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Teil 2 der Chile-Saga

Emilia, die Tochter deutscher Auswanderer, steht kurz vor ihrer Hochzeit mit ihrer Jugendliebe. Doch dann erfährt sie weniger Tage vor ihrer Hochzeit ein gut gehütetes Geheimnis, dass sie völlig aus der Bahn wirft. Sie ist verzweifelt und hat das Gefühl ihre ganze Welt stürzt ein. Wenige Tage zuvor hatte Emilia ein Mapuche-Mädchen völlig verstört nahe der Siedlung aufgelesen. Rita, wie sie sich fortan nennt, da sie ihren eigenen Namen aufgrund des brutalen Überfalls ihres Stammes vergessen hat, ist in diesem Moment der einzige Lichtblick für Emilia.

Beide Frauen verlassen Hals über Kopf die Siedlung und fliehen an einen Ort, an dem sie die Vergangenheit, so hoffen sie, nicht einholen kann. Es verschlägt sie nach Punta Arenas, der südlichsten Stadt der Welt. Beide kämpfen hart um ihre Zukunft, doch das Schicksal schlägt auch ein zweites Mal unbarmherzig zu. Wird Emilia es schaffen die Schatten der Vergangenheit abzustreifen? Und wird Rita auch als „Rothaut“ ihren Platz in der Gesellschaft bekommen?

Der zweite Teil der Chile-Saga von Carla Federico besticht vor allen Dingen durch seine Dramatik und seine Emotionen, hinzukommt das unvergleichliche Panorama Chiles, dass einen beeindruckt zurücklässt.
Besonders schön fand ich, dass man noch einmal ein paar Figuren aus dem ersten Band begegnen darf und somit erfährt wie es ihnen mit ihrem Traum „Chile“ ergangen ist. Auch die Schreibweise Carla Federicos trägt zu einem rundum gelungenen Lesevergnügen bei, selten hat eine Autorin so anschaulich und plastisch eine einzigartige Landschaft beschrieben.

Ein gelungener Roman, doch eine Kritik möchte ich hier äußern: Zum Ende hin waren es mir ein paar zu viele Schicksale und Wendungen, die den beiden Frauen das Leben erschwert haben. Teilweise wirkte es sehr konstruiert und absehbar, wie vor allen Dingen das „Happy End“ welches in gewisser Weise durch den Prolog vorweggenommen wurde.

Nichtsdestotrotz liegt der dritte und letzte Band der Saga schon bereit und ich bin schon gespannt, wie es mit den Töchtern von Emilia und Rita wohl in Chile weitergehen mag.

Wer sich für die Romane von Sarah Lark, Linda Belago, Carmen Lobato, Isabel Beto, Micaela Jary & Co. begeistern kann, wird auch auf jeden Fall Carla Federico mögen.

Für Sie vielleicht die perfekte Einstimmung auf ihren Urlaub? Ich wünsche auf jeden Fall viel Vergnügen in Chile.

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