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Triumph und Tragödie: Das zweite Leben der Königin ohne Land

Wer ist diese Frau, die erst zum katholischen Glauben konvertiert und dann die Lehre der katholischen Kirche in Frage stellt, weil ihr die Wissenschaft über alles geht? Und wer ist diese Frau die ihr Land verlässt, und trotzdem eine Königin sein will?

Christina von Schweden ist mit Sicherheit eine der beeindruckensten Personen in der Geschichte. Eine Persönlichkeit die so zerrissen und widersprüchlich ist, trotzdem aber ihre Prinzipen und Ansprüche lebt.

Christina von Schweden wird mit nur 7 Jahren, nach dem Tod ihres Vaters Gustav Adolf, der auf den Schlachtfeldern des 30-jährigen Krieges starb, Königin von Schweden. 1654 dankt sie ab und konvertiert 1655 zum katholischen Glauben, sie geht noch Rom ins Exil, um dort ein Leben zu führen, wie sie es in Schweden nie konnte. Sie kämpft um den Thron in Neapel, doch dann tritt ein Findelkind in ihr Leben, das alles verändert. Die kleine Maria wird zum Dreh- und Angelpunkt ihres Lebens. Deren Herkunft ein großes Rätsel aufgibt und alle Kraft von Christina abverlangt.

Katrin Burseg verwebt das historisch verbürgte Leben der Christina von Schweden mit der fiktionalen Geschichte der kleinen Maria so gekonnt, dass man als Leser das Gefühl hat, ja genau so könnte es gewesen sein. Dazu ein sehr angenehm zu lesender Schreibstil und ein fein ausgearbeiteter Spannungsaufbau runden diesen ganz besonderen historischen Roman ab. Wer mal einen etwas anderen historischen Roman abseits des Main-Streams lesen möchte, ist hier genau richtig.

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