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Jella von Sonthofen lebt zusammen mit ihrer Mutter in Berlin, die Zeit ist geprägt vom Aufbruch, den neuen Erfindungen und der aufstrebenden Forschung. Jella ist wissbegierig und will unbedingt Medizin studieren, doch leider ist ihr der Weg dahin verwehrt und sie muss sich mit Näharbeiten und als Kellnerin durchschlagen. Als dann auch noch ihre Mutter stirbt verliert Jella ihren Bezugspunkt zu der Welt. Sie lässt sich auf zwielichtige Gestalten ein und muss eine böse Erfahrung machen. Einzig dem guten Freund Zille und seiner Frau ist es zu verdanken, dass Jella wieder zurück ins Leben findet.

Als Jella erfährt, dass ihr Großvater sie belogen hat und ihr Vater noch lebt, steht für sie fest sie will ihn kennen lernen. Somit bricht Jella nach Deutsch-Südwestafrika auf, eine wundervolle und spannende Reise beginnt für die junge Frau. Schnell schließt sie auch hier Freundschaften, die sie unterstützen.

Als sie endlich am Ziel ist erfährt sie, dass ihr Vater angeblich verheiratet und kurz nach der Hochzeit ums Leben gekommen sein soll. Doch irgendwie kann Jella das nicht so recht glauben, denn die Witwe ihres Vaters ist ihr gegenüber sehr feindselig. Die Angestellten erkennen in ihr aber sofort die Tochter ihres verstorbenen Herrn.

Wird Jella ihr Glück doch noch finden können? Fritz von Houten und das Buschmädchen Nakeshi helfen ihr einen neuen Weg zu beschreiten, um mit der Vergangenheit abschließen zu können.

Mir hat der Roman im Großen und Ganzen gut gefallen. Allerdings hat er noch ein paar „Kinderkrankheiten“, die meiner Meinung nach ein wenig den Lesespass trüben. Die Geschichte in Berlin ist sehr ausführlich erzählt und man will endlich nur nach Afrika. Zudem wird der Roman in großen Teil durch einen auktorialen Erzähler wiedergegeben. Erst zum Ende hin finden sich mehr Dialoge, die dem Roman dann auch die nötige Spannung und das zu Anfangs vermisste Tempo geben.

Zudem hätte ich gerne noch mehr über Afrika, seine Tiere und die Buschbewohner erfahren. Zwar kommt der Flair Afrikas herüber, aber es hätte für meinen Geschmack bei einem Afrika-Roman noch mehr sein können.
Nichtsdestotrotz liegt der zweite Band der Saga schon bereit und ich bin schon sehr gespannt wie es mit Jella in Deutsch-Südwestafrika weitergeht.

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