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Endlich ist das neue Jugendbuch von Kerstin Gier auf dem Markt und was soll ich sagen, dass Warten hat sich auf jeden Fall gelohnt. Versprochen! Nach der Edelstein-Trilogie sind nun die Träume ins Visier der Autorin geraten und wer meint er hat schon mal einen skurrilen Traum gehabt, der wird seine Meinung wahrscheinlich nach diesem Buch ändern.

Liv Silber, nach ihr ist das Buch benannt, zieht den Leser direkt von der ersten Seite in den Bann, sie kommt mit ihrer kleinen Schwester Mia am Flughafen in London an und der Drogenspürhund schlägt an. Dabei hat der Hund doch nur den Käse gerochen, den sie als Mitbringsel aus der Schweiz nach London im Gepäck hat. Die Eltern von Liv und Mia leben getrennt, der Vater Ingenieur, die Mutter Professorin für Literatur, haben mit ihren Töchtern schon an vielen Orten gelebt. Liv und Mia wissen also auf was sie sich einlassen, als sie am nächsten Tag die neue Schule besuchen. Doch womit sie nicht gerechnet haben, ist der neue Mann an der Seite ihrer Mutter samt seiner zwei Kinder.

Für die beiden „Mäuse“, wie die Mutter sie immer nennt, beginnt eine spannende und harte Zeit zugleich. Denn Grayson und Florence sind nicht begeistert von ihren neuen Geschwistern, aber wie sollen sie auch, schließlich werden sie genauso vor vollendete Tatsachen gestellt wie Mia und Liv. Wenn da nicht noch die Träume wären: Liv träumt von vier Jungen (unter anderem von Grayson) die auf einem spukenden Friedhof ein wahrlich unheimliches Ritual vollziehen. Liv ist fasziniert, die vier gehen alle auf dieselbe Schule, ist das die einzige Verbindung zwischen Ihnen oder gibt es da noch mehr? Liv will das Rätsel um diesen seltsamen Traum lösen und gerät immer tiefer in die Welt der Träume.

Kerstin Gier erzählt mal wieder mit sehr viel Wortwitz und Komik eine wunderschöne Geschichte für Jung und Alt, für alle die sich manchmal morgens fragen „Was hab ich da bloß wieder für einen Blödsinn geträumt?“. Es ist schwer zu beschreiben, aber die Autorin schafft es meiner Meinung nach immer wieder den Leser zu überraschen, was nach der tollen Edelstein-Trilogie wahrlich sehr schwer war und natürlich ist auch wieder eine schöne Liebesgeschichte an Bord.

Ich freue mich auf jeden Fall schon auf „Das zweite Buch der Träume“ und rätsle schon mal vor mich her, welchen Titel das Buch wohl tragen wird. Genug offene Rätsel für Liv gibt es jedenfalls noch.

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