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Thomas Andreassons zweiter Fall ist ein spektakulärer Mord. Zeitgleich mit dem Startschuss zu einer berühmten Segelregatta fällt auch der tödlich Schuss, der Oscar Juliander das Leben kostet. Wer hat den Rechtsanwalt und Vorsitzenden der Königlichen Schwedischen Seglergesellschaft ermordet? Hatte er Feinde in der KSSS? Oder fühlte sich einer seiner Mandanten betrogen, die er als Insolvenzverwalter vertreten hat? Thomas Andreasson stößt auf immer mehr Ungereimtheiten in Julianders Leben. Er war ein Lebemann ohne Zweifel, hatte Affären mit vielen Frauen. Er hat keine Party ausgelassen und war letztlich auch Drogen zugetan. Dennoch ein richtiges Mordmotiv lässt sich zu Anfang nicht so wirklich finden, bis sich die Situation dramatisch zuspitzt und ein zweiter Mord geschieht.

Viveca Sten schafft es auch in ihrem zweiten Kriminalroman eine Stimmung zu erzeugen, die unter die Haut geht und dennoch dem Leser die Schönheit Sandhamns vor Augen führt. Die Idylle trügt und dennoch ziehen die Menschen mit ihrem ureigenen Lebensgefühl den Leser in ihren Bann. Natürlich ist auch wieder Thomas Jugendfreundin Nora mit von der Partie, sie streitet sich ausgiebig mit ihrem Mann über den Verkauf oder Nicht-Verkauf des geerbten Hauses. Dennoch hat sie für ihren Freund aus Kindertagen ein offenes Ohr, wenn er ihren fachmännischen Rat braucht und schließlich gibt sie auch in diesem Fall wieder einen entscheidenden Hinweis.

Ich empfinde diesen skandinavischen Schreibstil immer wieder erfrischend. Durch die sehr kurzen Kapitel (das Buch hat bei 360 Seiten 91 Kapitel) wechselt die Autorin sehr oft die Perspektive und gibt so dem Leser einen vielfältigen Einblick in die Gemütslage der handelnden Figuren. Dadurch nimmt die Story an Fahrt auf und der Leser hat da Gefühl nur so durch die Seiten zu fliegen. Bis zuletzt hatte ich einen Verdacht, der sich letztlich auch bestätigt hat, allerdings hat mich das Motiv dann doch sehr überrascht, denn ich konnte mein Gefühl nicht begründen…

Von Viveca Sten werde ich mit Sicherheit mal wieder etwas lesen, denn neben den deutschen Krimis sind mir die skandinavischen Krimis einfach die Liebsten 😉

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