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Seit Wochen steht dieser Titel auf der Spiegel-Bestseller-Liste und man hört so viel Gutes über dieses Buch, das ich unbedingt wissen wollte was steckt dahinter. Teilweise haben sich die Erwartungen erfüllt, aber leider nicht ganz.

Lou und Will sind schon ein ungewöhnliches Paar, doch bis es soweit kommt, muss erst mal viel geschehen. Lou wird entlassen, da das kleine Café in dem sie arbeitet schließt. Es ergeht ihr wie so vielen anderen, sie ist ziemlich schnell gezwungen einen Job anzunehmen um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Schließlich nimmt sie das Angebot der Familie Traynor an, sie soll sich um den gelähmten Sohn kümmern, ihm im Alltag zur Hand gehen, einfach für ihn da sein, wenn er etwas braucht. Aber keine Pflege, die Bezahlung stimmt auch, der scheinbar perfekte Job. Doch was Lou nicht ahnt, Will ist nicht so begeistert von seiner „Nanny“, denn Will ist ein Mann, der das Leben eigentlich noch vor sich hätte, aber jetzt an den Rollstuhl gefesselt ist, ja noch nicht mal sein Hände bewegen kann und gefüttert werden muss.

Es ist eine sehr einfühlsame und emotionale Geschichte, selten habe ich bei einem Buch gleichzeitig so viel gelacht wie geweint. Denn Jojo Moyes schickt ihre Leser auf eine emotionale Achterbahnfahrt. Es ist sehr schwer zu beschreiben, die Situation in der sich Will und Lou befinden ist eigentlich ernst, doch die beiden schaffen es mit ihren immer wiederkehrendem Schlagabtausch und ihren gegenseitigen Neckereien dem Leser zum Schmunzeln oder sogar zum Lachen zu bringen.

Das Thema auf ein selbstbestimmtes Leben steht immer im Raum, es ist der Dreh und Angelpunkt des Romans, dennoch wird es nicht in einer erdrückenden Weise thematisiert, sondern behutsam immer wieder angesprochen. Schade fand ich, dass der Roman doch recht hervorsehbar ist, zumindest ging es mir so. Gerade das Ende hätte ich mir tiefer und ausgereifter gewünscht, Lou kam für mich zu schnell in Paris an.

Dennoch ist dieses Buch sehr lesenswert, wer hier aber gänzlich leichte Kost erwartet, wird enttäuscht werden, denn dieses Buch ist auch manchmal ernst und nachdenklich. Aber auf jeden Fall ist die Liebesgeschichte von Lou und Will sehr einfühlsam und authentisch beschrieben, sodass man die beiden am liebsten kennen lernen möchte. Vielleicht sollte man das Buch nicht unbedingt lesen, wenn es einem schon nicht so gut geht, denn dann könnten vielleicht die aufreibenden Themen einem etwas zu nahe gehen.

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