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Über das Buch:
Ein gestohlener Kuss, ein altes Herrenhaus voller Geheimnisse, und eine große Liebe in stürmischen Zeiten …
England 1926. Die Familie Forbes versammelt sich in ihrem Landhaus Eden Hall in Surrey. Doch dieses Jahr ist alles anders: Daisy, die jüngste der drei Töchter, findet heraus, dass ihr geliebter Vater eine Affäre hat. Und das ist noch nicht alles, denn ausgerechnet mit dieser Frau soll sie die Feiertage verbringen! Daisy ist schockiert und enttäuscht. Doch schon bald muss sie sich mit ganz anderen Dingen beschäftigen, denn sie erhält einen Heiratsantrag von einem Mann, ein anderer erklärt ihr seine ewige Liebe und ein dritter stiehlt Daisy ihren ersten Kuss. Für wen soll sie sich entscheiden? Und was wird aus ihrer Familie werden? (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Über die Autorin:
Judith Kinghorn wurde in Northumberland geboren und ist schon seit ihrer frühesten Kindheit fasziniert von Büchern und dem Schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie in Hampshire und lässt sich von ihrem alten viktorianischen Haus immer wieder zu neuen Geschichten inspirieren. Die Rose von Eden Hall ist Judith Kinghorns dritter Roman bei Blanvalet. (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Meine Meinung:
Das Cover des Buches ist schön und erinnert sofort an die Erfolgsserie Downton Abbey, doch leider hält das Cover nicht das, was das Buch letztlich liefert. An diesem Buch hatte mich eben dieses Setting á la Downton Abbey gereizt und es war letztlich der Grund warum ich es lesen wollte.
Bei diesem Buch wird Durchhaltevermögen belohnt, denn für mich waren die letzten 150 Seiten die Besten. Denn leider schafft es die Autorin nicht konsequent dieses Flair zu kreieren.
Zwar ist die Anlage der Protagonisten in vielen Dingen ähnlich der von Downton Abbey, doch leider kommt die Spannung, die Intrigen, das Leiden und Lieben erst relativ spät im Buch zum Tragen.
Grundsätzlich ist die Idee der Story gut und auch handwerklich nicht schlecht umgesetzt, allerdings nimmt erst das Buch in der zweiten Hälfte an Fahrt auf und zeigt was in ihm steckt. Die Spannung habe ich im ersten Drittel des Buches vergebens gesucht und ich war fast geneigt es zur Seite zu legen.
Die Personen haben eine relativ einfache Zeichnung und werden schnell von versierten Lesern in „Weiß“ und „Schwarz“ eingeteilt, die Sympathien sind ziemlich schnell vergeben. Besonders Daisy wird meiner Meinung nach sehr klischeehaft dargestellt, als eine junge Frau, die ein wenig leichtsinnig, flatterhaft und naiv ist. Mich haben zum Beispiel die Figuren ihrer Eltern mehr angesprochen, sie wirkten für mich authentischer und lebensechter. Gerade Howard wandelt sich im Laufe des Buches auf sehr beeindruckende Weise. Er lernt was ihm wirklich wichtig ist, als seine Frau sich auf eine längere Reise begibt. Dies ist für ihn der Anlass über sein Leben und seine Lieben nachzudenken. Daisys Geschichte hat mich erst ganz zum Schluss gepackt, vorher war sie für mich das kleine verwöhnte, naive Töchterchen der höheren Familie.
Es ist mein erstes Buch von Judith Kinghorn und ich würde durchaus erneut zu einem Buch von der Autorin greifen. Denn diese Autorin hat Potential, dies merkt man auf jeden Fall, aber leider konnte sie mich nicht vollends überzeugen.
Von mir gibt es daher eine eingeschränkte Leseempfehlung für Leser, die mit meinen genannten Kritikpunkten leben können.
Ich danke der Verlagsgruppe Random House und dem blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.

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