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Über das Buch:
Sie ist die Königin des Mittelalters: Eleonore von Aquitanien, bewundert, verleumdet, legendenumwoben.

1137 heiratet Eleonore, die schönste Frau ihrer Zeit, den König von Frankreich. Doch die Ehe scheitert. Eleonore tut das Unerhörte: sie lässt sich scheiden. Während ihr Name überall in den Schmutz gezogen wird, heiratet sie erneut: Henry Plantagenet, den König von England. Mit ihm regiert sie, steht im Zenit ihrer Macht. Doch wie soll sie handeln, als Henry sie betrügt? Wird sie aus Rache ihre Söhne zur Rebellion anstacheln und alles aufs Spiel setzen – auch ihr eigenes Leben?

Erfolgsautorin Sabine Weigand lässt Eleonore selbst ihr Leben erzählen, das größer ist als jeder Roman. (Quelle: http://www.fischerverlage.de)

Über die Autorin:
Sabine Weigand wurde 1961 in Nürnberg geboren. Nach dem Studium der Fächer Anglistik, Amerikanistik und Geschichte promovierte sie 1992 in Bayerischer Landesgeschichte an der Universität Bayreuth. Sie arbeitete jahrelang als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Ausstellungsplanerin im Schwabacher Stadtmuseum und veröffentlichte in dieser Zeit etliche Fachaufsätze und Dokumentationen; u.a. war sie Mitautorin des großen Historischen Stadtlexikons Schwabach.

Seit 2002 ist sie Autorin beim Krüger- und Fischer Taschenbuch Verlag in Frankfurt a.M. Bisher hat sie fünf historische Romane veröffentlicht: „Die Markgräfin“, „Das Perlenmedaillon“, „Die Königsdame“, „Die Seelen im Feuer“, „Die silberne Burg“. Dazu mehrere Kurzgeschichten in div. Anthologien.

Sabine Weigand lebt mit ihrem Sohn in der kleinen fränkischen Stadt Schwabach, wo sie den örtlichen Geschichts- und Heimatverein leitet und seit einigen Jahren ein Stadtratsmandat innehat. (Quelle: http://www.sabineweigand.de)

Meine Meinung:
Sabine Weigand ist für mich immer ein Garant für gute historische Unterhaltung, sie erzählt Geschichte so lebendig und einfühlsam wie nur wenige Autoren. Deshalb gehört sie für mich zu den Autoren, deren Romane ich regelrecht verschlinge (so es die Zeit denn zulässt). In diesem Roman zeigt die Autorin mal wieder ihr ganzes Können. Viele stoßen sich daran, einen historischen Roman im Präsens zu lesen, aber Sabine Weigand ignoriert dies gänzlich und bleibt ihrer Linie treu. Mich hat es in keinster Weise gestört, denn Eleonore erzählt in diesem Roman ihr Leben selber. Sie, Eleonore, ist die aktiv handelnde Person, man wird sozusagen in das Jahr 1200 hineinkatapultiert.
Einer der größten Frauengestalten des Mittelalters lauschen zu dürfen ist einzigartig, ein erhabenes und ehrfürchtiges Gefühl befällt den Leser. Aber nicht das es steif zugehen würde; nein, mit einem Augenzwinkern erzählt Eleonore ihre Geschichte. Sie plaudert über ihre Ehe mit Ludwig dem König von Frankreich und erzählt, warum sie später Henry, König von England geheiratet hat. Zehn Kinder hat sie geboren und für viele hätte sie sich ein anderes Leben gewünscht.
Ihr Leben war nicht immer einfach, es war oft schmerzhaft, sogar sehr schmerzhaft, dennoch hat sie aufgegeben für das zu kämpfen was ihr wichtig war. Dabei hat sie oft das Wohl der Anderen über ihr eigenes gestellt
Ein sehr lesenswerter Roman über eine beeindruckende Persönlichkeit, die uns die Historikerin Sabine Weigand hier näher bringt. Wer gerne gut recherchierte Romane liest, sollte hier auf alle Fälle zugreifen. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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