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Über das Buch:
England 1064: Ein Piratenüberfall setzt der unbeschwerten Kindheit des jungen Cædmon of Helmsby ein jähes Ende – ein Pfeil verletzt ihn so schwer, dass er zum Krüppel wird. Sein Vater schiebt ihn ab und schickt ihn in die normannische Heimat seiner Mutter. Zwei Jahre später kehrt Cædmon mit Herzog William und dessen Eroberungsheer zurück. Nach der Schlacht von Hastings und Williams Krönung gerät Cædmon in eine Schlüsselposition, die er niemals wollte: Er wird zum Mittler zwischen Eroberern und Besiegten. In dieser Rolle schafft er sich erbitterte Feinde, doch er hat das Ohr des despotischen, oft grausamen Königs. Bis zu dem Tag, an dem William erfährt, wer die normannische Dame ist, die Cædmon liebt … (Quelle: http://www.basteiluebbe.de)

Über die Autorin:
Rebecca Gablé wurde am 25. September 1964 in einer Kleinstadt am Niederrhein geboren. Nach dem Abitur 1984 machte sie eine Lehre als Bankkauffrau. In diesem Beruf hat sie anschließend auch vier Jahre gearbeitet, meistens auf einem Stützpunkt der Royal Air Force, wo sie viel über England, seine Sprache und seine Menschen gelernt hat. Aber die Lust am Erzählen hatte Rebecca Gablé immer schon, und 1990, nachdem sie ihren ersten Roman geschrieben hatte, gab sie ihren erlernten Broterwerb auf, um aus der Lust einen Beruf zu machen. Sie begann ein Literaturstudium in Düsseldorf, dessen Schwerpunkt sich mehr und mehr zur Mediävistik – der Lehre vom Mittelalter – verlagerte. (Quelle: http://www.gable.de)

Meine Meinung:
Für mich bleibt Rebecca Gablé die Königin des historischen Romans. Sie schafft es wie keine andere Autorin oder Autor Geschichte so lebendig zu beschreiben und ihre Leser auf eine unvergessliche Reise mitzunehmen. Nach den Waringham-Romanen habe ich mich nun dem ersten Helmsby-Roman gewidmet und bin nicht enttäuscht worden.
Alles was wir bei Waringham so geliebt haben, finden wir auch bei Caedmon und seinen Freunden. Hier wird englische und französische Geschichte lebendig, egal ob in den Exkursen über die dänischen Piraten, die Unterschiede zwischen Engländern und Normannen oder die Eroberungen Williams. Für mich waren beim Lesen die Szenen in Helmsby die Schönsten, jedes Mal war es ein klein wenig schöner, wenn wir mit Caedmon nach Hause kamen, denn wir trafen „alte Bekannte“ wieder, die wir ins Herz geschlossen hatten. Auch die Geschichte um Hyld und ihren Mann Erik hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin erzählt nicht nur eine Geschichte, sondern gleich mehrere, sodass es erstens nicht langweilig wird und jeder Leser somit seine eigene Lieblingsgeschichte innerhalb dieses Buches entdecken kann.
Beim Lesen lebt und bangt, liebt und hofft man mit dem Protagonisten, sie wachsen einem ans Herz und wenn man die letzte Seite umgeblättert hat, ist man wie immer enttäuscht, dass die Geschichte schon zu Ende ist.
Über 800 Seiten können lang sein, sehr lang, aber bei Rebecca Gablé sind sie dann doch wieder zu kurz und man kann sich nur trösten, indem man noch nicht alle Bücher der Autorin gelesen hat, oder man fängt halt wieder von vorne an. Wer zu bester historischer Unterhaltung greifen möchte, der kommt an der Königin des historischen Romans einfach nicht vorbei. Nur sie schafft es das Schicksal ihrer fiktiven Protagonisten mit den wahren historischen Figuren so zu verweben, dass für uns die Waringhams oder Helmsbys mit zur englischen Geschichte gehören, wie die großen englischen Könige.
Von mir gibt es auch für diesen Roman von Rebecca Gablé wieder eine uneingeschränkte Leseempfehlung!

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