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Über das Buch:
England 1455: Der Bruderkrieg zwischen Lancaster und York um den englischen Thron macht den achtzehnjährigen Julian unverhofft zum Earl of Waringham. Als mit Edward IV. der erste König des Hauses York die Krone erringt, brechen für Julian schwere Zeiten an. Obwohl er ahnt, dass Edward seinem Land ein guter König sein könnte, schließt er sich dem lancastrianischen Widerstand unter der entthronten Königin Marguerite an, denn sie hat ihre ganz eigenen Methoden, sich seiner Vasallentreue zu versichern. Und die Tatsache, dass seine Zwillingsschwester eine gesuchte Verbrecherin ist, macht Julian verwundbar … (Quelle: http://www.luebbe.de)

Über die Autorin:
Rebecca Gablé, Jahrgang 1964, in einer Kleinstadt am Niederrhein geboren, studierte nach mehrjähriger Berufstätigkeit Anglistik und Germanistik mit Schwerpunkt Mediävistik in Düsseldorf. Sie wirkte an einem Projekt zur Erforschung anglonormannischer Manuskripte mit. Diese Forschungsergebnisse flossen in ihre weitere literarische Arbeit mit ein. Heute arbeitet sie als freie Autorin und Literaturübersetzerin. Ihr erster Roman „Jagdfieber“ wurde 1996 für den Glauser-Krimipreis nominiert. Wenn sie nicht gerade an einem Roman schreibt, reist sie gern und viel, vor allem in die USA und nach England, oft auch zu Recherchezwecken. Außerdem gehört sie dem Autorenkreis historischer Romane „Quo Vadis“ an. Neben der Literatur gilt ihr Interesse der (mittelalterlichen) Geschichte, dem Theater und vor allem der Musik, in fast jeder Erscheinungsform. Rebecca Gablé spielt Klavier, Gitarre, Cello und singt seit vielen Jahren in einer Rockband. Mit ihrem Mann lebt sie unweit von Mönchengladbach auf dem Land. (Quelle: http://www.luebbe.de)

Meine Meinung:
Eines vorneweg, der dritte Waringham-Roman steht seinen beiden Vorgängern in nichts nach, für Fans des historischen Romans einfach ein MUSS!
Für mich schafft es keine Autorin (Ken Follett, ist schließlich ein Autor 😉 ) wie Rebecca Gablé den Leser von der ersten Zeile an so zu fesseln, dass man locker fast 1200 Seiten durchhält und am Ende trotzdem denkt : „Schade, schon zu Ende!“. So war es auch diesmal und ich habe das Buch ein bisschen wehmütig zugeklappt, weil eigentlich ist die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt. Julian und die Seinen sind einem ans Herzgewachsen, wir haben in den Schlachten mit ihnen gezittert, haben gebangt und gehofft. Die Rosenkriege eines der wichtigsten Kapitel der englischen Geschichte, aber so komplex und undurchsichtig für einen Laien, wie Geschichte nur sein kann. Dennoch schafft es Rebecca Gablé uns durch die Wirren der vielen Henrys und Margarets zu lotsen, ohne das eine allzu große Verwirrung das Leseerlebnis trüben würde. Quelle: http://www.luebbe.de
Mich überzeugt immer wieder aufs neue die Liebe zum Detail bei dieser Autorin, trotz der unzähligen handelnden Personen hat jede Figur ihren eigenen Charakter, was die Geschichte zu der macht die sie ist, eine Pageturner. Was muss es für eine ungeheure Arbeit sein, nicht nur die historischen Fakten zu recherchieren, sondern auch noch sich ganze Stammbäume auszudenken und jeder Figur ein unverwechselbares Gesicht zu geben? Herausheben möchte ich zwei Figuren die mir besonders gefallen haben und für mich jede auf ihre Art besonders überzeugend wirkten: Zum einen Julians Frau Janet, sie ist eine sehr beeindruckende Frau, denn bei ihr wird der Konflikt zwischen York und Lancaster am deutlichsten spürbar, zumindest am Anfang ihrer Ehe mit Julian. Sie erfährt am eigenen Leib, was es heißt zwischen die Fronten dieser Auseinandersetzung zu geraten. Zum anderen hat mich Julians Schwester Blanche beeindruckt und zwar weil sie in dieser schwierigen Zeit den Mut hat ihrem Herzen zu folgen und gegen allen Konventionen der damaligen Zeit zu verstoßen. Sie wird eine Ehrlose, weil sie die Ehe bricht und mit dem Mann ihres Herzens in wilder Ehe lebt, ihre Kinder sind Bastarde und haben keinerlei Anspruch auf Titel und Güter.
Wer, wie ich, von den Waringhams nicht genug bekommen kann, dem empfehle ich die Homepage von Rebecca Gablé, dort gibt es alles interessantes und wissenswertes zu ihren Büchern und einen eigenen Artikel „Was aus Julian, Blanche und ihren Nachkommen wurde…“ (Quelle: http://www.rebecca-gable.de).

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