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Über das Buch:
Als die sechzehnjährige Olivera aus Konstantinopel ihren Vater mit einer List dazu bringt, sie mit einem seiner Handelspartner zu verheiraten, ahnt sie nicht, welche lebensverändernden Folgen dies haben wird. Schon bald nimmt sie Abschied von der Heimat und bricht mit ihrem Gemahl auf zu einer langen Reise ins ferne Tübingen. Dort angekommen stößt sie nicht nur auf das Misstrauen der Einheimischen, auch ihr Liebster scheint sich mehr und mehr zu verändern. Es dauert nicht lange, bis Olivera herausfindet, dass er ein furchtbares Geheimnis hütet. Ihre Entdeckung bringt nicht nur sie in höchste Lebensgefahr … (Quelle: http://www.gmeiner-verlag.de)

Über die Autorin:
Dr. phil. Silvia Stolzenburg studierte Germanistik und Anglistik an der Universität Tübingen. Im Jahr 2006 promovierte sie dort über zeitgenössische Bestseller. Kurz darauf machte sie sich an die Arbeit an ihrem ersten historischen Roman. Neben ihrer Tätigkeit als Autorin arbeitet sie als freiberufliche Englischdozentin und Übersetzerin. Sie lebt mit ihrem Mann auf der Schwäbischen Alb, fährt leidenschaftlich Rennrad, gräbt in Museen und Archiven oder kraxelt auf steilen Burgfelsen herum – immer in der Hoffnung, etwas Spannendes zu entdecken.

Meine Meinung:

Es ist nicht immer alles Gold was glänzt. Auch dieses Sprichwort hätte der Titel zu diesem Roman sein können. Denn es geht um Sein und Nicht-Sein, es geht um das Täuschen und Vortäuschen, nichts ist manchmal so wie es auf den ersten Blick scheint.
Olivera, die mit ihrer Familie in Konstantinopel lebt und ihrer Großmutter bei der Salbenherstellung zur Hand geht, verliebt sich rettungslos in den Geschäftspartner ihres Vaters, Laurenz ist so ganz anders, als die Männer die sie bisher kennen gelernt hat. Sein Lächeln hat das junge Mädchen vom ersten Augenblick an verzaubert, sodass sie alles daran setzt Laurenz als Ehemann zu bekommen.
Sie bekommt ihren Willen, innerhalb nur weniger Tage bricht sie mit ihrem Ehemann nach Tübingen auf. Doch schon auf der Reise merkt sie die ersten Veränderungen an ihrem Angetrauten. Laurenz wird zunehmend nervöser. Der Leser erfährt nun das Laurenz in einen Reliquienschmuggel involviert ist, auch Oliveras Vater gehört zu denen, die die Gläubigen täuschen und gefälschte Reliquien in den Umlauf bringen.
Olivera ahnt zu diesem Zeitpunkt noch von nichts und ist noch voller Hoffnung für die neue Heimat. Schon bald kann sie wieder ihrer eigentlichen Bestimmung nachgehen und geht dem Bader und dem örtlichen Spitalapotheker, Laurenz Bruder Götz, zur Hand. Tag ein Tag aus hilft sie nun den Kranken und solchen die ihre „Wehwechen“ lindern wollen.
Währenddessen entfernt sich Laurenz immer weiter von seiner Frau und gerät immer tiefer in den Strudel von Lügen und Geheimnissen. Olivera entgeht dies natürlich nicht und sucht Rat bei Götz. Götz wird ihr Vertrauter und Ratgeber in dieser schwierigen Zeit.
Mir hat der Roman von Silvia Stolzenburg sehr gut gefallen, die Spannungsbögen sind fein ausgearbeitet und immer wieder neue Wendungen bringen Schwung in die Geschichte. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flott zu lesen. Es macht Spaß mit Olivera die verschiedenen Salben zu mischen.
Wer gerne einen spannenden historischen Roman lesen möchte, der kann hier getrost zugreifen. Silvia Stolzenburg bietet großes Kino, beste historische Recherche und spannende Unterhaltung. Ich empfehle diesen Roman nur zu gerne weiter, miträtseln und ungeahnte Wendungen inklusive.

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