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Über das Buch:
Die Journalistin Lisa Freiberg führt in Berlin ein aufregendes Leben. Doch als ihre beste Freundin stirbt, fällt ihre Welt in sich zusammen. Völlig verzweifelt flieht sie in die Ferne. In der farbenprächtigen Natur Madeiras hofft sie, ihren Frieden wiederzufinden. Eines Tages begegnet sie auf einer ihrer Wanderungen einem alten Mann, der einsam am Fuße der Berge lebt und malt. Hermingo ist blind, doch dank seines fotografischen Gedächtnisses kann er seine Erinnerungen wieder zum Leben erwecken. Mit ihm taucht Lisa in seine tragische Vergangenheit ein und findet dabei den ihr vorbestimmten Weg – und die Liebe. (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Über die Autorin:
Anna Levin schreibt Geschichten, seit sie denken kann. Bevor sie ihre Leidenschaft zum Beruf machte, war sie im medizinischen Bereich tätig. Seit vielen Jahren treiben sie ihre Neugier und Sehnsucht immer wieder in ferne Länder, wo sie sich besonders für andere Kulturen und deren prähistorische Vergangenheit interessiert. Außerdem schreibt sie unter einem anderen Pseudonym erfolgreich historische Romane. Sie lebt mit ihrer Familie im Norden Deutschlands. (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Meine Meinung:
Auch der zweite Roman von Anna Levin hat mich wieder überzeugt. Eine tolle Geschichte, die auf den ersten Blick vielleicht etwas seicht daherkommt, doch wenn man sich etwas intensiver mit den Aussagen im Roman beschäftigt, dann erkennt man Tiefgang und entdeckt die eine oder andere Lebensweisheit.
Madeira ist der Haupthandlungsort dieses Romans, man lernt viel während des Lesens über die Natur und die Menschen auf der Insel. Besonders die Natur, der Nationalpark und die Vögel haben es der Autorin angetan. Sie lässt uns an ihrem Schicksal teilhaben. Bedrohte Natur ist leider viel zu selten Thema in aktuellen Romanen, ich würde mir wünschen, dass mehr Autoren sich für die Erhaltung unserer Umwelt in ihren Romanen einsetzen.
Anna Levin hat einen angenehmen Stil zu erzählen, man ist eigentlich sofort in der Geschichte drin und leidet und freut sich mit den Figuren. Im Laufe des Romans ist es immer mehr so, dass man als Leser auch andere Seiten an der einen oder anderen Figur entdeckt. Nichts ist so wie man oft auf den ersten Blick meint oder annimmt.
Lisa ist zum Beispiel eine Person, die man sofort mögen muss. Jeder kann sich nur zu gut in ihre Lage versetzen und ihren Weg, den sie nun gehen wird, zeigt, dass nicht immer alles in unserem Leben „schnurgerade“ verläuft, dass wir manchmal den einen oder anderen Umweg in Kauf nehmen müssen, um an unser Ziel zu kommen. Wichtig ist auch die Erkenntnis, dass nicht immer das, was wir als unser eigentliches Ziel ausgemacht haben, auch unser Ziel ist, sondern dass unser Weg manchmal auch woanders hinführt.
Wer nach diesem Roman Lust hat noch mehr von dieser Autorin zu lesen, dem lege ich den Homepage der Autorin ans Herz, denn mit ein klein wenig kriminalistischem Gespür kommt man sehr schnell darauf, wer hinter diesem Pseudonym steckt.
Ich wünsche diesem Roman jedenfalls ganz viele Leser, denn er hat es verdient und ich hoffe wir werden noch viel von Anna Levin hören und lesen.
Eine Leseempfehlung an alle die gerne zeitgenössische Romane lesen und dabei auch mal gerne andere Seiten entdecken.

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