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„Im Herzen der Koralleninsel“ ist für mich der dritte Roman von Inez Corbi, den ich gänzlich anders empfunden habe als „Das Lied der roten Erde“ und „Im Tal des wilden Eukalyptus“.

Die junge Isabel reist von Deutschland nach Neuguinea, um dort den Mann kennen und lieben zu lernen, mit dem sie schon seit einiger Zeit regen Briefkontakt hat. Doch kurz vor ihrer Ankunft ist ihr Verlobter verstorben und die junge Frau ist ganz auf sich alleine gestellt. Hatte sie doch so große Hoffnungen, der Enge und Starrheit Deutschlands zu entkommen und ein ganz neues Leben führen zu können. In der Missionsstation, in der ihr Verlobter gearbeitet hat, versucht sie sich klar zu werden, ob sie in Neuguinea bleiben will, oder ob ihr Weg sie doch wieder nach Deutschland führt. Doch sie lernt Noah, einen Einheimischen und engen Freund ihres Verlobten kennen. Doch dann geschieht auf der Missionsstation ein Mord. Noah wird des Mordes bezichtigt und entführt in seiner Verzweiflung Isabel. Ein Abenteuer auf Leben und Tod beginnt.

Gut gefallen an diesem Roman haben mir die überraschenden Wendungen. Zwar kann man bereits aus der Inhaltsangabe herauslesen, dass Isabel und Noah sehr wahrscheinlich zu einander finden werden, dennoch wird es an keiner Stelle langweilig, weil man glaubt das Ende ja schon zu kennen.

Inez Corbi hält für ihre Leser wieder die gewohnte Unterhaltung parat und dennoch erzählt dieser Roman meiner Meinung nach mehr über die Geschichte des Landes und der Menschen als die beiden anderen Bücher, sodass ich hier den Eindruck hatte am meisten „gelernt“ zu haben.

Das Setting der Story war in sich stimmig und hat zur guten Unterhaltung beigetragen. Besonders die Szenen im Urwald haben mir gefallen, auch ich hätte wohl kaum ein Auge in der Nacht zugetan, bei Schlagen und Co..

Der Roman war nicht zu kurz oder zu lang, für das was erzählt werden sollte, hatte er genau die richtige Länge auch wenn das Ende teilweise etwas offen bleibt, was dem Leser aber den Spielraum gibt, sich die Zukunft für Isabel und Noah auszumalen, wie er sie gerne hätte.

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