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„Der Klang des Pianos“ erzählt eine anrührende Geschichte, die mehr beinhaltet als der Untergang der Titanic. Eigentlich ist die Titanic nur der Grund, damit sich zwei Menschen wiedersehen, die zusammen gehören.

Richard Martin soll für seinen Arbeitgeber einen wichtigen Auftrag übernehmen, er soll ein selbstspielendes Piano auf der nagelneuen Titanic einbauen. In Irland angekommen, trifft er Norah wieder. Norah hatte vor kurzem erst in Freiburg die Familie Welte, Richards Arbeitgeber, besucht. Richard war damals auf Grund seiner Englisch-Kenntnisse als Fremdenführer für Norah ausgesucht worden.
Norah arbeitet als Stewardess auf großen Schiffen, so heuert auch sie auf der Titanic an. Zudem kann Norah somit auch ihren scheinbar mächtigen Feinden zumindest für eine gewisse Zeit entkommen. Denn, da sie ein junges Mädchen im Hafenviertel von ihrem Zuhälter befreit hat, sind Schläger und Ganoven von nun an nicht weit.

Norah und Richard schauen in eine ungewisse Zukunft. Wird Richard es rechtzeitig schaffen, die fehlenden Teile einbauen zu können? Konnte Norah ihre Feinde wirklich abschütteln? Hat ihre Liebe eine Chance? Doch ganz unerwartet spitzt sich die Situation zu und auf einmal steht alles auf dem Spiel.

Elisabeth Büchle hat mal wieder einen Roman geschrieben, den ich von der ersten Seite an genossen habe. Sie schafft es einfach immer wieder ihre Leser zu überraschen und sie in eine ganz eigene Welt zu führen. Allen ist bekannt wie das Schicksal der Titanic lautet, deshalb stellt sich auch nicht so sehr die Frage nach diesem Schiff, sondern es geht einzig und allein um Norah und Richard, die eng mit der Titanic verbunden sind.

Ich finde es sehr schade, dass Elisabeth Büchle‘s Bücher immer noch in einem so „relativ kleinen“ Verlag verlegt werden. Denn ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass wenn sie in einem großen Publikumsverlag verlegt würden, hätte sie mit Sicherheit noch mehr Fans. Die Kritik, die immer geäußert wird, dass ihre Bücher zu religiös seinen, möchte ich entschieden zurück weisen. Wir leben nun mal in einer christlich geprägten Kultur. Hinzukommt das die Menschen damals (zu der Zeit in der die Bücher spielen) einfach noch religiöser waren, als die Menschen es heute sind. So habe ich beispielsweise die Stoßgebete beim Untergang der Titanic überhaupt nicht als störend empfunden. Ich glaube in solchen Ausnahmesituationen ist Gott einfach der rettende Anker.

Wer also einen gut recherchierten, historischen Roman rund um den Untergang der Titanic lesen möchte, der auch noch eine Liebesgeschichte beinhaltet, ist hier genau richtig.

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