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„Das Geheimnis der Totenmagd“ erzählt die Vorgeschichte zu der „Hurenkönigin“-Reihe von Ursula Neeb.
Der Totengräber Heinrich Sahl beobachtet in der Nacht von Allerseelen ein dunkles Ritual auf dem Friedhof. Am nächsten Morgen findet er im Beinhaus die Leiche einer jungen Frau. Es dauert nicht lange und schon wird er selber des Mordes an der Patrizierin bezichtigt. Einzig seine Tochter Katharina, die sich ihren Lebensunterhalt als Totenmagd verdient, glaubt an seine Unschuld. Doch als Heinrich Sahl unter den Qualen der Folter gesteht, muss Katharina mitansehen wir ihr Vater hingerichtet wird. Sie will unbedingt den wahren Mörder suchen und gerät in einen Strudel von Intrigen und einer gefährlichen Bruderschaft.

Ursula Neebs Roman zeichnet sich in besonderer Weise durch die stimmungsvolle Recherche aus. Man erkennt zweifellos die Liebe der Autorin zu dieser Zeit. Das Sittengemälde Frankfurts ist äußerst gelungen und zieht einen in den Bann.

Besonders gut hat mir gefallen, dass Standesunterschiede nicht von allen Beteiligten immer herausgekehrt wurden, sondern man sich auch niedrig gestellten Personen „normal“ verhält. Die Freundschaft zwischen Katharina und der Schwester der Ermordeten stellt sicherlich eine seltene Erscheinung in der damaligen Zeit da, dennoch denke ich, dass auch einige Menschen damals schon erkannt haben, dass man zusammen mehr erreichen kann, als einer alleine.

Wer gerne einen historisch fundierten Roman lesen möchte ist hier auf jeden Fall richtig, auch die Liebesgeschichte hält sich in Grenzen, sodass der Roman durchaus auch für Männer geeignet ist 😉

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