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„Das Geheimnis der Sünderin“ ist nach „Die Seiltänzerin“ der zweite Roman aus der Feder der Kölnerin Gabriele Breuer. Doch beide Romane unterscheiden sich elementar. Während „Die Seiltänzerin“ neue Aspekte in den Focus des Historischen Romans stellt, verfällt die Autorin bei „Das Geheimnis der Sünderin“ in altbekannte Muster.
Die junge Magd Mia lebt auf dem Schloss zu Jülich, ihr bereitet es großen Spaß sich immer neue Kreationen für den herzoglichen Gaumen auszudenken. Doch als ein Giftanschlag auf den Herzog verübt wird, gerät Mia schnell in Verdacht. Sie flieht in die nahegelegene Reichsstadt Köln, um sich dort in einem Haushalt als Magd oder Köchin zu verdingen. In Köln verliebt sie sich in den Münzfälscher Adrian. Doch auch in Köln ist Mia nicht sicher, der Herzog will sie wieder in Jülich haben. Kann Adrian Mia helfen, werden die beiden eine gemeinsame Zukunft haben?
Dieser Roman ist nicht schlecht, er unterhält, aber er bringt dem geneigten Vielleser wenig neues nahe, vielleicht außer die Geschichte der Herzöge von Jülich-Kleve-Berg. Interessant ist eventuell auch noch die Kölner „Unterwelt“ mit ihren markanten Persönlichkeiten. Ich hatte mir von diesem Roman mehr erhofft. Ich bin aber zuversichtlich, dass die Autorin vielleicht schon mit ihrem neuen Roman an den Erfolg der Seiltänzerin anknüpfen wird. Bis zum Schluss hat sich mir auch der Titel nicht erschlossen, denn Mia ist für mich keine Sünderin, denn nichts hat sie freiwillig getan, sondern ist durch ihre Mitmenschen immer in die Situationen gezwungen worden. Ein reißerischer Titel soll wohl mehr Leser/Leserinnen anlocken.

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