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Von den Fans sehnlichst erwartet: der Auftakt der neuen Mittelalter-Reihe von Andrea Schacht

Brandstiftung in der Domstadt? Bei einem mysteriösen Feuer im Kloster der Machabäerinnen kommt die Oberin zu Tode. Verdächtigt wird eine kranke Pilgerin, die vor einigen Tagen von Myntha, der Tochter des Mülheimer Fährmanns, aus den Fluten des Rheins gerettet wurde. Myntha glaubt nicht an die Schuld der Pilgerin, zumal bekannt wird, dass die Oberin unmittelbar vor ihrem Tod mit einem Mann über die Qualität von Weihrauch gestritten haben soll. Steckt womöglich der düstere Fremde dahinter, der sich vor Kurzem mit einer Schar Kolkraben in der Nähe des Fährhauses einquartiert hat? (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Die neue Reihe um die Fährmannstochter Myntha mit vielen alten Bekannten ist von den Fans sehnlichst erwartet worden. So beglückt Andrea Schacht ihre Fangemeinde mit einer altbewährten Mischung: historisches Köln, Humor und Witz, sowie ein kleiner Kriminalfall. Leider hat mich der Roman in einigen Dingen etwas enttäuscht, zum einen kann Myntha meiner Meinung nach nicht mit dem Witz und Humor der Almut-Romane mithalten. Auch der Kriminalfall war in meinen Augen nicht sonderlich spannend, mir war sehr schnell klar, wer als Täter in Frage kommen könnte.

Sehr gut gelungen ist meiner Meinung nach wieder das Flair im mittelalterlichen Köln, wer diese Stadt kennt, der genießt es mit den Figuren durch die Stadt zu laufen und eine Gasse nach der Nächsten zu betreten. Auch die Figuren sind liebevoll gezeichnet und bestechen durch ihre Intensität und Facettierung. Besonders die Familie um Myntha herum ist sympathisch und man gewinnt diese Figuren sehr schnell lieb. Die obligatorische Katze ist natürlich auch wieder mit von der Partie Augenzwinkern Aber auch genug alte Bekannte treten wieder in diesem Roman auf, sodass er zum einen etwas Neues bietet, aber auch die beliebten Figuren wieder ihren Auftritt haben. Wer also vielleicht noch nicht alle Almut- und/oder Alysses- Romane gelesen hat, sollte vielleicht bedenken, dass diese Figuren auch in diesem Roman auftreten und so vielleicht etwas über die anderen „älteren“ Bücher verraten.

Der Roman lässt sich wieder sehr gut lesen, die Seiten fliegen wieder nur so dahin. Langweilig wird es eigentlich nie richtig, dennoch hätte in meinen Augen der bereits angesprochene Kriminalfall etwas spannender sein können. Ich hatte von Anfang an den „richtigen“ Täter in Verdacht, sodass die Auflösung für mich nicht wirklich eine Überraschung war. Die Handlungstränge sind gut im Roman eingebaut und zeigen, dass die Autorin ihr Handwerk versteht.

Ein kurzweiliger historischer Roman der auf die altbewährte Mischung setzt und seine Leser nicht allzu sehr überrascht. Für eingefleischte Fans sicherlich ein Muss.

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