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Sie mögen Kopfkino pur? Sie lieben es fremde Länder zu erkunden? Und vor einer abenteuerlichen Flussfahrt haben Sie auch keine Angst? Dann ist das ihr Roman, es sei denn Sie mögen absolut keine Liebesgeschichte 😉 Aber was wäre das Leben ohne Liebe und Träume…

1815, Janna Sievers ist mit ihrem Verlobten Reinmar Götz und ihrem „Anstandswauwau“ Frau Wellhorm auf den Weg nach Venezuela. Sie will dort zusammen mit ihrem zukünftigen Mann eine Pferdezucht aufbauen und Hamburg hinter sich lassen. Doch ein Sturm macht Janna einen Strich durch ihre Rechnung. Sie wird von den anderen auf offener See getrennt und strandet letztlich ganz alleine am fernen Kontinent. Doch wo ist sie, wie weit ist es nach Angostura, ihrem eigentlich Ziel? Da tritt ganz unerwartet der Halb-Indio Arturo in ihr Leben. Er ist auf der Suche nach dem sagenumwogenen Goldschatz der angeblich an der Quelle des Orinocos zu finden ist. Er nimmt Janna mit auf die Flussfahrt und vor ihr breitet sich die gesamte botanische Schönheit Südamerikas aus. Sie lernt Tiere kennen, die sie nicht mal aus Büchern kannte.

Für Janna beginnt nun eine Reise, die ihr Leben von Grund auf verändern wird. Welche Werte zählen im Leben wirklich? Kleidung? Gute Bildung? Gute Manieren? Janna lernt eine ganz neue Welt kennen, die sie zum Nachdenken bringt. Arturo ist ein sehr wortkarger Mann, der Janna ihre Grenzen in der „Wildnis“ aufzeigt und der sie das ein oder andere Mal ins kalte Wasser schmeißt.

Es ist nicht nur eine Reise in ein fernes Land, sondern für Janna auch eine Reise zu sich selbst. Ein wirklich lesenswerter Roman über eine junge Frau, die zu sich selbst findet und dabei auf alle Konventionen pfeift. Ein Love & Landscape-Roman der darin besticht, dass er vor dem inneren Auge des Lesers die Landschaft Venezuelas entstehen lässt. So farbig und bunt, so duftend und tierreich habe ich selten einen Roman erlebt. Dazu der mitreißende Schreibstil der Autorin, der die Seiten nur so dahin fliegen lässt.

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