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Ein Dystopie-Roman der unter die Haut geht, nicht weil er so grausam und unmenschlich wäre, nein es gibt definitiv schlimmere seiner Sorte. Die Geschichte von David und Juna berührt so sehr, da sie uns eine Welt zeigt, wie wir sie eigentlich nicht sehen wollen und dennoch sind wir gleichermaßen fasziniert, da diese Geschichte so romantisch und einfühlsam erzählt wird.

Durch ein schreckliches Virus steht die Menschheit kurz vor ihrem Ende. Schon seit Jahren leben Frauen und Männer in getrennten Städten, da sie sich aufgrund des Virus unerbittlich hassen. Das Virus hat sie förmlich zu Feinden werden lassen. Jegliche Zivilisation existiert nicht mehr, die Menschheit fällt immer mehr zurück. Es gibt einen Pakt zwischen Frauen und Männern wo lebenswichtige Güter getauscht werden und auch „Paarungen“ vorgenommen werden, wenn die Frauen empfängnisbereit sind. Die Mädchen wachsen im Dorf der Frauen auf, die Jungen hingegen werden zu einem vereinbarten Punkt gebracht, wo sich dann die Mönche dem kleinen Jungen annehmen. Und so passiert es, dass die schöne und mutige Kriegerin Juna einen Säugling dort hinbringen muss. Da sie den Kleinen ins Herz geschlossen hat, wartet sie versteckt etwas im Abseits bis die Mönche eintreffen, damit die wilden Tiere dem Jungen nichts tun können. Es ist das erste Mal das Juna einen jungen Mann sieht, die „Teufel“ wie sie die Männer im Geheimen nennen, die zu den Übergaben kommen, sind immer älter. Sie ist fasziniert von dem fremden Wesen.

Dann wird Juna mit ihren Begleiterinnen mit einer geheimen Mission beauftragt, sie sollen Gefangene nehmen und sie über die Vorhaben der „Teufel“ aushören. Doch was Juna nicht ahnt, unter den Gefangenen ist auch der Mönch David, der sich damals so rührend um den kleinen Säugling gekümmert hat. David scheint so ganz anders zu sein und er scheint mehr über die Vergangenheit der Menschen zu wissen als Juna. Sein Talisman ist Shakespeares „Romeo und Julia“. Juna ist fasziniert, sie kann weder lesen noch schreiben und bewundert David dafür, dass er in „fremde“ Welten eintauchen kann. Letztlich wird Juna vor eine schwere Entscheidung gestellt. Rettet sie Davids Leben und verrät sie die Stadt der Frauen oder nimmt sie Davids Tod billigend in Kauf um die Versorgung der Stadt nicht zu gefährden.

Für alle Fans von „Die Tribute von Panem“ oder „Cassia & Ky“ ist dieser Roman mit Sicherheit eine gute „Überbrückung“ bis zum nächsten Kinofilm bzw. bis zur Erscheinung eines neuen Bandes. Fantasy made in Germany, die sich durchaus auch international zeigen lassen kann.

P.S. Vielleicht geht es Ihnen dann beim Lesen so wie mir und sie denken: „Momentmal, die Stadt kenne ich doch“. Zwar wird der Name der Stadt nie genannt, aber die Beschreibungen und Namen der Gebäude sind eindeutig 😉

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