefallen und ich wusste sofort, dass ist jetzt mein Buch. Alleine schon das Cover ist so geheimnisumwoben und romantisch, dass ich mich gerne von Corina Bomann entführen lassen wollte.
Geschichten die auf zwei Zeitebenen spielen sind mittlerweile meine heimliche Leidenschaft, ich finde es spannend auf „Schnitzeljagd“ mit den Protagonisten zu gehen und eine neue unbekannte Welt zu erkunden.
Hier kam direkt noch hinzu, dass mir Diana, die Hauptfigur, sofort sympathisch war. Sie ist eine mutige starke Frau, die ihr Leben selbst bestimmt und sich nicht anderen Menschen ausliefert. Als ihr Mann sie dann hintergeht, zieht sie die Konsequenzen und bleibt ihren Werten und Vorstellungen treu. Aber auch Grace und Victoria sind Figuren mit denen man sich identifizieren kann, zwei junge Frauen die eine komplett neue Welt entdecken, die so fern und exotisch ist, wie man es sich nur vorstellen kann.
Natürlich kommt auch die Liebe auf beiden Zeitebenen nicht zu kurz, dabei wirkt es zu keinster Zeit kitschig oder überladen. Die romantischen Elemente sind wohl dosiert und lösen in dem Leser ein Wohlgefühl aus.
Der Schreibstil von Corina Bomann ist angenehm zu lesen, erzählende bzw. beschreibende Passagen wechseln sich mit vielen, oft spritzigen Dialogen ab. Besonders einfühlsam und authentisch habe ich die Tagebuchpassagen bzw. Briefpassagen empfunden. Vor meinem geistigen Auge wurde eine Szene lebendig, in die ich am liebsten direkt eingetaucht wäre.
Als Leser will man natürlich wissen warum Grace und Vitoria sich entzweit haben, was innerhalb der Familie vorgefallen ist und was der Auslöser für all das war. Diana möchte man am liebsten unterstützen und ihr helfen das Geheimnis der Familie zu lüften.
Der Aufbau des Romans ist gut gewählt. Langweilig wird es eigentlich nicht und die verschiedenen Erzählperspektiven machen es interessant und abwechslungsreich. Die Lösung des Rätsels war für mich nachvollziehbar und stringent von der Autorin zu Ende erzählt. Auf eine falsche Fährte wird hier niemand so recht gelockt, dies würde vielleicht die Spannung mehr erhöhen, aber auch so ist der Roman in einem „Rutsch“ gelesen.
Ich empfehle diesen Roman allen Lesern die gerne Familiensagas auf zwei Zeitebenen lesen. Auch gerne solchen Lesern, die sich an dieses Genre herantrauen wollen, denn dieser Roman greift z.B. nicht auf all zu viel Hintergrundwissen, wie z.B. historische Ereignisse zurück und wenn, werden sie erklärt, so das ein Nachschlagen in den gängigen Lexika oder Enzyklopädien nicht nötig ist.

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