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Harzblut ist ein historischer Roman wie ich ihn gerne lese: ein Schmöker, der einem in eine ferne Welt entführt, eine Welt voller Intrigen, Machtspiele aber auch der Freundschaft und der wahren Liebe.
Der Roman beginnt im Jahr 1493 in Venedig, Federico Manzoni ist im Auftrag Venedigs unterwegs, er ist für den Reichtum Venedigs mitverantwortlich, weil er Mangan und Kobalt nach Venedig bringt, was dort für die wichtige Kristallherstellung benötigt wird. Doch das Handelshaus der Manzonis ist angeschlagen, es steht kurz vor dem Bankrott und der Vorsitzende des Rates hat einen der Schuldscheine in die Hand bekommen und macht der Familie das Leben schwer. Luca, der Ziehsohn von Federico, muss sich seinem Cousin widersetzen der alles daran setzt Luca das Leben schwer zu machen. Anna, die große Liebe von Federico, bangt um ihren Mann, der seit einigen Tagen verschwunden ist und da ist auch noch Lina, die Zwergin, die in das Geschehen eingreift.
Aus der Sicht der vier Protagonisten wird die Geschichte erzählt, was dem Lesefluss aber in keinster Weise einen Abbruch tut. Der Roman liest sich spannend und schnell, manchmal sind die Beschreibungen sehr ausführlich, aber das ist schließlich Geschmacksache.
Gut gefallen hat mir der Aufbau des Romans und die Verwebung der verschiedenen Handelsstränge zu Einem Ganzen, eine sehr gute literarische Arbeit.

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