Schlagwörter

, ,


Böhmen, 1517. Kristina ist noch ein Kind, als ihre Eltern auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden. Sie seien Ketzer, so das Urteil, Feinde der katholischen Kirche. Weil sie daran glaubten, dass jeder Mensch das Recht hat, Lesen zu lernen. Jahre später will Kristina ihr Werk fortführen. Mit einer kleinen Gruppe Gleichgesinnter macht sie sich auf die gefährliche Reise nach Deutschland, um Verbündete in Mainz zu unterstützen. Doch unterwegs lauern nicht nur Ketzerjäger, sondern auch der Krieg. Bald liegt Kristinas Schicksal in der Hand eines einzigen Mannes: des hitzköpfigen Bauernkriegers Lud. (Quelle: http://www.luebbe.de)
Jeremiah Pearsons Karriere als Schriftsteller begann als Schüler von Stephen King. Schließlich folgte er dem Ruf Hollywoods und arbeitet seitdem mit großem Erfolg als Drehbuchautor von Kino- und Fernsehproduktionen, so schrieb er u.a. das Drehbuch zu Auf der Flucht mit Harrison Ford. Jeremiahs Leidenschaft für das europäische Mittelalter mündete irgendwann in der Idee zur Freiheitsbund-Saga, seinem Herzensprojekt, mit dem er nun die Leser von epischen historischen Romanen begeistert. (Quelle: http://www.luebbe.de)
Dieser Roman ist Jeremiah Pearsons Erstlingswerk und ein durchaus gelungener Roman, der mir gut gefallen hat. Der Roman wird aus der Sicht von verschiedenen Personen erzählt, so erhält der Leser einen guten Einblick in die Persönlichkeiten der einzelnen Protagonisten.


Besonders Lud war mir nach den ersten Seiten bereits ans Herz gewachsen. Er ist ein verantwortungsvoller Mann, der für die jungen Kämpfer seines Dorfes Verantwortung übernimmt und sie zu schützen versucht wo es nur geht. Kristina war mir am Anfang etwas zu naiv und unreif, sicherlich sie ist sehr jung, dennoch trifft sie Entscheidungen die ihren weiteren Lebensweg verändern werden. Zum Ende der Romans beweist sie Mut und trifft ihre Entscheidungen mit Herz und Verstand.
Der Roman krankt noch etwas, so stoßen die teilweise sehr häufigen Wiederholungen doch etwas auf. Teilweise vermisst man als Leser auch etwas die Stringenz der Handlung, so sind einige Stellen widersprüchlich und verwirrend. Auch die pure Schwarz/Weiß-Färbung der Charaktere könnte man kritisieren wenn man wollte, einige mögen die Facettenhaftigkeit der Figuren vermissen, mir ging es nicht so. Dieser Roman lässt auf weitere Bücher des Autors hoffen, denn es ist doch sehr interessant wie ein Amerikaner uns die Deutsche Geschichte erleben lässt. Besonders gut gefallen hat mir das Tempo in dem Roman, langweilig ist es mir nie geworden, gerade auch durch den Perspektivwechsel. Auch die Art und Weise wie er erzählt ist sehr unterschiedlich, einige Szenen werden sehr detailliert beschrieben, bei anderen wird sehr gerafft, so bekommt man als Leser ein sehr gutes Gespür dafür, was dem Autor wirklich wichtig ist. Bei einigen Szenen war ich richtig froh, dass sie nicht allzu ausführlich beschrieben worden sind, denn Folterungsszenen können doch sehr an die Nieren gehen, da kam mir die etwas sparsame Erzählweise gerade recht.

Alles in Allem hat mir der Roman gefallen und ich werde sicherlich die Fortsetzung des Romans lesen.

Advertisements