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Elisabeth von Thüringen ist glücklich, sie heiratet den Mann den sie liebt. Aber gleichzeitig will sie gottgefällig leben und heilig werden. Diese Zerrissenheit wird immer bestimmender in Elisabeths Leben. In der adeligen Gesellschaft erntet sie nur Kopfschütteln, indem sie sich um die Armen und Kranken kümmert. So wird sie letztlich zur Ausgestoßenen in ihrem eigenen Reich. Ein beeindruckendes Leben, voller Widersprüche und Gegensätze. Aber da ist auch noch (der unhistorische) Primus, der uns Lesern genau diese Not und das Leben der Armen und Kranken näherbringt. Seine Familie kämpft ums nackte Überleben, immer an der Grenze, immer am Rande der Legalität und manchmal wird sie auch überschritten…

Regentin, Rebellin, Heilige: Wer war Elisabeth von Thüringen wirklich?

Dieser Satz des Klappentextes bringt es auf den Punkt. Es geht der Autorin nicht darum, Elisabeth als Heilige darzustellen, sondern den Menschen hinter der Heiligen zu zeigen. Elisabeth kämpft permanent, um ihren Glauben, aber auch um ihre Liebe. Elisabeth von Thüringen ist so vielmehr, als die Heilige mit den Rosen im Korb…

Eine Frau, die in der damaligen Zeit am Rande der Gesellschaft stand und dennoch unbeirrbar ihren Weg ging. Eine Frau die gleichzeitig liebende Ehefrau und Heilige sein wollte. Sabine Weigand zeichnet ein beeindruckendes Porträt einer außergewöhnlichen Frau, das zutiefst berührt. Man kann Elisabeth nicht in allen Szenen dieses Buches mögen, manchmal möchte man sie als Leser/in wachrütteln und ihr wie Gisa (ihre Vertraute und Kammerzofe) die Meinung sagen. Doch Elisabeth wird ihren Weg finden.

Für mich war dieser Roman ein wahres Highlight. Es gibt selten Romane, die so lange nachhallen. Mir ist es passiert, dass ich noch Tage später über die eine oder andere Szene nachgedachte oder einfach anderen Menschen erzählen wollte, was mich an dieser Story so berührte.

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