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Charlotte Link ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart und ihre Bücher erobern regelmäßig die ersten Plätze auf den begehrten Bestsellerlisten. Viele ihrer Romane sind verfilmt worden, so auch „Das andere Kind“ welches am 2. und 3. Januar in der ARD zu sehen ist.

Eine Studentin wird auf sehr grausame Weise ermordet. Die Ermittler tappen im Dunkeln, sie finden kein Motiv, geschweige denn einen Verdächtigen. Wenig später geschieht ein zweiter Mord. Die Verletzung, die das zweite Opfer erlitten hat, ähneln denen des ersten Opfers. Gibt es eine Verbindung zwischen der Studentin und der älteren Dame? Leslie, die Enkeltochter des zweiten Opfers, will wissen wer ihre Großmutter umgebracht hat und begibt sich in einen Strudel von Geheimnissen und einer unerwarteten Vergangenheit. Es ist fast zu spät, als ihr klar wird, dass es noch mindestens ein weiteres Opfer geben muss. Kann sie mit Hilfe von Inspektor Valerie Almond den Täter aufhalten?

Dieser Roman besticht durch seine Konzeption. Am Anfang ist es für den Leser noch recht undurchsichtig, denn erst einmal werden alle handelnden Figuren separat eingeführt. Noch kennt man nicht die Stellung bzw. Beziehungen in denen die Protagonisten stehen. Erst sehr langsam lüftet Charlotte Link den Nebel und führt die Personen zusammen und erklärt ihre Stellung. Ein Roman, der auf den ersten Seiten Durchhaltevermögen verlangt, dann aber den Leser umso belohnt, wenn der Nebel sich lichtet.

Wer schon mal einen Roman von Charlotte Link gelesen hat, der weiß, dass oft nichts so ist wie es scheint. Aber genau dies macht meiner Meinung nach die Romane zu einer ganz besonderen Lektüre. Die vollkommene Ahnungslosigkeit, die man am Anfang verspürt und am Schluss die Erkenntnis, dass es nicht nur „Schwarz“ und „Weiß“ gibt, sondern auch Dinge die uns verborgen bleiben.

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