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Christopher W. Gortner legt mit „Die Tudor-Verschwörung“ seinen bereits dritten historischen Roman vor. Der Klappentext verspricht einen „actionreichen historischen Thriller“, für mich war es kein Thriller, eher ein Spionageroman, der durch die lebendige und mitreißende Erzählweise an Spannung besticht.
England im Jahre 1553, der Waisenjunge Brendan kommt an den Londoner Hof. Er soll einem der Söhne der Familie Dudley dienen. Doch die Familie Dudley ist ihm nur zu gut bekannt, schließlich ist er mit den Söhnen zusammen aufgewachsen und die Brüder lassen keine Gelegenheit aus, Brendan ihre Stellung zu demonstrieren. So wird Brendon in ein Komplott gegen das Königshaus verwickelt. Schließlich trifft er die junge Prinzessin Elizabeth Tudor. Von diesem Moment an ändert sich sein Leben schlagartig. Er weiß wem von nun an seine Treue und Ergebenheit gehört. Gleichzeitig gerät er, nun als Doppelagent zweier Parteien. immer mehr in den Sog der Thronstreitigkeiten. Letztlich ist selbst sein Leben in Gefahr. Was Brendan noch nicht ahnt, umso weiter er in die Machenschaften hineingezogen wird, umso mehr lichtet sich der Nebel um seine Herkunft.
Besonders gut an diesem Roman hat mir die Erzählweise des Autors gefallen, eigentlich tue ich mir mit Ich-Erzählungen schwer, oft will das Flair für das Setting nicht aufkommen. Doch hier war dies überhaupt kein Thema. Man wird sofort von Brendan in den Bann gezogen und fiebert, leidet und spioniert mit ihm mit. Nicht so gut hat mir der umfangreiche Plot gefallen- Für meinen Geschmack waren es zu viele handelnde Personen und dies alles ohne Personenregister, geschweige denn mit Stammbäumen der Familien. Schließlich ist ja bekannt das Heinrich VIII sechs Ehefrauen hatte, aber welches Kind ist von welcher Ehefrau? Und wenn dann auch noch die Kinder der Schwester mitmischen und die vielen Kinder der Dudleys, wird es ein weinig unübersichtlich, erst recht, wenn man sich in der englischen Geschichte nicht so gut auskennt. 😉

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