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Über das Buch:
Bhalla House, einst herrschaftlicher Stammsitz der Familie, ist wenig mehr als eine Ruine, als Harriet Deveraux auf der entlegenen Insel in den schottischen Hebriden ankommt, um ihr Erbe anzutreten. Doch der verheerende Zustand des Gebäudes bleibt nicht die einzige Überraschung: Unter den morschen Bodendielen wird ein menschliches Skelett gefunden, daneben ein Medaillon mit einer Haarlocke und einer Feder. Die Frage, welches Schicksal sich hinter diesem Fund verbirgt, lässt Harriet nicht mehr los, und sie stößt auf eine tragische Geschichte von Liebe und Verrat. Eine Geschichte, die sich hundert Jahre zuvor hier ereignet hat, deren Schatten aber bis in Gegenwart reicht … (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Über die Autorin:
Sarah Maine wurde in England geboren, wuchs dann aber in Kanada auf, bis sie in ihre Heimat zurückkehrte, um Architektur zu studieren. Schon als Kind lernte sie die einzigartige Schönheit Schottlands lieben, wenn sie dort mit ihren Eltern Urlaub machte, eine Tradition, die sie heute mit ihrer Familie fortführt. Sarah Maine lebt in York im Nordosten Englands. (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Meine Meinung:
Leider muss ich sagen, dass dieser Roman mich enttäuscht hat, ich hatte mir wesentlich mehr versprochen. Als ich am Ende des Romans die letzte Seite umblätterte war ich immer noch verwirrt und hatte das Gefühl, dass ich immer noch nicht alles weiß.
Eigentlich hat der Roman alles was ich mag: eine alte Familiengeschichte, zwei Zeitebenen bzw. eigentlich drei, ein Ereignis was eine Person in der Gegenwart dazu bringt sich mit ihrer Familie und deren Geschichte auseinanderzusetzen.
Zum einen ist es der Schreibstil der Autorin mit dem ich nicht klar gekommen bin. Meiner Meinung nach springt die Autorin zu sehr und zu unvermittelt in den Szenen. War eine Person auf der vorherigen Seite noch nicht anwesend, kann sie auf der nächsten Seite schon da sein, ohne das explizit erwähnt wurde, dass derjenige das Haus betreten hat. Man wundert sich, warum die Person auf einmal eine Frage beantwortet.
Als Leser entwickelt man auch kein Gefühl wie viel Zeit zwischen einzelnen Szenen vergangen ist: sind es Stunden, Tage oder sogar Monate? Leider befindet sich nur eine Jahresangabe unter der Kapitelzählung.
Zum anderen hat die Sprunghaftigkeit zwischen Dialog und indirekter Rede innerhalb eines Gespräches meinen Lesefluss gestört. So kann es sein, dass die Fragen in direkter Rede und die Antworten in indirekter Rede im Roman zu finden sind und das innerhalb eines Dialoges. Ich könnte es vielleicht noch verstehen, wenn immer ein und dieselbe Person in direkter bzw. indirekte Rede wiedergegeben wird, doch auch dies ist leider nicht durchgängig gegeben.
Vieles in diesem Roman wird nur angedeutet und nicht wirklich ausgesprochen, was im Laufe des Romans immer schwieriger wird, da vieles nur auf Spekulationen auf Seiten des Lesers basiert. Besonders die Familienbande sind schwer nachzuvollziehen und haben mich schlicht weg verwirrt.
Gut gemacht ist die Atmosphäre der schottischen Insel. Man spürt beim Lesen förmlich den Wind im Gesicht, wenn Beatrice einen Spaziergang am Strand macht. Auch die Vogelwelt der Insel bringt die Autorin gut rüber. Wobei mir die Vögel in freier Wildbahn auch lieber sind, als ausgestopfte Trophäen im Wohnzimmer. Gut gefallen tut mir auch das Cover, was die Weite und Schroffheit der Landschaft gut einfängt.
Ich möchte noch einmal betonen, dass dies meine persönliche Meinung ist, andere Leser können zu einer anderen Beurteilung kommen und dieses Buch durchaus mögen. Es ist sicherlich nicht per se schlecht, aber mich konnte es leider zu keiner Zeit fesseln und begeistern. Von daher gibt es von mir leider keine Kauf- und Leseempfehlung. Ich danke dem Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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