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Über das Buch:
Als die Hamburger Modedesignerin Josie das antike Collier ihrer Großtante erbt, ahnt sie nicht, dass dieses auf eine dramatische Liebesgeschichte zurückgeht – und ihr Leben verändern wird. Idar-Oberstein, 1830. Sophies Verlobter ist wie so viele Männer nach Brasilien ausgewandert – und entdeckt dort Edelsteine. Als Karl nicht kommt, um Sophie wie versprochen in die neue Heimat zu holen, ahnt sie, dass er ihre Hilfe braucht. Kurzentschlossen reist sie ihm hinterher und wird in einem Indiodorf im Dschungel fündig. Doch Karls langes Schweigen hat Gründe, die Sophie erst langsam durchschauen wird … (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Über die Autorin:
Die freie Journalistin und Autorin Sylvia Lott ist gebürtige Ostfriesin. Sie schreibt für verschiedene Frauen-, Lifestyle- und Reisemagazine und veröffentlichte bei Blanvalet bereits die Romane „Die Rose von Darjeeling“ und „Die Glücksbäckerin von Long Island“. Sylvia Lott lebt in Hamburg-Winterhude. (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Meine Meinung:
„Nie die Hoffnung aufgeben!“ diesen Rat gibt die sterbende Sophie ihrer Enkeltochter Emma, denn dieses Motto hat sie ein Leben lang begleitet, hätte sie wohl diese Hoffnung nicht gehabt, dann wäre ihr Leben sehr wahrscheinlich anders verlaufen.
Sophie ist eine sehr bemerkenswerte Frau, die ihre Träume nie aus dem Blick verliert und für ihre Vorstellungen und Überzeugungen kämpft. Mitte des 19 Jhd. wandern viele Menschen nach Brasilien aus, so auch Karl den Sophie schon lange heimlich liebt, doch sie ist noch viel zu jung, um mit ihm diesen Weg anzutreten. Doch als es zu einem erneuten Wiedersehen kommt, besiegeln die Beiden ihre Liebe, denn sie wissen das sie ihren Lebensweg nur gemeinsam gehen wollen. Doch als von Karl keine Briefe mehr eintreffen, er wollte alles für seine zukünftige Frau in Brasilien vorbereiten, macht Sophie sich auf den Weg nach Brasilien, denn sie spürt, dass sie ihrem Verlobten beistehen muss.
Was nun folgt ist die beeindruckende und atemlose Reise einer Frau, die allen Widerständen trotzt und fest an ihr Glück glaubt. Die ungefähr selbe Reise tritt Josie, die Modedesignerin, an, sie begibt sich auf die Spuren von Sophie die wohl ihre Ahnin ist, denn ihr hat das antike Collier gehört. Es ist von der Autorin beeindruckend beschrieben, wie sehr die Wege sich doch unterscheiden, wieviel schwerer es Sophie damals wohl hatte.
Die Autorin hat akribisch recherchiert und lässt sowohl Idar-Oberstein, gestern und heute lebendig werden, als auch Brasilien. Als Leser bekommt man ein ganz genaues Bild von den Schauplätzen, den Gepflogenheiten und der Traditionen der einzelnen Orte.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm zu lesen, am Ende war das Buch für mich viel zu kurz, ich hätte Josie und Sophie gerne noch ein Stück begleitet.
Einen Kritikpunkt habe ich dann allerdings doch noch, das Cover entspricht leider überhaupt nicht dem, was das Buch bietet: Ein locker leichter Sommerroman für Frauen ist dieser Roman nicht, er ist vielmehr eine Familiensaga auf zwei Zeitebenen, wobei es um das Lösen eines Familiengeheimnisses geht, doch dies transportiert das Cover leider auf keine Weise. Diesem Buch werden Leserinnen und Leser entgehen, weil sie etwas anspruchsvolleres Suchen, als das Cover generiert. Viele werden das Buch aufgrund des Covers kaufen und „enttäuscht“ sein, dass sie so von diesem wundervollen Buch „gefordert“ werden.

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