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Über das Buch:
Berlin 1931: Die junge Amarna ist fasziniert von der Kultur der Hethiter und vor allem von deren alter, versunkener Hauptstadt. Sie träumt davon, selbst einmal dorthin zu fahren, und vertieft sich in die Lektüre der Schriften jener Zeit. Doch ihr Vater, ein Altorientalist, verweigert ihr die Reise, obwohl er die Leidenschaft seiner Tochter teilt. Was ist auf jener Expedition passiert, die ihn einst in die verlorene Stadt führte? Und warum spricht er nie von der Mutter, an die Armana kaum eine Erinnerung hat? Mit Hilfe ihres Freundes Paul, der Amarna schon lange liebt, gelingt es ihr schließlich, ihren Traum zu verwirklichen – der sich jedoch bald als Alptraum entpuppt. (Quelle: http://www.droemer-knaur.de)

Über die Autorin:
Carmen Lobato ist Romanistin und zeit ihres Lebens eine leidenschaftliche Reisende gewesen. Für ihren neuen Roman hat sie umfangreiche Recherchen vor Ort in Anatolien betrieben. Carmen Lobato ist als Dozentin tätig und lebt mit ihrer Familie in verschiedenen europäischen Städten.
Die Kultur der Hethiter und das Schicksal des armenischen Volkes sind ihr ein besonderes Anliegen. (Quelle: http://www.droemer-knaur.de)


Meine Meinung:

Ich muss ganz ehrlich gestehen, ich bin etwas zwiegespalten bei diesem Roman. Auf der einen Seite finde ich ihn auch jetzt noch sehr interessant und lesenswert, auf der anderen Seite habe ich aber auch einige Kritikpunkte.
Wer hier einen leichten historischen Roman erwartet den man so in einem Rutsch runter lesen kann, dem kann ich nur abraten, zu diesem Roman zu greifen. Dieser Roman erwartet recht viel von seinen Lesern, denn das Thema ist schon recht anspruchsvoll: Archäologie, Hethiter und das Gilgamesch-Epos. Als Leser muss man schon die Bereitschaft haben, sich auf diese Themen einzulassen und eine Reise in eine vergangene Zeit anzutreten. Lohnen tut es sich aber auf jeden Fall, man lernt sehr viel und taucht in eine völlig andere Kultur ein. Eine Bereicherung für den Leser der sich einlässt und Zeit nimmt. Mir ging es zumindest so, dass ich das eine oder andere Mal den Roman zur Seite legen musste, weil ich merkte das meine Konzentration nachlies und ich nicht mehr alle Zusammenhänge herstellen konnte. Man braucht Zeit und Muße um sich diesem Roman in seiner gesamten Tiefe zu widmen.
Schön und so ziemlich einmalig ist wohl die Liebesgeschichte die Carmen Lobato erzählt. Armana und Arman sind schon ein Paar, dass unter die Haut geht. Wenn ich den zweiten Teil „Und sie werden nicht vergessen sein“ (erscheint im März 2016) lesen werde, dann nur weil ich wissen will, ob ihre Liebesgeschichte im Alltag bestand hat. Ich würde es mir wünschen, denn die beiden sind ein Paar, dass authentisch und echt agiert, sodass sie realen Figuren schon sehr nahe kommen.
Besonders gut gefallen hat mir an dem Roman der Anfang, denn die Zeit in Berlin war für mich die Spannendste. Zum Ende hin hat der Roman nach meinem Empfinden abgebaut, viele meiner Vorkritiker haben das „Geschwafel bzw. Geplänkel“ kritisiert. Auch ich habe einige Passagen als zu langatmig und unnötig empfunden. Am Ende habe ich quasi nur auf die „Auflösung“ gewartet, weil ich auch die letzten Puzzelteile an die richtige Stelle setzen wollte.
Deshalb gibt es von mir leider nur eine eingeschränkte Leseempfehlung.

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