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Ich habe schon lange dieses Buch im Regal stehen und wollte es immer schon mal lesen, immer kam etwas anderes dazwischen. Doch als Susanne Goga am vergangenen Wochenende für diesen Roman den DeLiA-Literaturpreis bekam, konnte dieses Buch nun endgültig nicht mehr länger warten. (DeLiA = Vereinigung deutschsprachiger Liebesromanautoren) Für mich erzählt dieser Roman eine der schönsten und innigsten Liebesgeschichten, die ich je gelesen habe und dies auf eine sehr unaufdringliche Weise, ein rundum fantastisches Buch.
Rika, eigentlich Frederike, ist mit einem der reichsten und angesehensten Berliner-Unternehmer des ausgehenden 19 Jhd. verheiratet. Ihr Mann führt ein florierendes Unternehmen, welches Damen-bekleidung und Mäntel herstellt. Als ihr Mann stirbt, bleibt die junge Witwe mit den Kindern ihres Mannes in der Villa wohnen. Alexander Hesse, der Sohn des verstorbenen Unternehmers, führt die Geschäfte weiter, aber er hat auch ein Auge auf seine junge und schöne Stiefmutter geworfen.
Um ihr gewogen zu sein, schenkt er ihr ein Gemälde. Rika interessiert sich sehr für Gemälde und Kunst im Allgemeinen. Doch dieses Bild zieht sie auf eine einzig artige Weise in ihren Bann. Es strotzt nur so vor Energie wie kein zweites, dennoch zeigt dieses Bild kein einziges Gesicht. Rika ist fasziniert und möchte diesen Maler unbedingt ausfindig machen. Sie begibt sich dabei in die Spandauer Vorstadt und stößt dort auf den Außenseiter Anthonis. Der Mann, der durch die Parks und Gaststätten zieht und Scherenschnitte der Menschen anfertigt, ist ein zurückgezogener Künstler, der Rika nur widerwillig in seine Welt lässt.
Währenddessen plant Alexander Hesse seine Schwester an einen adeligen Leutnant zu verheiraten, um die Position der Familie und des Unternehmens in der Gesellschaft zu sichern. Doch seine Schwester hat sich in einen andern Mann verliebt. Er verbietet ihr jedweden Kontakt, es kommt zu einem erbitterten Zerwürfnis, welches weitreichende Konsequenzen für Anna hat…
Eine Liebe, die stärker ist als alle Konventionen, eine Liebe die nicht nach dem Warum fragt, eine Liebe die scheinbar die höchsten Hürde überwinden kann. Eine Geschichte, die zu Herzen geht und die man als Leser/Leserin staunend annimmt und sich eingesteht „Dies muss wahre Liebe sein!“.

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