Schlagwörter

, ,


„Fesseln des Schicksals“ ist bisher eines der besten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe. Letztlich konnte ich überhaupt nicht mehr aufhören zu lesen, es sei denn der Schlaf lies mir die Augen zufallen.
Liz Gallaga erzählt eine wundervolle Geschichte, die von Liebe, Hass und Leidenschaft geprägt ist. In einer stürmischen Nacht werden auf einer Baumwollplantage zwei Mädchen geboren, Katherine und ihre Sklavin und Freundin Molly bringen Töchter zur Welt. Doch Molly überlebt die Geburt ihres Kindes nicht. Da Katherines Mann Molly vergewaltigt und missbraucht hat, nimmt sie Mollys Kind als gleichberechtigte Tochter zu sich. Sie sagt ihrem Mann nicht welches, der beiden Mädchen ihre Tochter ist. Dies ist möglich, da Molly hellhäutig war und man die Mädchen nicht aufgrund ihrer Hautfarbe unterscheiden kann, denn schließlich sind die Mädchen beide Töchter ihres Mannes und als solche sollen sie auch aufwachsen. Sie werden zu engsten Vertrauten, so wie ihre Mütter es auch waren. Doch als der Bürgerkrieg ausbricht, stehen Hortensia und Charlotte auf einmal auf unterschiedlichen Seiten.
Für mich ist dieser Roman mehr als ein Südstaatenepos, er ist so vielschichtig und tiefgreifend, dass man das Gefühl, hat guten Freunden zu begegnen. Die Figuren wachsen einem so ans Herz, dass man fast wehmütig das Buch schließt und Abschied nehmen muss. Dieser Roman ist Familiensaga, Liebesgeschichte und Abenteuerroman zugleich, im Mittelpunkt stehen aber die Rechte der Sklaven und der Kampf „Schwarz gegen Weiß“.
Liz Gallagas Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen, der Roman enthält meines Erachtens nach keine Längen, lediglich die militärischen Handhabungen und Auseinandersetzung sind etwas sehr ausführlich beschrieben, dienen aber dem besseren Verständnis, vor allen Dingen in Bezug auf die männlichen Protagonisten und ihrem Ethos. Ein rundum gelungenes Debüt, welches hoffen lässt, dass wir noch viel von dieser Autorin lesen werden.

Advertisements