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Über das Buch:
Varennes-Saint-Jacques im Jahre des Herrn 1218: Eine Stadt, drei Menschen, drei Schicksale. Der Buchmaler Rémy Fleury träumt von einer Schule, in der jedermann lesen und schreiben lernen kann. Sein Vater Michel, Bürgermeister von Varennes, will seine Heimat zu Frieden und Wohlstand führen, während in Lothringen Krieg herrscht. Die junge Patrizierin Philippine ist in ihrer Vergangenheit gefangen und trifft eine folgenschwere Entscheidung. Sie alle eint der Wunsch nach einer besseren Zukunft, doch ihre Feinde lassen nichts unversucht, sie aufzuhalten. Besonders der ehrgeizige Ratsherr Anseau Lefèvre hat geschworen, die Familie Fleury zu vernichten. Niemand ahnt, dass Lefèvre selbst ein grausiges Geheimnis hegt … (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Über den Autor:
Daniel Wolf, geboren 1977, arbeitete u.a. als Musiklehrer, in einer Chemiefabrik und im Öffentlichen Dienst, bevor er freier Schriftsteller wurde. Schon als Kind begeisterte er sich für alte Ruinen, Sagen und Ritterrüstungen; seine Leidenschaft für Geschichte und das Mittelalter führte ihn schließlich zum historischen Roman. Er lebt mit seiner Frau und zwei Katzen in einer der ältesten Städte Deutschlands. (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Meine Meinung:
Die Gestaltung des Buches lässt keine Wünsche offen: ein Stadtplan, ein Personenregister, Anmerkungen zum historischen Hintergrund und ein Glossar. Auch wenn das Buch über 1000 Seiten hat, so merkt man davon doch recht wenig, es liegt nicht allzu schwer in der Hand und ist auch gut gebunden.
Mir hat die Fortsetzung von „Das Salz der Erde“ richtig gut gefallen, meiner Meinung nach steht der zweite Roman des Autors Daniel Wolf (Pseudonym von Christoph Lode) dem Ersten in nichts nach. Alle Personen die uns schon im ersten Band ans Herz gewachsen waren, treffen wir wieder, es ist ein klein wenig wie nach Hause kommen. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und sehr gut zu lesen.

Es bleibt kontinuierlich spannend, weil immer wieder etwas passiert. Durch die verschiedenen Protagonisten, erhält der Leser verschiedene Einblicke in die Geschichte und nimmt an den jeweiligen Leben teil. Auch die verschiedenen Schauplätze tragen zu einem sehr abwechslungsreichen und spannenden Roman bei, denn immer wieder wird von den anderen Städten erzählt, sodass man nicht nur einen Einblick von Varennes bekommt, sondern der gesamten Region.
Besonders mitgefiebert habe ich mit Remy und seinem Plan, eine städtische Schule errichten zu dürfen. Hier wurde meiner Meinung nach besonders gut der Konflikt zwischen der Stadt und den Bürgern auf der einen Seiten und den Klöstern und dem Klerus auf der anderen Seite deutlich. Dennoch kämpft Remy unermüdlich für seinen Traum, den einfachen Jungen der Stadt eine gute Bildung zu ermöglichen, sodass sie ein gutes Handwerk erlernen können und die Handwerker, Kaufleute und nicht zuletzt die Gilden geeignete Lehrjungen und Gesellen bekommen, die den Fortbestand einer guten und erfolgreichen Stadt sichern. Er hat die Win-Win-Situation erkannt und hält an diesem Traum fest und begeistert immer mehr Menschen für sein Vorhaben, auch wenn die Ausgaben für die Stadt erst einmal hoch sind.
Dieser Roman hat mir schöne Lesestunden beschert und ich würde mich über eine neuerliche Fortsetzung freuen, vielleicht gibt es ja wirklich eine Trilogie. Von mir bekommt der Roman auf jeden Fall volle Punktzahl! Eine klare Leseempfehlung.

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