Schlagwörter

,


Über das Buch:
Zwischen Schloss und Barrikaden: eine Geschichte voller Liebe und Abenteuer, minutiös recherchiert, packend und atmosphärisch dicht erzählt.

Hannes Böhm lebt in dem Industrieviertel, das die Berliner Feuerland nennen, weil hier die Schornsteine der Industrie qualmen. Als eine Art selbst ernannter Fremdenführer verdient er sich ein kleines Zubrot, indem er neugierigen Bürgern die Armut und die Not in den Hinterhäusern zeigt. Bei einer solchen Gelegenheit lernt er Alice kennen, die als Tochter des Kastellans im Berliner Stadtschloss wohnt, der Frühlingsresidenz des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. Alice ist schockiert über das Ausmaß der Verelendung – und zugleich tief beeindruckt von Hannes, der voller Ehrgeiz und Fantasie zu sein scheint.

Doch als die Märzunruhen 1848 ausbrechen, als sich der Konflikt zwischen dem preußischen König und den Aufständischen zuspitzt und gemäßigte Kräfte nur schwer Gehör finden, scheint es für die Gefühle, die Hannes und Alice füreinander entwickeln, keine Zukunft mehr zu geben. (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Über den Autor:

Titus Müller, geboren 1977 in Leipzig, studierte in Berlin Literatur, Geschichtswissenschaft und Publizistik. 1998 gründete er die Literaturzeitschrift „Federwelt“. 2002 veröffentlichte er, 24 Jahre jung, seinen ersten Roman: „Der Kalligraph des Bischofs“. Es folgten weitere historische Romane wie „Die Brillenmacherin“ (2005). Titus Müller wurde mit dem C. S. Lewis-Preis und dem Sir Walter Scott-Preis ausgezeichnet. 2011 erschien im Blessing Verlag sein Roman über den Untergang der Titanic: „Tanz unter Sternen“. Für den Roman „Nachtauge“ (Blessing, 2013) wurde Titus Müller 2014 im Rahmen einer Histo-Couch-Umfrage zum Histo-König des Jahres gewählt. (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Meine Meinung:

Titus Müller hat wahrlich wieder einen Roman geschrieben der unter die Haut geht und einem nicht mehr loslässt. Sicherlich kann man diesen Roman nicht so einfach „runterlesen“ wie einen reinen Liebes- oder Familienroman, derjenige der sich aber die Mühe gibt wird reich belohnt und beschenkt mit einer außergewöhnlichen Geschichte.
An diesem Buch hat mir so gut gefallen, dass man als Leser das Gefühl hat mitten im Geschehen zu sein, man wird regelrecht zu einem Teil der Geschichte sodass am sich während der Straßenschlachten zwischen den beiden Parteien wiederfindet.
Ein Stück Berliner und Deutscher Geschichte exzellent verpackt, ohne langatmig oder trocken zu wirken, fesselnde Unterhaltung garantiert. Hervorheben möchte ich noch die Zeichnung der Figuren, die besonders durch ihre Einmaligkeit bestechen, ob nun die Menschen aus dem Viertel „Feuerland“ oder diejenigen, die die Geschicke des Staates Preußen mitbestimmen. Der Kontrast ist so einprägsam und authentisch, dass man das eine oder andere Mal einen Kloß im Hals verspürt.
Das Cover ist für diesen Roman angemessen, es ist nicht aufdringlich, doch wenn man es betrachtet spürt man in einer Dringlichkeit die Sehnsucht der abgebildeten Person. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung an alle die gerne auch mal einen etwas nachdenklicheren und tiefgründigeren historischen Roman lesen.

Advertisements