Schlagwörter

, , ,


Der neue Roman von Brigitte Riebe nimmt sich einem der prägendsten Themen des Mittelalterns an: der Pest. Wie kaum eine andere Krankheit beeinflusste die Pest das Leben der Menschen zur damaligen Zeit.

„Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann?“ „Niemand!“ „Wenn er aber kommt?“ „Dann laufen wir alle davon…“ Viele von uns kennen dieses weitverbreitete Kinderlied, aber konnten die Menschen damals wirklich einfach so davon laufen, wohl kaum, oder?

Brigitte Riebe erzählt die Geschichte der jungen Witwe Arnheim. Johanna muss sich gegen die Vorwürfe ihres Schwagers währen, der behauptet, sie hätte etwas mit dem Tod ihres Mannes zu tun. Er macht ihr das Leben schwer, weil sie sich damals für seinen Bruder und damit gegen ihn entschieden hat, nun übt er Rache und will das Vermögen seines Bruders. Seine mächtigen Verbündeten, verhaften Johanna und sperren sie in den Kerker. Es ist dem jungen aufstrebenden Arzt Vincent de Vries zu verdanken, dass sie aus dem Kerker entlassen wird und als Pestmagd arbeiten darf. Denn, was niemand weiß, Johanna hat als Kind die Beulenpest überlebt und ist somit immun gegen die Krankheit, aber das darf natürlich niemand erfahren. Doch dann holt Johanna die Vergangenheit ein und ihr Leben und das ihrer Lieben gerät in Gefahr. Wem kann Johanna noch vertrauen?

Brigitte Riebe hat einen eindrucksvollen Roman über eine der schlimmsten Katastrophen des Mittelalters geschrieben, berührend, sachlich und informativ zugleich. Bestens recherchiert, wird die Angst und Not der Menschen greifbar. Ein überaus lesenswerter Roman zu diesem Thema.

Advertisements