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„Der Wind der Erinnerung“ ist eine gefühlvolle Familiensaga, die das Herz ihrer Leser anrührt und sie gleichzeitig nachdenklich zurück lässt.

Kimberley Wilkins erzählt die Geschichte von der berühmten Ballerina Emma, die nach einem Sturz ihre Karriere an den Nagel hängen muss. Als wäre dies nicht schon genug, hat sich auch noch ihr Freund kurz vorher von ihr getrennt. So fliegt sie zu ihrer Familie nach Australien und kehrt London den Rücken. In Australien erfährt sie, dass ihre geliebte Großmutter ihr eine Farm hinterlassen hat. Sie fährt nach Tasmanien und begibt sich auf die Spuren ihrer Großmutter Beatti.

Beatti scheint nicht die Frau gewesen zu sein, die Emma kannte, zumindest hatte sie ein Geheimnis. Emma findet ein altes Foto das ihre Großmutter in jungen Jahren mit einem kleinen Kind und Mann zeigt. Weder das Kind, noch den Mann hat Emma jemals gesehen, ihr Großvater bzw. ihre Mutter oder Onkel haben keinerlei Ähnlichkeiten mit den Personen auf dem Bild. Emma taucht ein in die Geschichte ihrer Großmutter.

Ein Familiensaga die parallel auf zwei Zeitebenen erzählt wird. Emmas und Beattis Geschichten laufen nebeneinander her und ergänzen sich gegenseitig, zum Schluss schließt sich gekonnt der Kreis und das lang gehütete Geheimnis, wie sollte es anders sein, kommt ans Tageslicht.

Aber dieses Buch regt auch zum Nachdenken an, was passiert mit einem Menschen, wenn das Leben auf einmal aus den Bahnen gerät. Was zählt wirklich im Leben? Karriere oder die Menschen die wir lieben. Wie wichtig ist Ansehen bzw. das Gerede der Menschen für einen Menschen aber auch für eine Liebe. Ein Buch mit tiefgründigem Unterton, den man zwischen den Zeilen fein herausliest.

Ich empfehle dieses Buch allen, die gerne eine Familiensaga lesen und zugleich in eine fremde und unbekannte Welt abtauchen möchten.

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