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Über das Buch:
Australien, 1891. Das Leben von Carola, Mina und Elsa verändert sich schlagartig, als ihre Mutter kurz nach der Geburt des jüngsten Kindes stirbt. Während Carola, die Älteste, ins ferne Deutschland geschickt wird, bleiben Mina und Elsa in Australien. So unterschiedlich sich die Lebenswege der drei jungen Frauen auch entwickeln, eines haben sie jedoch gemeinsam: Sie geben nicht auf, wenn es darum geht, für ihre Träume zu kämpfen.

Eine hochemotionale Saga um das Leben dreier außergewöhnlicher Schwestern – nach einer wahren Geschichte.
(Quelle: http://www.aufbau-verlag.de)

Über die Autorin:
Ulrike Renk, Jahrgang 1967, studierte Literatur und Medienwissenschaften und lebt mit ihrer Familie in Krefeld. Bei Aufbau Taschenbuch sind ihre Romane „Die Frau des Seidenwebers“, „Die Heilerin“, „Die Seidenmagd“ sowie der Bestseller „Die Australierin“ lieferbar. (Quelle: http://www.aufbau-verlag.de)

Meine Meinung:
Mir hat auch der zweite Australien-Roman von Ulrike Renk sehr gut gefallen. Die Geschichte geht da weiter, wo der erste Band aufgehört hat, auch die Spannung und die beliebten Figuren stehen „Der Australierin“ in nichts nach.
Am Anfang gebe ich zu, hatte ich ein klein wenig Probleme damit die vielen Kinder und Kindeskinder auseinanderzuhalten, wer war jetzt nochmal Tante und Nichte bzw. Onkel oder Neffe. Wie gut das der Verlag einen Stammbaum im Buch abgedruckt hat, da habe ich das eine oder andere Mal einen Blick draufgeworfen.
Der Roman wird aus den drei Perspektiven von Carola, Mina und Elsa erzählt, dennoch wird nichts „doppelt“ erzählt, denn gemeinsam erzählen sie die Geschichte ihrer Familie. Carola erzählt von ihrem Leben in Deutschland, sie vermisst ihre Familie schrecklich, dennoch muss sie sich eingestehen, dass sie in Deutschland mehr Chancen hat als ihre Schwestern in Australien. Sie ist sich zwar noch ihrer Wurzeln bewusst, wird aber dennoch immer mehr zu einer „Deutschen“. Ihre Geschichte hat mir am Besten gefallen, mit ihr habe ich am Meisten gebangt und gehofft.
Aber auch die Geschichten von Elsa und Mina sind sehr lesenswert und mitreißend, beide könnten unterschiedlicher wohl nicht sein, dennoch schafft es jede ihren Weg zu gehen und sich ihren Respekt zu verschaffen.
Das Buch lässt sich sehr flüssig und leicht lesen, ohne dass die Sprache jemals ins triviale abdriftet. Auch versteht es die Autorin Dialoge und erzählende Passagen so zu streuen, dass ein guter Lesefluss erhalten bleibt.
Das Buch beruht auf Tatsachen, deshalb kann man der Autorin, dass eine oder andere Ereignis nicht vorwerfen, sie hat sich an die historischen Fakten gehalten, auch wenn wir uns das eine oder andere Ereignis anders gewünscht hätten. Die Protagonisten haben sich damals für diesen Weg entschieden und wir dürfen sie dank Ulrike Renk ein Stück weit begleiten und in eine Welt abtauchen, die teilweise so anders ist als unsere es heute ist.
Ich empfehle diesen biografisch, historischen Roman all denjenigen, die sich auf eine emotionale Reise begeben möchten.

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