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„Ich weiß nicht, womit die Menschen im dritten Weltkrieg kämpfen, aber im Vierten werden es Keulen und Steine sein“ dieses Zitat von Albert Einstein ist der Anfang. Jennifer Benkau erzählt eine Geschichte, die einen nicht mehr loslässt, bis man die letzte Seite umgeblättert hat und dann wünscht man sich nur noch sofort mit dem zweiten Band „dark destiny“ beginnen zu können.

Für den dritten Weltkrieg sind spezielle Menschen, die Percents, geschaffen worden. Sie haben durch ihre Züchtung alle Eigenschaften, die ein Soldat haben muss und vieles mehr. So können sie beispielsweise mit ihrer kompletten Haut riechen, umso den Feind besser aufspüren zu können. Das hat allerdings zur Folge, dass ihre Haut kein Licht verträgt. Deshalb hat man Maschinen gebaut, die man dark canopy nennt, die den Himmel und somit die Sonne verdunkeln, damit die Percents sich ungehindert bewegen können.

Außerhalb dieses Systems leben die Rebellen, sie versuchen gegen dieses Gewaltregime anzukämpfen. Bei einem dieser Versuche wird die 20-jährige Joy von den Percents gefangen genommen. Sie wird Neél zugeteilt, der sie zu einem Soldaten ausbilden soll. Die Soldaten treten dann bei einem „Chivvy“ an und kämpfen dort ums Überleben. Doch ganz unerwartet findet Joy bei Neél Menschlichkeit und Verständnis. Die große Liebesgeschichte beginnt, doch hat die Liebe zwischen einer Rebellin und einem Percent überhaupt eine Chance?

Momentan gibt es ja recht viele Bücher, die versuchen in dem Genre „Dystopien“ Fuß zu fassen. Jennifer Benkau hat es mit ihrem Buch definitiv geschafft. Von einem absoluten Geheimtipp ist es in den Rezensionshitlisten immer weiter aufgestiegen, sodass es nun in aller Munde ist. Ob nun „Die Tribute von Panem“ oder die Trilogie um „Cassia & Ky“, hinter keinem braucht „dark canopy“ sich sicherlich zu verstecken. Denn dieser Roman bietet alles was das Leserherz begehrt und das made in Germany.

Besonders gut hat mir gefallen, dass scheinbar kein Charakter in diesem Roman nur gut oder böse ist. Die Protagonisten werden so facettenreich dargestellt, dass man immer wieder eine neue Seite an ihnen entdecken kann. Dazu ein unglaublich fesselnder Schreibstil, mit unterschiedlichen Erzählperspektiven rundet ein flüssiges Leseerlebnis ab. Die Story ist innovativ, wenn man denkt, „dass kenn ich doch irgendwo her…“ belehrt uns die Autorin eines besseren und zaubert eine ganz neue Perspektive aus dem Hut. Eine unglaublich gute Leistung!

Am Ende des Romans wollte ich es nicht wahrhaben, dass das der Schluss sein sollte. Ich hatte die Tränen in den Augen stehen und dachte nur „Das kann doch bitte nicht wahr sein!“. Was solls, so lange müssen wir Gott sei Dank nicht mehr auf „dark destiny“ warten, vorbestellt ist er ohnehin schon. Denn ich will endlich wissen wie es mit Neél und Joy weitergeht!

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