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Über das Buch:
Koblenz, 1362. Die schöne Enneleyn lebt mit einem Makel: Sie ist unehelich geboren. Zwar hat Graf von Manten sie als Tochter anerkannt, die gesellschaftliche Akzeptanz jedoch bleibt ihr verwehrt. Als Ritter Guntram von Eggern um ihre Hand anhält, zögert sie deshalb nicht lange.
Schon bald stellt sich heraus: Sie hat einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Nach außen ganz liebevoller Gatte, verbirgt Guntram geschickt seine dunklen Seiten. Nur Enneleyn weiß um seine Brutalität und Machtgier. Und um seinen großen Plan, der sie alle ins Unglück stürzen kann … (Quelle: http://www.rowohlt.de)

Über die Autorin:
Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit ihrem Mann und einem Schäferhund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur und arbeitet mittlerweile als freie Lektorin und Autorin. Schon in ihren ersten beiden Romanen «Tod im Beginenhaus» und «Mord im Dirnenhaus» löste die Apothekerin Adelina mit Scharfsinn und Dickköpfigkeit Kriminalfälle im mittelalterlichen Köln. (Quelle: http://www.rowohlt.de)

Meine Meinung:
Dieser Roman ist der krönende Abschluss der Kreuz-Trilogie, anders kann man es gar nicht sagen. „Die Bastardtochter“ vereint alles, was schon in der „Der Eifelgräfin“ und „Der Gewürzhändlerin“ bei den Lesern für Begeisterungsstürme gesorgt hat. Es ist ein klein wenig wie ein großes Familientreffen, alle stehen zusammen und kämpfen gemeinsam gegen die Unwägbarkeiten die ihnen das Leben beschert. Dieses Buch hat mich gefesselt, sodass ich es innerhalb ganz weniger Tage ausgelesen hatte, besonders in der zweiten Hälfte des Buches nimmt das Erzähltempo zu. Aber auch die Ereignisse werden nahezu dramatisch und ziehen den Leser in den Bann, sodass man das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Der Schreibstil von Petra Schier ist gewohnt flüssig und gut zu lesen. Am liebsten habe ich die Dialoge zwischen Enneleyn und Don Antonio gelesen, warum wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten…
Schön ist auch, dass zwar das Schicksal von Enneleyn im Mittelpunkt steht, aber andere kleine Randgeschichten dennoch ihre Beachtung finden, wie z.B. der Tod von Ariettas Mann (Martins Schwager). Dies alles macht den Roman stimmig und rund.
Die Protagonisten machen in mancher Hinsicht da weiter wo sie aufgehört haben, andere haben sich aber auch in Charakter ein klein wenig verändert, da das Leben sie weiter geprägt hat. Dadurch begegnen uns Lesern Figuren, die lebensnah und echt erscheinen.
Die Gestaltung des Covers mit einem hohen Wiedererkennungswert sorgt sicherlich dafür, dass die Leser „Der Eifelgräfin“ und „Der Gewürzhändlerin“ gerne zugreifen werden. Auch die restliche Gestaltung des Buches lässt keine Wünsche offen: eine Karte vom historischen Koblenz, ein Personenverzeichnis, Anmerkungen und das Rezept von den „Griechischen Hühnern“ runden den positiven Eindruck ab.
Einen kleinen Wehmutstropfen gibt es leider, denn es ist der letzte Band und es ist sicherlich ungewiss ob wir die Figuren, die uns Lesern so ans Herz gewachsen sind, noch einmal wiederlesen dürfen. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn wir der einen oder anderen Figur in einem neuen Roman von Petra Schier begegnen würden. Ich wäre auf jeden Fall dabei und freue mich schon auf den nächsten Roman!

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