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Über das Buch:
Erbin, Mutter, Rebellin: der große Roman um Königin Konstanze, die heimliche Schlüsselfigur der Stauferdynastie

Es ist die berühmteste Geburtsszene des Mittelalters: Konstanze, Frau des deutschen Kaisers Heinrich VI., vierzigjährig, als unfruchtbar verschrieen, hochschwanger. Um jeden Preis muss sie die Legitimität ihres Kindes sicherstellen. Und so bringt sie ihren Sohn öffentlich, auf dem Marktplatz von Jesi, zur Welt. Die Nachwelt kennt sie als Mutter des Stauferkaisers Friedrich II. Aber welcher Weg liegt wirklich hinter Konstanze von Sizilien?
Wem gehört ihre Treue: ihrer Heimat Sizilien oder ihrem Mann, dessen Grausamkeit sie entsetzt?
Sabine Weigand erzählt das Leben einer Frau, deren Träume ganze Königreiche umfassen…
(Quelle: http://www.fischerverlage.de)

Über die Autorin:
Sabine Weigand stammt aus Franken. Sie ist promovierte Historikerin und arbeitete als Ausstellungsplanerin für Museen. Historische Originaldokumente sind der Ausgangspunkt vieler ihrer Romane, wie ›Die Markgräfin‹, ›Das Perlenmedaillon‹, ›Die Königsdame‹, ›Die Seelen im Feuer‹ und ›Die silberne Burg‹. In ›Die Tore des Himmels‹ gestaltet sie das Leben der Hl. Elisabeth, in ›Das Buch der Königin‹ das Schicksal der deutschen Kaiserin Konstanze. Jetzt wendet sie sich einer ganz Europa prägenden Gestalt zu: ›Ich, Eleonore. Königin zweier Reiche‹.
(Quelle: http://www.fischerverlage.de)

Meine Meinung:
Sabine Weigand hat ein Buch geschrieben, dass mich vollends in den Bann gezogen hat. Es ist nicht mein erstes Buch der Autorin und so freute ich mich schon lange darauf die Nase in dieses Buch stecken zu dürfen. Und auch diesmal hat die Autorin es geschafft Historie packend und gleichzeitig menschlich zu erzählen. Bei ihr bekommen die furchteinflößendsten, historischen Persönlichkeiten ein menschliches Antlitz. Geschichte wird lebendig zwischen zwei Buchdeckeln.
Nachdem man das Buch beendet hat, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass Konstanze nicht nur eine beeindruckende Kaiserin, sondern auch Frau und Mutter war. Liebevoll ist auch die Schilderung der fiktiven Personen in dem Roman, sie bestechen dadurch, dass sie dem Roman weiter Tiefe geben und eine andere Sicht der Dinge auf das Geschehen zulassen. Die Konzeption des Romans ist raffiniert, so bekommen wir im Prolog erst das Ende beschrieben, bevor der Roman eigentlich beginnt. Der Plot wird unterdessen aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt: Konstanze, Heinrich und Gottfried, um nur einige zu nennen, gewähren uns, als Leser, Einblicke in ihre Gefühlswelt und in ihre Sicht der Dinge.
Der Roman liest sich teilweise wie ein Krimi, so spannend geht es mitunter zu. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten, sodass man immer wieder denkt, ach eines geht noch und schon hat man etliche Seiten mehr gelesen, als man ursprünglich wollte. Durch die zunächst verschiedenen Handlungsstränge nimmt der Roman noch einmal zusätzlich an Fahrt auf.
Besonders hervorheben möchte ich noch die Entwicklung der Protagonisten, hier zeigt meiner Meinung nach die Autorin ihr volles Können, während der eine immer mehr zum „Ekelpaket“ wird, durchläuft die andere Hauptfigur immer wieder neue Täler, um aus ihnen gestärkt hervorgehen zu können.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle Fans des „Historischen Romans“ und für alle die es noch werden wollen, bitte lasst euch diese tolle Autorin nicht entgehen, ihr werdet es nicht bereuen. Versprochen.

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