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Über das Buch:
LONDON, ENGLAND: In den Straßen geht des Nachts das Grauen um. Unerklärliche Todesfälle ereignen sich, Menschen verschwinden und um die Ecken wabern Schatten, die sich nur zu oft in tödliche von Geisterwesen ausgesandte Plasmanebel verwandeln. Denn seit Jahrzehnten wird Großbritannien von einer wahren Epidemie an Geistererscheinungen heimgesucht. Überall im Land haben sich Agenturen gebildet, die in den heimgesuchten Häusern Austreibungen vornehmen. Hochgefährliche Unternehmungen bei denen sie, obwohl mit Bannkreisketten, Degen und Leuchtbomben ausgerüstet, nicht selten ihr Leben riskieren.
So auch die drei Agenten von LOCKWOOD & CO. Dem jungen Team um den charismatischen Anthony Lockwood ist allerdings bei einem Einsatz ein fatales Missgeschick passiert. Um die Klage abwenden und den Schadenersatz dafür aufbringen zu können, müssen die drei Agenten von LOCKWOOD & CO. einen hochgefährlichen und zutiefst dubiosen Auftrag annehmen. Dieser führt sie in eines der verrufensten Herrenhäuser des Landes und stellt sie auf eine Probe, bei der es um nichts weniger als Leben oder Tod geht … (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Meine Meinung:
Eigentlich lese ich ja eher selten Kinder- bzw. Jugendbücher, doch manchmal brauche ich im Lesealltag sowas wie Abwechslung und genau für solche Fälle habe ich ein paar Bücher immer im Regal stehen, die eigentlich nicht in mein „Beuteschema“ gehören. Lockwood & Co habe ich im Rahmen der Frankfurter Buchmesser 2014 als Leseexemplar bekommen, vielen Dank noch mal an dieser Stelle an Random House.
Mich hat an dem Buch bezaubert, dass drei so unterschiedliche Jugendliche sich zusammenraufen und für ein und dieselbe Sache kämpfen. Lockwood, George und natürlich die aufgeweckte, freche Lucy könnten nicht unterschiedlicher sein. Gemeinsam sind sie stark, weil sie es verstehen ihre Stärken zu kombinieren und sich nicht gegenseitig zu bekämpfen. Sie begreifen, dass sie diesen, ihren schwersten Fall, nur gemeinsam lösen können. Für Kinder und Jugendliche eine ungeheuer wichtige Erkenntnis.
Wichtig ist auch, dass in diesem Buch immer wieder hervorgehoben wird, dass Kinder einige Dinge besser können als Erwachsene; im Buch sind es die Sinneswahrnehmungen, die das Aufspüren der Geister erleichtern. Zudem haben Lockwood & Co in ihrer Agentur auch keinen Erwachsenen der sie betreut, wie dies in anderen Agenturen üblich ist, somit beschreibt dieses Buch Kinder- bzw. Jugendpower pur.
Sprachlich hat mich Jonathan Stroud, der durch die Bartimäus Teralogie bekannt geworden ist, auch überzeugt. Er versteht es die Geschichte mit einer Leichtigkeit und Humor zu beschreiben, sodass ich das eine oder andere Mal schmunzeln musste. Aber auch der Anspruch kommt nicht zu kurz, denn neben der sogenannten Fachsprache der Geisterjäger, die in einem Glossar erläutert wird, ist gerade für die Kinder und Jugendliche der Zeitsprung eine Herausforderung, die von ihnen Text- und Zeitverständnis erwartet. Das Buch ist sowohl in Kapitel, als auch in einzelne Bücher innerhalb des Buches unterteilt. Die relativ große Schrift trägt zum flüssigen Lesen, als auch zum Erfolgserlebnis der „geschafften“ Seiten bei.
Für mich ein absolut gelungener Kinder- und Jugendroman, vom Verlag empfohlen für alle ab 12 Jahren.

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